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Der Hochwasserschutz der Peitnach wurde im Peitinger Gemeinderat diskutiert. Wie genau, das ist noch nicht raus.

Marktgemeinderat Peiting

Für Jahrhunderthochwasser rüsten

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Peiting - Nur etwa alle 100 Jahre passiert ein Jahrhunderthochwasser. Und dann heißt es Land unter. Doch wie kann Peiting so gut wie möglich geschützt werden? Hierzu hat Frank Steinbacher von einem Ingenieurbüro den Gemeinderäten mögliche Konzepte vorgestellt.

Intensiv haben Frank Steinbacher und seinen Kollegen das Peitinger Gemeindegebiet unter die Lupe genommen. Das Konzept zum Hochwasserschutz umfasst ein Einzugsgebiet von 23,5 Quadratkilometern. Die Peitnach hat sechs Nebenflüsse – eigentlich ein ruhiges Gewässer. Doch die Sorge vor Hochwasserschäden bei einer eventuellen Naturkatastrophe ist groß. Etwa 22,5 Kubikmeter Wasser je Sekunde müssen dann bei der Peitnach abgeleitet werden. Momentan könnten maximal 14 Kubikmeter pro Sekunde schadlos abfließen. Innerorts würde das Wasser sich über die Bachstraße ausbreiten und sich weithin verteilen, zeigt eine Simulation. „Entlang der Peitnach sind 27 Hauptgebäude (Wohnhäuser) und 33 Nebengebäude (Stadel) betroffen“, so Steinbacher.

Maßnahmen innerorts oder ein Rückhaltebecken

Zwei Varianten könnte sich der Ingenieur vorstellen. Entweder ein Rückhaltebecken südlich von Kurzenried oder innerörtlicher Ausbau mit Mauern. „Mir schwebt ein Rückhaltebecken zwischen Deutensee und Lamprecht vor“, so Andreas Barnsteiner. Er selbst habe dort Viehweiden. „Da ist Wasser da, das ist enorm.“ Auch die Verschlammung des Grubsees sei ein Problem. Steinbacher plädierte allerdings für eine zentrale Lösung. „Die ist besser als viele Becken. Außerdem: Je näher ein Becken am Ort ist, desto wirksamer.“ Im Industriegebiet Süd denken die Fachleute – je nach Versickerungsfähigkeit des Bodens – an eine Eindeichung, um das Wasser vom Wohngebiet fernzuhalten.

Ein bisschen humorig nahm Marktbaumeister Jochen Rohrmoser die Diskussion auf, bei der von Seiten des Gremiums viel gefragt wurde: „Wir sehen jetzt vielleicht den Mauerwerksbau und Brückenerhebung im Ort und die Ostsee im Süden.“ Fakt sei aber, „dass es so, wie es jetzt ist, nicht bleiben kann“.

Auch Ortsentwicklung berücksichtigen

Würde das Wasser vor dem Ort zurückgehalten, brauche es innerörtlich weniger Maßnahmen, betonte Steinbacher. „Man muss auch die Ortsentwicklung im Blick behalten. Die wird von einer Mauer natürlich schon beeinflusst“, so der Experte weiter.

In der Vergangenheit schwelgte Michael Deibler: „Die Peitnach begleitet mich mein ganzes Leben. Sie bietet durchaus auch für den Tourismus Möglichkeiten, die wir nutzen können.“ In den 60er/70er Jahren habe es oft Hochwasser gegeben. Anfang der 70er wurde die Peitnach dann laut Deibler umgestaltet. Der Bereich vom Gasthof Dragoner bis zu Brücke an der Ammergauer Straße sein das größte Problem. „Umgekehrt ist es vom Rathaus bis zum Gumpen. Da steht das Wasser oft und beginnt zu riechen“,so Deibler weiter. Er schlug deshalb eine Begradigung vor. Alles gestalterische Maßnahmen, die im Rahmen des Gewässerentwicklungskonzepts und des Hochwasserschutzes mit einbezogen werden könnten, antwortete Steinbacher.

1,25 Millionen Euro für Rückhaltebecken

Sowohl die Planungen und die Umsetzung werden staatlich gefördert. Wird ein Regenrückhaltebecken realisiert könnten 220 000 Kubikmeter Wasser abgefangen werden und der Abfluss der Peitnach bei Starkregen auf neun Kubikmeter je Sekunde gedrosselt werden. Rund 1,25 Millionen Euro würde so ein Becken kosten

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