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Der Spatenstich für das neue Förderzentrum in Herzogsägmühle ist vollbracht. Das freute vor allem Fachbereichsleiterin Ruth Connolly (6.v.l.) und Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr (3.v.r.).

Einweihung im Herbst 2021

5,4-Millionen-Euro-Projekt: Spatenstich für Förderzentrums-Neubau in Herzogsägmühle

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Es ist ein Millionenprojekt, für das jetzt in Herzogsägmühle der Spatenstich stattfand: Die Innere Mission München baut im Diakoniedorf ein neues Förderzentrum für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung. Es soll die bestehende Einrichtung ersetzen, deren Betriebserlaubnis abläuft.

Herzogsägmühle – Zum Spatenstich in der vergangenen Woche waren Bewohner des bisherigen Förderzentrum, deren Betreuer, sowie Vertreter des Bezirkes Oberbayern, die Architekten und die Geschäftsführung der Diakonie Herzogsägmühle geladen.

Noch vor zwei Jahren habe niemand gedacht, dass das bestehende Förderzentrum ersetzt werden müsste, erklärte Fachbereichsleiterin Ruth Connolly in ihrem Grußwort vor den geladenen Gästen. „Durch das neue Pflege-Wohnqualitäts-Gesetz entspricht das Förderzentrum aber plötzlich nicht mehr den rechtlichen Vorgaben“, führte Connolly aus. Über das Problem hatte die Heimatzeitung bereits vor einem Jahr berichtet. Viele der 39 Zimmer der bestehenden Einrichtung, die erst gut 20 Jahre alt ist, sind dem Berechnungsschema nach zu klein, oder verfügen nicht über einen direkten Zugang zu einer Nasszelle. Die Fach- und Qualitätsaufsicht der Regierung von Oberbayern untersagt darum die Nutzung des Förderzentrums für den bisherigen Personenkreis über das Jahr 2024 hinaus.

Also mussten sich die Verantwortlichen der Diakonie Herzogsägmühle, die die Betreiberin des Förderzentrums ist, eine Lösung einfallen lassen. Vor den Sommerferien 2018 genehmigte der Peitinger Gemeinderat einstimmig die Aufstellung des nötigen Bebauungsplans für das Neubauprojekt, das in unmittelbarer Nähe des bestehenden Förderzentrums entsteht. Schließlich segnete die Regierung von Oberbayern das fachliche Konzept ab, ein wichtiger Schritt, denn für die Umsetzung des Millionenprojekts ist man in Herzogsägmühle auf Fördergelder angewiesen.

Die Baukosten für den Neubau betragen 5,4 Millionen Euro, rund 3,1 Millionen Euro schießt die Regierung von Oberbayern zu, der Bezirk Oberbayern steuert rund 500 000 Euro bei, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Bayern gut 93 000 Euro. Der restliche Betrag wird aus Eigenmitteln gestemmt.

Zusätzlich zum neuen Haus im Dorf selbst ist ein weiterer Neubau in Weilheim geplant. Beide Häuser sollen jeweils 24 Plätze bereitstellen – was neun Wohneinheiten zusätzlich bedeutet. „Diese Plätze sind sehr begehrt“, erklärte Ruth Connolly. „Wir haben immer eine Warteliste und viele Anfragende müssen mehrere Jahre warten, bis wir einen Platz anbieten können.“ Das soll sich durch die beiden Häuser nun ändern.

Dass für das bisherige Förderzentrum bereits eine interne Nachnutzung geplant ist, verriet Geschäftsführer Wilfried Knorr beim Spatenstich den Anwesenden. Die ständige Raumnot der Diakonie Herzogsägmühle könne dadurch etwas gelindert werden. Wie Connolly betonte, werde das neue Gebäude „ansprechend, funktionell und pflegeleicht“ sein, zum Wohl der künftigen Bewohner.

Bis sie einziehen können, wird es aber noch eine Weile dauern. Die Einweihung des neuen Förderzentrums wird voraussichtlich im Herbst 2021 gefeiert.

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