Die Firma Gaplast in Peiting ist ein international erfolgreicher Entwickler und Hersteller von Packmitteln, unter anderem für die Pharmazie- und Medizinbranche.
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Die Firma Gaplast in Peiting ist ein international erfolgreicher Entwickler und Hersteller von Packmitteln, unter anderem für die Pharmazie- und Medizinbranche.

Serie der Heimatzeitung

Gaplast: Intelligent und effizient verarbeiteter Kunststoff

Die Namen der Unternehmen in der Region sind vielen Bürgern ein Begriff. Doch bei der Frage, womit die Firmen eigentlich genau ihr Geld verdienen, hört das Wissen oft schnell auf. In unserer Serie wollen wir deshalb einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Produkte vorstellen, die für den Erfolg der Unternehmen stehen. Heute: Gaplast aus Peiting.

Peiting – Für die Marktgemeinde Peiting war es ein Glücksfall, dass die Gaplast GmbH mit Stammsitz in Saulgrub-Altenau im Jahr 2012 ein weiteres großes Produktionswerk im Südosten von Peiting errichtete. Der international erfolgreiche Entwickler und Hersteller systemrelevanter Packmittel mit vielen Patenten ist ein stabiler Faktor im Wirtschaftsleben der Region.

Ohne intelligent und effizient verarbeiteten Kunststoff ist der Alltag in der Pharmazie- und Medizinbranche nicht möglich, unabdingbar für die Konsumenten. Das hat die Pandemie deutlich gezeigt mit dem größeren Bedarf an Artikeln für die Hygiene wie Desinfektionsmittel. Gaplast-Produkte finden aktuell auch Anwendung in der Diagnostik der Covid-19-Erkrankung.

Die Wurzeln des Kunststoffherstellers liegen im Jahr 1969, als die Firma innerhalb der Garmisch-Partenkirchner Geiger-Gruppe gegründet wurde. Ein Meilenstein war das Jahr 1989: Der gelernte Kunststoff-Ingenieur Roland Kneer übernahm im Rahmen eines „Management-Buy-out“ die Firmenleitung.

Gaplast expandiert in Peiting

Was damals mit rund 50 Mitarbeitern begann, ist heute ein prosperierender Wirtschaftsbetrieb mit knapp 300 Beschäftigten. Das gesunde, familiengeführte Unternehmen expandiert Dank des festen Zusammenhalts der Mitarbeiter und der treuen und langjährigen Kunden weiter. So werden derzeit in zwei im Bau befindlichen Hallen in Peiting neue Produktionsflächen und Arbeitsplätze geschaffen.

„Als spezialisierter Anbieter verfolgen wir Dank innovativer Lösungen eine erfolgreiche Nischenstrategie“, betont Seniorchef Roland Kneer. Man habe sich einen guten Ruf erworben durch die Entwicklung und Produktion von Packmitteln und Applikationen mit deutlichem Mehrwert für Kunden und Verbraucher wie leichtere Anwendung, weniger Restmenge und längere Haltbarkeit.

Viele renommierte Kunden

Gaplast zählt zu seinen Kunden renommierte Branchengrößen wie Boehringer, Hermes, Novartis, Ratiopharm, L´Oreal, Weleda und Roche. Ein starkes Standbein hat man sich auch als Lieferant von Packmitteln für die Flächendesinfektion geschaffen, unter anderem für einen weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der industriellen Reinigung und Hygiene für Hotels, Restaurants, Lebensmittelherstellern und Krankenhäusern.

Neben Kunden aus der Pharmazie- und Medizinbranche ist Gaplast stolz auf den bestehenden und andauernd wachsenden Kundenkreis im Bereich der Naturkosmetik und anderen nachhaltigen Produkten. Ein hoch geschätzter Kunde ist unter anderem die Firma Ringana, der größte Naturkosmetikhersteller Österreichs.

Dass man bei Gaplast den Nachhaltigkeitsgedanken facettenreich verinnerlicht, konnten die Besucher beim Tag der offenen Tür zur Eröffnung des Werks im Jahr 2012 schon feststellen. Dieser ist im Unternehmen zentral und eine Herzensangelegenheit: Intelligentes, durchdachtes, energetisch effizientes Werk, Produktion mit Ökostrom durch thermische Grundwassernutzung mit Energieeinsparung, Optimierung von Verpackungen und Applikationen. Die Produktion erfolgt zu Teilen mit recycelten Materialien (Post Consumer Recycling) sowie mit biobasiertem Material.

Erfreulich ist auch nicht nur die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte in neun Ausbildungsberufen: Dank betrieblicher Unterstützung hat Gaplast eine hohe Weiterbildungsquote und gesunde Mitarbeiterbindung ans Unternehmen. Der Bedarf an Fachkräften ist hoch, motivierte Interessenten sind daher eingeladen, sich auf der Webseite zu informieren, auf Stellen zu bewerben oder eine Initiativbewerbung zu schicken.

VON GERHARD HEISS

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