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Bezirkstagspräsident Josef Mederer hat die Bezirksmedaille an Josefa Schmid aus Peiting verliehen.

Herausragendes für die Allgemeinheit geleistet

Bezirksmedaille für Josefa Schmid

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Peiting - Josefa Schmid ist die gute Seele der Marktgemeinde Peiting. Nun ist sie für ihr Engagement ausgezeichnet worden. Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille.

Es gibt sie noch, die Menschen, die nicht nur auf sich selbst schauen. Denen das Wohl der anderen viel bedeutet, und denen selbst das Geben Kraft gibt. Einer dieser Menschen ist Josefa Schmid, die in Peiting zuhause ist. Für ihrer jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit hat sie nun eine besondere Auszeichnung bekommen. Zusammen mit einigen anderen Auserwählten durfte sie sich die Medaille des Bezirks abholen.

In seiner Begrüßungs-Rede betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer, dass das ehrenamtliche Engagement eine tragende Säule der Gesellschaft sei. Er verwies darauf, dass der demografische Wandel, aber auch die Globalisierung der Gesellschaft, diese vor neue Herausforderungen stelle, die sich ohne die aktive Mitwirkung der Bürger nicht bewältigen lassen.

Mederer wandte sich auch direkt an die Geehrten: „Wir brauchen in unserer Gesellschaft Vorbilder, Vorbilder wie Sie. Sie zeigen mit Ihren Lebensentwürfen, dass man sich nicht nur blind durchs Leben treiben lassen muss, sondern dass es möglich ist, anzupacken und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“ Das Tun dieser Vorbilder solle öffentlich werden, „damit sich möglichst viele Nachahmer finden“, so Mederer.

Eines dieser Vorbilder ist Josefa Schmid. „Ehrenamt und Bereicherung – passt das zusammen?“, fragte Mederer in seiner Laudatio. Die Frage ist, was man unter „Bereicherung“ versteht: Bei der Medaillenträgerin passe es sogar sehr gut zusammen, „denn Josefa Schmid ist eine echte Bereicherung für ihre Umwelt“.

Bereichernd sei sie für das Gemeindeleben: Sie trage wesentlich dazu bei, dass sich ältere und benachteiligte Menschen in der Gemeinde Peiting wohl fühlen und dabei ein großes Stück an Lebensfreude gewinnen. „Sucht man nach einem Lebensmotto, trifft gerade dieses Wort ,Lebensfreude‘ auf Sie hervorragend zu: Sie strahlen selbst Lebensfreude aus und schenken diese mit vollen Händen an andere weiter“, lobte der Bezirkstagspräsident.

Ein anderer Begriff, der auf Schmid zutreffe, sei „Feuerwehr“. „Sie sind eine Feuerwehr in Peiting! Warum? Einfach deshalb, weil Sie im übertragenen Sinne immer dann zur Stelle sind, wenn’s irgendwo brennt und uneigennützig helfen, anpacken, etwas zum Guten wenden.“

Aber auch ein „Zusammenbringer“: Immerhin sei Schmid ein Mensch, der es schafft, sofort Kontakt mit anderen zu knüpfen und leicht unterschiedlichste Menschen zusammen bringt. „Dies ist eine wunderbare Gabe! Es freut mich sehr, wie segensreich Sie diese Gabe einsetzen“, sagte Mederer. Andernorts werde viel geredet über die Integration von Menschen mit Behinderung, von Inklusion, von Abbau von Barrieren, bei Josefa Schmid brauche es keine Fremdworte: „Sie hat ein großes Herz, und was man als gelebte Inklusion bezeichnen könnte, ist bei ihr ganz einfach: Eine Selbstverständlichkeit.“

Zur Selbstverständlichkeit gehöre auch Beständigkeit. „Es sind fast drei Jahrzehnte, dass Frau Schmid selbstverständlich mit vielen Teilnehmerinnen Palmbuschen und -beserl bastelt und den Erlös sozialen und caritativen Einrichtungen spendet. Und ebenso lange organisiert sie zweimal pro Jahr Seniorenausflugsfahrten.“ Zwei Jahrzehnte lang führt sie alle zwei Wochen Spiele- und Kaffeenachmittage für Senioren durch. Hierzu werden auch viele alleinstehende ältere Menschen von zuhause abgeholt, damit sie in Gemeinschaft sind und aus ihrer häuslichen Isolation herauskommen.

Im Anschluss konnte Mederer Josefa Schmid ihre wohlverdiente Ehrung überreichen. „Für uns sind Sie ein Vorbild, und wir als Bezirk Oberbayern würden uns wünschen, wenn viele Menschen Ihr Tun und Ihre Lebenseinstellung kennenlernen und Ihnen nacheifern“, betonte er.

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