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Kurz vor dem Abschluss stehen die Bauarbeiten an der Peitinger Jägerstraße. Es ist neu asphaltiert. Die Sperrung der Straße ist aufgehoben.

Bauarbeiten sind abgeschlossen

Jägerstraße in Peiting: Das Holpern hat ein Ende

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Zehn Monate war ein Abschnitt der Jägerstraße in Peiting gesperrt, für die Anwohner mit dem Auto zeitweise nur schwer befahrbar. Jetzt ist endgültig asphaltiert, die Riesenbaustelle steht kurz vor dem Abschluss.

Peiting – So mancher Anwohner der Peitinger Jägerstraße hatte sich bisweilen einen Geländewagen auf die Einkaufsliste gesetzt, um es über die Erdlöcherpiste bis zum eigenen Haus zu schaffen. Das Warten hat sich gelohnt: Nach fast einem Jahr sind Leitungen, Rohre und Anschlüsse erneuert und der Belag ist neu asphaltiert.

Dass sich die Arbeiten in die Länge gezogen haben, liegt laut Gerhard Habersetzer, Abteilung Tiefbau im Bauamt Peiting, daran, dass die Firma später begonnen hat. Statt im Mai, ging es erst im September los, was dann wiederum die Geduld der Anwohner ganz schön strapaziert hat. Offiziell steht das Projekt erst kurz vor dem Abschluss, eine Abnahme soll demnächst erfolgen.

Dann soll sich auch herausstellen, was die Bauarbeiten unter dem Strich kosten werden. Veranschlagt worden war das Projekt zunächst mit 615 000 Euro. Die Anwohner werden hierfür nicht zu Kasse gebeten. Von ihnen müssen lediglich die neuen Hausanschlüsse des Stromanbieters LEW und die Abwasserleitungen innerhalb des eigenen Grundstücks bezahlt werden.

Dabei handelt es sich um nur einen Punkt, der bei der Maßnahme abgearbeitet worden ist: Die Firma LEW hat unterirdisch neue Stromleitungen verlegt, da die antik anmutenden Dachständer von den Wohnhäusern in absehbarer Zeit abgebaut werden sollen. Geschehen ist dies im Zuge der eigentlichen Baumaßnahme, bei der die gesamte Wasserleitung auf einer Länge von 400 Metern sowie alle Kanal-Hausanschlüsse und Wasserleitungs-Hausanschlüsse erneuert worden sind.

Auch die Straßenbeleuchtung hat die Marktgemeinde Peiting im Zuge der Bauarbeiten erneuert. So wurden sieben neue Masten aufgestellt und für die Versorgung eine Erdkabelleitung verlegt. Diese ersetzt die abgebaute Oberleitung.

Leitungen für Glasfaser mitverlegt

Auch eine Speedpipe-Leitung wurde auf der gesamten Straßenlänge verlegt. Wie bereits berichtet, bereitet die Gemeinde den Ort so Zug um Zug für schnelles Internet vor. Wird eine Straße saniert werden diese Leitungen verlegt, über die externe Netzbetreiber irgendwann per Glasfaserleitung schnelles Internet für die Anwohner anbieten können.

„Mit den Anbietern nehmen wir aber erst Kontakt auf, wenn mehr Leitungen im Ort verlegt sind“, erklärt Hauptamtsleiter Stefan Kort. Schließlich möchte man mit einem flächendeckenden Netz aufwarten können.

Übrigens: Dass im Zuge des Ausbaus keine Einfassungen wie Bordsteine verbaut worden sind, ist beabsichtigt. „Sonst wären wir schon fast wieder beim Vollausbau“, schildert Gerhard Habersetzer. Und dann müssten die Anlieger finanziell herangezogen werden, was jetzt nicht der Fall ist. Stattdessen hat man den Straßenrand mit Schottermaterial aufgefüllt. So kann das Regenwasser neben der Straße versickern.

Vom bestehenden Kanal hat man bei den Bauarbeiten indes die Finger gelassen. Der Boden, der das Rohr umgibt, ist belastet. Die Entsorgung des Aushubs hätte deshalb enorme Kosten zur Folge gehabt. Deshalb wurden am Kanal „nur punktuell Schächte ausgetauscht“. Ein sogenannter „Inliner“, der das alte Rohr festigt und abdichtet, soll noch verbaut werden.

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