Nach Test und Impfung konnte Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder Katharina Degle zu deren 102. Geburtstag gratulieren. Sie ist damit die älteste Peitingerin.
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Nach Test und Impfung konnte Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder Katharina Degle zu deren 102. Geburtstag gratulieren. Sie ist damit die älteste Peitingerin.

Katharina Degle ist die älteste Peitingerin

Persönliche Gratulation zum 102. Geburtstag

Üblicherweise finden – wie in vielen anderen Orten – auch in Peiting aktuell keine persönlichen Gratulationen zu Geburtstagen und Ehejubiläen statt. Die Infektionslage verwehrt dies insbesondere gegenüber den älteren Mitbürgern.

Peiting - Eine ganz besondere Ausnahme durfte Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder diese Woche machen, als er der ältesten Bürgerin Peitings, Katharina Degle, zu ihrem Geburtstag gratulieren durfte. „Sie hat in der vergangenen Woche ihren 102. Geburtstag begangen, und wir hatten uns einen schönen sonnigen Tag diese Woche, nach Test und Impfung, ausgesucht, um dieses wirklich sehr gesegnete Fest auch persönlich würdigen zu können“, berichtet Ostenrieder.

Auf der heimischen Terrasse – Degle lebt gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Ehefrau in einem Haus – durfte Ostenrieder der Jubilarin die herzlichsten Glückwünsche des Marktes Peiting überbringen. Die rüstige Jubilarin, die auch noch weitere Strecken im Ort zu Fuß mit ihrem Rollator zurücklegt, erzählte dem Rathauschef, dass das tägliche Treppensteigen für ihre Beine ein richtig gutes Training sei. Und zugleich wies sie darauf hin, wie gut die neue Bahnhofstraße beziehungsweise der zugehörige Bürgersteig für sie jetzt zu gehen sei.

Katharina Degle wurde 1919 geboren und ist in Hohenfurch aufgewachsen. Lachend erzählte sie Ostenrieder über ihren Weg nach Peiting zu ihrem Mann: „Mia ham uns immer über die protzaden Peitinger lustig gemacht, und dann hab ich plötzlich selber einen gehabt.“ Peiting war in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ja durch den Bergbau kräftig gewachsen und auch zu einem gewissen Wohlstand gekommen, darüber machten sich umliegende Orte damals etwas lustig.

Seit dieser Zeit lebt Katharina Degle in einem der sogenannten Bergwerkshäuser in Peiting, die für die Mitarbeiter im Bergwerk zur damaligen Zeit unterhalb vom Bühlach errichtet worden sind. Auch erzählte die rüstige Seniorin von der Zeit, als die Hohenfurcher noch über den Lech ganz viel nach Birkland gekommen sind, bevor die Staustufe errichtet wurde. „Da war man viel drüben“, und sogar an etliche Birkländer Hausnamen kann sich Degle noch erinnern.

„Für mich war es ein ganz besonderer Besuch“, sagt Ostenrieder nach dem Besuch rückblickend. „Zum einen habe ich mich sehr gefreut, wieder eine persönliche Gratulation machen zu können. Und zum anderen durfte ich in Frau Degle eine Dame kennenlernen, die viel zu erzählen hat und die vor allem ihren Humor nicht verloren hat.“  

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