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Feierten mit (v.li): John Edward Schulz (Herzogsägmühle), Pfarrer Jost Herrmann (Asylkoordinator), Bürgermeister Michael Asam, Direktor Wilfried Knorr, die Architekten Fritz W einberger und Gabriele Anderl, Zimmerer Josef Schmölz, Gärtnermeister Werner Deuring, Michael Schmid (Herzogsägmühle) und Bauunternehmer Christian Ehrhard.

Herzogsägmühle

Haus für Asylbewerber bald fertig

Mit dem Richtfest für das Casa Verde in Herzogsägmühle nähern sich 21 Apartments für anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge der Fertigstellung. Ab November können auf zwei Etagen Menschen dauerhaft wohnen, die bisher in den Sammelunterkünften in der Region Schongau-Peiting untergebracht waren.

Herzogsägmühle – Nachdem 2016 klar wurde, dass eines der drängendsten Probleme im Rahmen der Flüchtlingshilfe der nachhaltige Wohnbau sein wird, hat Herzogsägmühle innerhalb kürzester Zeit zusammen mit dem Architekturbüro Plan3 Architekten sowohl die Planungen, die Finanzierung sowie die entsprechenden Genehmigungen realisiert, um so schnell wie möglich konkrete Wohnlösungen bereitstellen zu können.

„Es freut mich, dass hier aus Plänen Realitäten werden, und das gelingt nur, wenn viele gut miteinander arbeiten“, sagte Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmühle, kürzlich beim Richtfest. Auch Bürgermeister Michael Asam betonte seine Anerkennung für das Projekt. „Die Peitinger Bürger sind sehr dankbar dafür, dass Asylbewerber hier bald in ein neues Haus einziehen können“, war er sich sicher.

Architekt Fritz Weinberger verglich den Bau des Hauses mit dem ICE-Halt in Weilheim. „Wir legen mit dem Bau hier die gleiche Geschwindigkeit wie ein ICE an den Tag, mit dem Vorteil, dass das Ergebnis dann aber hier bleibt“, meinte er.

Besonders freut sich Herzogsägmühle über die enge Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Regierung von Oberbayern in der Finanzierung des Projektes. Die Evangelische Landeskirche hat den Neubau bezuschusst aus dem Sonderfonds „Herberge schaffen“, mit dem seit Mitte 2015 insbesondere viele Maßnahmen im Bereich der Nothilfe für geflüchtete Menschen und Migrationsarbeit in ganz Bayern unterstützt werden. Der Hauptteil der Finanzierung kommt jedoch aus dem sozialen Wohnungsbau, insbesondere der Wohnbauförderung, für deren schnelle Zuweisung eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern sehr geholfen habe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Herzogsägmühle engagiert sich intensiv in der Hilfe für geflüchtete Menschen im Rahmen eines integrierten Konzeptes zur Flüchtlingshilfe. Mit unterschiedlichen Kooperationspartnern werden von der Gemeinschaftsunterkunft über Projekte wie Sprachkurse, Berufsschulklassen, Beschäftigung und berufliche Qualifizierung, dem Jugendmigrationsdienst in Landsberg und der Ehrenamtskoordination im Landkreis Weilheim-Schongau in Herzogsägmühle jetzt auch dauerhafter Wohnbau für anerkannte Asylbewerber und geflüchtete Menschen angeboten. (sn)

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