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Das neue alte Salettl in Herzogsägmühle ist fast am alten Platz wieder aufgebaut worden.

Herzogsägmühle

Hausmeisterei baut Salettl von Herzogsägmühle wieder auf

Zum Wegwerfen war der Hausmeisterei der Herzogsägmühle das Bauholz des Salettl der guten Substanz wegen zu schade, als das kleine schmucke Veranstaltungsgebäude beim Dorfplatz vor Jahren abgetragen werden musste. Jetzt ist es wieder aufgebaut worden.

Herzogsägmühle – Vor Jahren ist auf der Stelle des ehemaligen Salettl im Rahmen des Lindenhof-Komplexes ein Wohn-Neubau hochgezogen worden. „Fortan galt die Parole: Holz aufbewahren, gut lagern, und das Salettl irgendwann einmal an anderer Stelle wieder aufbauen“, wie Dirk Sebisch sagt, eine der treibenden Kräfte der Herzogsägmühler Hausmeisterei.

Das ist jetzt geschehen. Auf diese Weise hat die bewegte Geschichte dieses traditionsreichen Gebäudes wohl ein gutes Ende mit einem gänzlich neuen Verwendungszweck gefunden. Und das auch noch unweit des Ursprungs-Standortes des Salettl beim alten Gasthaus, der Herberge an der Peitnach in Herzogsägmühle.

Dort war als Folge des heftigen Peitnach-Hochwassers ein Brücken-Neubau entstanden, dem, man schrieb damals das Jahr 1986, das Salettl weichen musste. Es war gegenüber der Decker-Halle wieder aufgebaut worden, diente in der Folgezeit bis in die 2010er Jahre als Versammlungs- und Kinoraum und war gelegentlich auch Schauplatz kleiner Konzerte mit Solo-Künstlern. Kinoraum übrigens nicht nur für Besucher-Gruppen, die dort den Herzogsägmühle-Film gezeigt bekamen, sondern auch für richtige Kino-Filme. Cinemaskopische Vorführungen finden heute bekanntlich im Untergeschoss des Mühlenmarktes statt.

ie treibenden Kräfte: Konrad „Conny“ Hofmann (links) und Dirk Sebisch vor altem Salettl-Holz.

Nachdem das Salettl dem Wohnungsbau hatte weichen müssen, machte die Hausmeisterei das Vorhaben Wiederaufbau zu ihrem Eigenprojekt. Eine Baufirma erledigte die einschlägigen Arbeiten wie die Fertigung der Bodenplatte und anderes mehr, dann packten Konrad „Conny“ Hofmann und Dirk Sebisch an. Letztgenanntem vor allem ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Mit anderen Freizeit-Helfern wurde angepackt, um das nun allerdings abgespeckte Salettl zu realisieren.

Was fehlt ist jetzt nur noch die Galerie. Hineinkommen sollen in das Gebäude unter anderem Kicker, Tischtennis, Dart sowie ein Fahrrad-Abstellraum. Laut „Conny“ Hofmann gab es keine Probleme mit der Baugenehmigung durch die Marktgemeinde Peiting. Er beziffert die Baukosten auf etwa 10 000 bis 15 000 Euro.

Rüdiger Matt

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