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Großer Andrang herrscht derzeit bei der Obstpresse in Peiting. Es werden deshalb noch Helfer gesucht.

In Peiting

Obstpresse braucht dringend Verstärkung

Seit Ende August wird in der Peitinger Kelterei unter der Regie von Richard Socher und seinem Team wieder fleißig Obst gepresst. Jetzt werden dringend Helfer gesucht. 

Peiting – Gerade in der heutigen Zeit, in der sich immer mehr bewusster gesund ernähren wollen, bringen viele Gartler – auch von auswärts – gerne ihre Äpfel und Birnen hierher. Im Mosthäusle können sie den Pressvorgang selbst mit verfolgen und anschließend den eigenen Saft mit nach Hause nehmen.

Durch den starken Sturm war der Andrang in der ersten Woche schon ziemlich stark. Leider ist die Mannschaft durch Urlaub und Krankheit derzeit dezimiert. Helfer werden dringend gesucht, damit der Betrieb nicht eingeschränkt werden muss. Willkommen ist jede Hilfe, auch stundenweise. Interessenten können sich direkt bei der Obstverwertungsstelle an der Bahnhofstraße gegenüber dem Feuerwehrhaus melden. Ebenso bei Richard Socher (Telefon 08861/6105) oder Vorstand Thomas Leinauer (Telefon 08861/6327).

Es wäre schade, wenn der Betrieb eingeschränkt werden müsste. Hat das Obstpressen doch eine lange Tradition in der ehemaligen Bergwerksgemeinde.

Als es in Peiting noch2800 Apfelbäume gab

Die erste Obst- und Beerenpresse, die noch mit Handbetrieb bedient wurde, erwarb der Verein 1931. Eigene Süßmostkurse wurden abgehalten. Allein 1951 nahmen daran 215 Interessenten teil. Im gleichem Jahr wurde auch das Obstpresshaus an der Bahnhofstraße errichtet. Die Marktgemeinde Peiting stellte den Grund zur Verfügung, der Bau und die Ausstattung sind dann durch Gemeinschaftsarbeit und Anteilscheine der Mitglieder finanziert worden.

Interessant war die Statistik aus dem Jahre 1938 vom Landesamt für Ernährung bei der Obstbaumzählung. Damals wurden in Peiting 2800 Apfelbäume, 700 Birnbäume, 600 Zwetschgen- und Pflaumenbäume sowie 2500 Stachelbeersträucher und 8.500 Johannisbeersträucher registriert.

Auch wenn heute keine Zählungen mehr stattfinden, so ist doch erfreulich, dass wieder vermehrt heimische Obstgehölze in den Peitinger Gärten gepflanzt werden. So bleibt zu hoffen, dass das Mostobst auch weiterhin in der Marktgemeinde uneingeschränkt zu kostbarem Saft gepresst werden kann.

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