Hans Schleich kehrt in den PeitingerGemeinderat zurück

Peitinger Gemeinderat

Hans Schleich folgt auf Bernhard Huber

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Der tragische und überraschende Tod von Bernhard Huber hat nicht nur in der Marktgemeinde selbst, sondern auch am Peitinger Ratstisch eine große Lücke hinterlassen. Letztere schließen wird ein alter Bekannter. Schon in der nächsten Sitzung soll Hans Schleich als Nachrücker für die BVP vereidigt werden.

Peiting – Die Stimmung, sie war gedrückt zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung. Es war die erste Zusammenkunft des Gremiums nach dem überraschenden Tod von Bernhard Huber. Am Platz des BVP-Rats hatte man ein Foto des Verstorbenen aufgestellt, begleitet von weißen Rosen und zwei Kerzen. Mit einer Gedenkminute und einer persönlichen Ansprache würdigte Bürgermeister Michael Asam das verstorbene Gremiumsmitglied. Auch wenn Rathauschef und Räten nicht danach zumute war, hieß es anschließend, zur Tagesordnung überzugehen.

Zum Lauf der Dinge gehört auch, dass Hubers Platz am Ratstisch nicht auf ewig leer bleiben kann. Schon in der nächsten Sitzung am kommenden Dienstag soll sein Nachfolger vereidigt werden – und der ist in diesem Fall kein Unbekannter. Hans Schleich saß schon von 1996 bis 2014 für die Bürgervereinigung Peiting im Gemeinderat, war sogar ihr Fraktionsvorsitzender, bis der Birkländer bei der vergangenen Kommunalwahl den erneuten Sprung ins Gremium knapp verpasste. 1583 Stimmen entfielen damals auf ihn, knapp 200 weniger als auf Andreas Barnsteiner, der vor ihm als fünfter BVP-Rat ins Gremium einzog.

Als erster Nachrücker für die BVP stand Hans Schleich seitdem für den Fall der Fälle auf der Liste. Weil dieser jetzt eingetreten ist, bekam der 60-Jährige in der vergangenen Woche Post von der Gemeinde. Auch BVP-Fraktionschef Hermann Mödl fragte bei dem 60-Jährigen an, ob er bereit sei, Hubers Nachfolge anzutreten. Nach Rücksprache mit seiner Frau und seinen drei Kindern sagte der Landwirt zu. „Ich wollte nicht, dass es da ein langes Hin und Her gibt wie bei den Grünen. Wenn man kandidiert, dann gehört es sich auch, dass man für so einen Fall zur Verfügung steht“, erklärt Schleich. Er spielte damit auf das Ausscheiden des Grünen-Gemeinderats Thomas Brennauer an, der 2016 im Streit zurückgetreten war. Damals hatten vier Listennachrücker abgesagt, ehe schließlich Sylvia Ruhfass-Bückle die Vakanz füllte.

„Wir sind heilfroh, dass der Hans das macht“, sagt Mödl, der bereits in den vergangenen Monaten den Kontakt mit dem ehemaligen Gemeinderat gesucht hatte, um abzuklären, ob dieser bei einem etwaigen Rücktritt Hubers aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stehen würde. Schon damals habe Schleich seine Bereitschaft signalisiert, zu helfen, sagt Mödl.

In der letzten Woche wohnte Hans Schleich bereits der Fraktionssitzung bei. Während sich Schleich angesichts seiner langjährigen Erfahrung in der Kommunalpolitik schnell wieder an die Gremiumsarbeit gewöhnen dürfte, muss sich der Birkländer ansonsten erst einmal mit den Themen der vergangenen vier Jahre auseinandersetzen. Denn die Arbeit seiner früheren Kollegen habe er seit seinem Ausscheiden nur sporadisch verfolgt, gibt er zu. Über mögliche Schwerpunkte seiner Tätigkeit will der Landwirt deshalb noch nicht sprechen. Fest stehe nur, dass er natürlich die Interessen Birklands vertreten werde. Damit kann Schleich gleich am Dienstag beginnen: Die nächste Gemeinderatssitzung findet passenderweise in seinem Heimatdorf statt.

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