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Das Mittagessen ist fester Bestandteil der offenen Ganztagsschule.

Grundschulen in Peiting

Erste Ganztags-Bilanz fällt positiv aus

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Seit diesem Schuljahr gibt es an den beiden Peitinger Grundschulen die offene Ganztagsschule. Nach einigen kleineren Anfangsproblemen fällt die erste Bilanz der Schulleiter positiv aus. Raum für Verbesserungen bleibt dennoch, das gilt besonders für die Alfons-Peter-Grundschule.

Peiting– Peter Schmid ist zufrieden. „Die offene Ganztagsschule ist bei uns gut angelaufen“, sagt der Schulleiter der Friedrich-Lentner-Schule. Insgesamt 46 Schüler nutzen an seiner Einrichtung das neue Angebot, welches mit Beginn dieses Schuljahrs an den beiden Peitinger Grundschulen eingeführt wurde. Für sie endet die Schule nicht mit dem Unterricht, sondern erst mit dem Ende der gebuchten Betreuungszeit. „Wir haben 26 Schüler in der kurzen Gruppe bis 14 Uhr und 19 Schüler in der langen Gruppe bis 16 Uhr“, so Schmid.

Ganz ohne Probleme lief der Start der offenen Ganztagsschule an der Lentner-Schule jedoch nicht ab. „Natürlich gab es zu Beginn einige Reibungspunkte“, blickt der Leiter zurück. Dabei ging es vor allem um den täglichen Ablauf. Sollten die Kinder vor dem Mittagessen Zeit für sich bekommen oder direkt nach dem Unterrichtsende zu Tisch? Wann ist die richtige Zeit für Hausaufgaben? Es habe ein bisschen gedauert, bis man die richtige Struktur gefunden habe. „Jetzt hat sich aber alles eingespielt.“

Dass die Umstellung von der reinen Mittagsbetreuung zur Ganztagsschule so gut gelaufen ist, macht Schmid auch an einem weiteren Punkt fest. „Wir haben das Glück, dass wir die richtigen Räume zur Verfügung haben“, erklärt der Schulleiter. Neben dem bereits vorhandenen Zimmer der bisherigen Mittagsbetreuung habe die Gemeinde einen weiteren Kellerraum ausgebaut. Außerdem könne man den Handarbeitsraum im Erdgeschoss für Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung nutzen. „Es ist wichtig, dass es feste Räume für die OGTS gibt“, betont Schmid.

Diese Meinung vertritt auch Erna Lindauer, doch an der Alfons-Peter-Grundschule, deren Rektorin sie ist, gestaltete sich die Lösung der Raumfrage deutlich komplizierter. Weil es an Platz im Schulhaus fehlte, musste die Essensausgabe in das Foyer des benachbarten Therese-Peter-Kindergartens verlegt werden. Die Gemeinde habe sich aber alle Mühe gegeben, um den Raum passend zu gestalten, sagt Lindauer. Gleiches gilt für das einzige freie Klassenzimmer, das für die OGTS zur Verfügung stand. Dies sei mit einem großen Sofa, Teppich und Regalen als Raumteiler ausgestattet worden. „Das ist richtig wohnlich geworden.“

Nur: Für die Betreuung der zwischen 36 und 42 Kinder, die von Montag bis Donnerstag in zwei kurzen und einer langen Gruppe betreut werden, reicht der Raum allein nicht aus. Für die Hausaufgaben weiche man deshalb auf weitere Klassenzimmer aus, das funktioniere mittlerweile ganz gut, berichtet Lindauer. Zudem stünde ein kleiner Raum zur Verfügung, der für Bastelarbeiten genutzt werden könne. „Wir haben uns so gut es geht arrangiert“, sagt die Schulleiterin. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe man mittlerweile eine funktionierende Struktur gefunden. Die Zusammenarbeit mit dem Träger laufe gut, man sei ständig im Gespräch. „Die Kinder kommen gerne und haben sich an die strukturierten Abläufe mit Hausaufgaben und Freispielzeiten gewöhnt.“ Seit man die Essensausgabe auf drei Gruppen aufgeteilt habe, laufe auch das Mittagessen zufriedenstellend ab. Mehr eigene Räume für die OGTS, das steht dennoch auf Lindauers Wunschliste ganz oben. „Eine bauliche Erweiterung wäre nach wie vor wünschenswert“, betont sie.

Ob diese in naher Zukunft kommt, steht derzeit noch nicht fest. Bei der Gemeinde will man sich alle Optionen offen halten und keine übereilten Entscheidungen treffen. „Wir wollen eine vernünftige und vor allem langfristige Lösung“, betont Bürgermeister Michael Asam. Das habe man der Schulleitung versprochen. „Aber das geht nicht von heute auf morgen.“ Kürzlich fand laut dem Rathauschef ein erster Termin mit einem Architekten statt, der nun Vorschläge entwickeln soll. „Die werden wir dann im Gemeinderat diskutieren.“

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