Bauvorhaben der Herzogsägmühle

Neue Großküche für fünf Millionen Euro

Fünf Millionen Euro investiert Herzogsägmühle in eine neue Großküche. Der Peitinger Marktrat segnete das Bauvorhaben nun ab.

PeitingNötig geworden ist die Küchen-Investition von Herzogsägmühle aufgrund von logistischen Problemen und Hygiene-Auflagen. Die neue Zentralküche entsteht auf dem Grundstück hinter dem Mühlenmarkt. Schlicht und zweckmäßig präsentiert sich das neue Gebäude auf der vom Architekturbüro „plan3architekten“ aus Schongau gezeigten Visualisierung.

Mit einer Holzlamellenverkleidung fügt es sich harmonisch in die Umgebung ein. Als „karg, aber sehr aufwändig“ beschreibt Architekt Fritz Weinberger die Fassadenkonstruktion, die durch überhöhte Fertigteilbinder ohne Stützpfeiler auskommt. Die Metallaußenwände erhalten durch die Holzlamellen eine Isolierschicht, die gleichzeitig zur Kühlung dient. Das flach geneigte Dach erhält eine Kiesschicht zur Isolierung.

Zudem bietet das sechs Meter hohe, 48 Meter lange und 26 Meter breite Gebäude ausreichend Platz, damit sämtliche Abläufe in der Zentralküche, die bislang im alten Gebäude auf mehrere Stockwerke verteilt waren, nun auf einer Ebene stattfinden können. Aber nicht nur Platzgründe, sondern auch gestiegene hygienische Auflagen und höhere Kapazitätsanforderungen machten den Neubau als Ersatz für die im Jahr 1988 erbaute Küche notwendig.

Die Küche, die zudem Arbeitsplätze für rund 35 Mitarbeiter bietet, versorgt nicht nur mehrere große Häuser am Ort, sondern auch die Peitinger Werkstätten, Schulen und Kindergärten mit frisch gekochtem Essen. Bis zu 1200 Mahlzeiten verlassen laut Architekt Weinberger täglich die Zentralküche. Die neu geplanten Hygienewege wurden bereits vom Landratsamt abgesegnet.

Seinen Segen erteilte auch der Peitinger Marktrat dem Projekt. Auch wenn Gemeinderat Andreas Barnsteiner fand: „Das ist zweckmäßig, aber nicht schön, in meinen Augen.“ Hermann Mödl wollte wissen, was mit dem alten Küchengebäude nach dem Umzug der Zentralküche passiert. Auch dafür gibt es laut Fritz Weinberger schon einen Plan: Das Gebäude soll künftig Büroflächen sowie die Briefmarkengruppe beherbergen.

Ursula Fröhlich

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