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Die Alfons-Peter-Grundschule in Peiting: Auch hier soll es eine Ferienbetreuung geben.

Grundsatzbeschluss gefasst

Peiting plant Ferienbetreuung für Grundschüler

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Viele berufstätige Eltern kennen das Problem: Wer kümmert sich um mein Kind, wenn die Schule während der Ferien geschlossen hat? Die Gemeinde Peiting will jetzt auf den wachsenden Bedarf reagieren und eine Ferienbetreuung für Grundschulkinder einrichten.

Peiting – Familie und Beruf zu vereinbaren, ist nach wie vor keine leichte Aufgabe. Besonders die Kinderbetreuung stellt Eltern vor Herausforderungen. Entsprechend groß ist das Interesse an der offenen Ganztagsschule, die der Markt Peiting mit Beginn dieses Schuljahrs eingeführt hat. „Das wird sehr gut angenommen“, sagt Geschäftsstellenleiter Stefan Kort. Das Angebot entlastet berufstätige Eltern freilich nur an Schultagen, während der Ferien sind sie nach wie vor auf sich allein gestellt.

Doch das könnte sich in Peiting bald ändern. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat mit einer möglichen Ferienbetreuung an den Grundschulen beschäftigt. „Wir werden nicht umhin kommen, solch ein Angebot einzuführen“, sagte Bürgermeister Michael Asam. So seien bereits mehrere Eltern mit dem entsprechenden Wunsch an die Gemeinde herangetreten.

Laut Verwaltung handelt es sich bislang um 20 Kinder, die entweder die Schulkindbetreuung im Kindergarten St. Michael genutzt haben oder die Lentner-Grundschule besuchen. Dort sei das Thema auch beim Informationsabend zur Offenen Ganztagsschule angesprochen worden, woraufhin mehrere Eltern ebenfalls Bedarf angemeldet hätten. Aus der Alfons-Peter-Grundschule gebe es noch keine Zahlen, sagt Kort, man werde dort den Bedarf erst noch abfragen. „Wir gehen aber davon aus, dass es auch hier Interesse gibt.“

Noch gibt es allerdings einige offene Fragen. Geklärt werden muss etwa, in welchem Umfang eine Ferienbetreuung angeboten werden soll. Während die Weihnachtsferien vom Kooperationspartner Kinderhilfe kritisch gesehen werden, könnten in den Sommerferien die ersten beiden sowie möglicherweise die letzten zwei Wochen zur Betreuung angeboten werden. Ein Angebot in den Oster- und Pfingstferien erscheint ebenfalls möglich.

Die Kosten für die Ferienbetreuung, die von der Gemeinde getragen werden müssten, liegen laut Verwaltung zwischen 10 000 und 15 000 Euro pro Jahr – abhängig vom Umfang.

Für die Eltern wäre ein entsprechendes Angebot ebenfalls nicht kostenlos. Die Gebühr dürfte höher ausfallen als für den Hort, da laut Verwaltung aufgrund von Ausflügen und Aktivitäten höhere Kosten zu erwarten sind.

Das größte Problem stellt die räumliche Situation dar. Eine Betreuung in den beiden Grundschulen sei während der Ferien nur schwer umsetzbar, da diese Zeiten vorrangig für anfallende Arbeiten und Unterhaltsmaßnahmen genutzt würden. Auch eine Unterbringung in den bestehenden Horträumen der Kinderhilfe scheide aufgrund der zu erwartenden Teilnehmerzahlen aus. Man werde deshalb um bauliche Maßnahmen nicht herum kommen, wolle man die Ferienbetreuung verwirklichen, sagt Kort.

„Die Raum-Frage muss geklärt werden“, bekräftigte auch der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung. Schon jetzt gebe es „spürbare“ Platzprobleme an der Alfons-Peter-Grundschule, was die Offene Ganztagsschule angehe. Als möglichen Starttermin für die Ferienbetreuung nannte Asam die Sommerferien im kommenden Jahr. „Das dürfte aber sportlich werden.“

Als nächstes soll die Verwaltung mögliche Konzepte und Planungen entwickeln, die dann noch einmal im Gremium beraten werden. Der entsprechende Grundsatzbeschluss fiel einstimmig.

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