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So geht’s: Musiklehrerin Daniela Schnackenberg (2.v.l.) zeigt, wie man eine Querflöte richtig hält. 

Infotag in Peiting

Musik, die Spaß macht

Braves Geigenmädchen oder doch lieber coole Schlagzeugerin? Beim Infotag der Peitinger Musiklehrer in der Alfons-Peter-Grundschule konnten die Kinder nach Herzenslust Instrumente ausprobieren.

Peiting– Zwischendurch gab es Hörproben von den Musikschülern. „Schlagzeug ist besonders gefragt“, lachte Andreas Fuchs, Koordinator der Peitinger Musiklehrer. Aber auch das klassische Einstiegsinstrument Blockflöte steht bei den Kindern nach wie vor hoch im Kurs.

Posaune, Trompete, Flügelhorn, Bariton, Horn, Violine, Gitarre, E-Bass, Kontrabass, Akkordeon, Keyboard, Melodica, Klavier, Klarinette, Saxophon, Oboe und Schlagzeug stehen auf der Angebotsliste. Wer sich in einem Ensemble unverzichtbar machen möchte, lernt am besten ein tiefes Blech, wie Posaune oder Tenorhorn. Die fehlen laut Andreas Fuchs im Augenblick in den örtlichen Blaskapellen. Wobei besonders die Posaune auch in einer Big Band oder philharmonischen Besetzung gefragt ist.

Rund 250 Musikschüler werden derzeit in Peiting unterrichtet. Der Förderverein Musik in Peiting legt dabei Wert darauf, die Freude am Gelernten zu fördern und unterstützt die Ensemble-Arbeit, die für die Musikschüler kostenlos ist, wie Hans Piehler, Vorsitzender des Fördervereins erläuterte.

Um das Interesse am Erlernen eines Instruments zu fördern, bietet der Förderverein mit den Peitinger Grundschulen Blockflötenunterricht und Bläser AGs an. Zwei Kurse an der Alfons-Peter-Grundschule und einer an der Joseph-Friedrich-Lentner-Grundschule finden derzeit statt, sagt Flöten-Lehrerin Daniela Schnackenberg.

Relativ neu im Angebot ist das Eltern-Kind-Singen, an dem etwa sieben Kinder im Alter von ein bis vier Jahren mit ihren Müttern teilnehmen, wo aber auch Väter, Tanten oder Geschwister willkommen sind. „Die Kinder finden es supertoll“, weiß Musiklehrerin Karin Oswald. Nicht nur, dass mit volkstümlichen und Bewegungsliedern das Singen in Familien und Musikalität gefördert wird, die Kinder erwerben soziale Kompetenzen, üben die Koordination von Auge und Hand und erhalten eine spielerische Sprachförderung.

Spielerisch geht es auch in der musikalischen Früherziehung zu. 35 Kinder werden in vier Gruppen unterrichtet, lernen mit dem Glockenspiel eine Oktave, erhalten Instrumentenkunde und machen neben Singen auch Tänze und Kreisspiele. „Es gehört auch eine kleine Hausaufgabe dazu“, so Musiklehrerin Martina Kölbl. Zudem ist Früherziehung eine Grundlage für ein späteres Instrument.

Dass Interesse an den Instrumenten da war, zeigten die zahlreichen Besucher. Aus den Klassenzimmern klimperte, tutete und trommelte es, was das Zeug hielt. Und die Musiklehrer erklärten geduldig die Instrumente. Und dass Musik richtig Spass macht, zeigt die junge Musikschüler-Formation „Kind of Black“, die bei der Musiknacht zu hören war und auch für das Bürgerfest gebucht ist. Wer sich für den Musikunterricht interessiert, sollte auch nicht das Jahresvorspiel am 12. Juli um 18 Uhr im Peitinger Sparkassensaal verpassen.

Ursula Fröhlich

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