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Verlängerter Testlauf: Ob die geänderte Vorfahrtsregelung in der Peitinger Ortsmitte dauerhaft beibehalten wird, entscheidet sich erst im nächsten Jahr.

In der Peitinger Ortsmitte

Hirschvogeleck: Entscheidung erst 2019

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Wie geht es weiter mit der Verkehrsführung am Hirschvogeleck in der Peitinger Ortsmitte? Um diese Frage ist es zuletzt ruhig geworden. Dabei sollte es darauf eigentlich längst eine Antwort geben.

Peiting – Seit mittlerweile eineinhalb Jahren wird die neue Vorfahrtsregelung erprobt, die zwölf angekündigten Testmonate sind somit lange vorüber. Doch eine Entscheidung in der wichtigen Angelegenheit wird erst im kommenden Jahr fallen, wie jetzt im Gemeinderat bekannt wurde.

Schon im April hatte Bürgermeister Michael Asam mitgeteilt, dass sich die einjährige Testphase verlängern werde. Als Grund nannte er damals die mehrwöchige Sperrung der Mühlkanalbrücke zwischen Peiting und Schongau, die den Verkehrsfluss innerorts stark beeinflusse, was eine aussagekräftige Verkehrszählung unmöglich mache. Zu diesem Zeitpunkt ging der Rathauschef noch davon aus, dass die Untersuchung bis nach der Sommerpause vorliegen würde. Doch das erwies sich als Trugschluss.

Wie Asam jetzt auf Nachfrage der Heimatzeitung mitteilte, werde die ausstehende Verkehrszählung nun erst im kommenden Jahr durchgeführt. Denn nicht nur die Mühlkanalbrücke, sondern auch weitere Baustellen wie etwa die mehrwöchige Sanierung der Peitinger Umgehung hätten in den vergangenen Monaten große Auswirkungen auf den Verkehr in der Marktgemeinde gehabt. Das beauftragte Ingenieurbüro sei zwei Mal vor Ort gewesen, habe aber angesichts der Baustellen keine Zählung durchgeführt, so Asam. Einzig im August wäre diese möglich gewesen, allerdings mache eine Erhebung in den Ferien keinen Sinn.

Doch verlässliche Zahlen sind wichtig, schließlich will der Gemeinderat bei der Frage, ob die neue Vorfahrtsregelung dauerhaft Bestand haben soll, nicht aus dem Bauch heraus entscheiden. Denn so gut die geänderte Verkehrsführung auch mittlerweile angenommen wird, ganz unumstritten ist sie nicht. So hatten sich im August vergangenen Jahres Anwohner der Meierstraße und der Füssener Straße in einem Protestbrief an die Gemeinde gewandt und sich darin über die Zunahme des Verkehrs vor ihrer Haustür beklagt. Gerade die Meierstraße werde man in diesem Zusammenhang gesondert beurteilen, kündigt Asam an. „Das ist an der Grenze des Zumutbaren.“

Bis dahin bleibt erst einmal alles, wie es ist. Damit sich auch weiter jeder an die temporäre Regelung hält, werden demnächst die arg strapazierten Markierungen erneuert. Asam: „Die sind bestellt.“

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