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Das Jugendzentrum „Go in“ in Peiting.

Jahresbericht vorgestellt

Im Peitinger Jugendzentrum läuft’s rund

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Während das Gebäude in dem das Peitinger Jugendzentrum „Go in“ untergebracht ist, seine beste Zeit hinter sich hat, könnte es für die Einrichtung selbst kaum besser laufen. Das geht es aus dem Jahresbericht vor, den Leiter Jürgen Schaffarczik jetzt den Gemeinderäten vorlegte.

Peiting – Seit sechs Jahren leitet Jürgen Schaffarczik das Peitinger Juze mittlerweile, an die jährlichen Auftritte im Gemeinderat hat sich der Sozialpädagoge längst gewöhnt. Das könnte freilich daran liegen, dass Jürgen Schaffarczik zumeist Erfreuliches über seine Einrichtung zu berichten hat. Auch heuer bildete da keine Ausnahme, wie der Vortrag des Juze-Leiters bewies.

Insgesamt 7500 Jugendliche nahmen 2017 die Angebote des Jugendzentrums wahr. „Das ist für das kleinste Jugendzentrum im Landkreis sehr gut“, betonte Jürgen Schaffarczik. Zwar waren dies nicht ganz so viele Besucher wie noch im Jahr davor, als man über 8500 verzeichnete. Doch hatte der Leiter gleich mehrere Erklärungen für den Rückgang parat. So hätten viele Jugendliche, die zu den regelmäßigen Nutzern gehörten, eine Lehrstelle angefangen. Mittlerweile habe man aber viele junge neue Besucher gewinnen können. Aufgrund seiner eigenen Elternzeit und weil auch die pädagogische Mitarbeiterin studiumsbedingt kürzertreten musste, sei das Juze zudem weniger oft geöffnet gewesen, nämlich an 218 Tagen. 2016 waren es über 240 gewesen. Und auch dass das Jugendzentrum in Schongau wieder aufgemacht habe, habe man gemerkt. „Das hat sich auf unsere Besucherstruktur ausgewirkt, die meisten unserer Jugendlichen kamen aus der Marktgemeinde.“

Dort gehen auch die meisten Juze-Nutzer zur Schule. Rund 65 Prozent besuchen die Mittelschule in Peiting. Ein Viertel macht eine Ausbildung oder hat bereits eine Arbeitsstelle gefunden. Nur jeweils fünf Prozent gehen auf die Realschule und das Gymnasium in Schongau. Besonders erfreulich ist aus Schaffarcziks Sicht, dass sich alle jugendlichen Besucher im Berufsleben eingefunden haben.

Neben dem Ferienprogramm, den Ferienfahrten, den Aktivitäten für Ehrenamtliche sowie den stark nachgefragten Konzerten bildet der offene Betrieb den Schwerpunkt des Angebots. Rund 3500 männliche und knapp 2000 weibliche Besucher kamen an den Öffnungstagen ins Juze. „Für die offene Jugendarbeit ist der Anteil der Mädchen sehr hoch“, stellte Schaffarczik fest. An fünf Tagen übernahmen die Jugendlichen selbst die Regie, für das Ehrenamt der „Selbstöffner“ soll es heuer eine Fortbildung geben, um neue Freiwillige für diese Aufgabe zu gewinnen, kündigte der Leiter an.

Kurz streifte Schaffarczik die Ergebnisse der Landkreis-Jugendbefragung 2015. Besonders die Erkenntnis, dass das politische Interesse der Jugendlichen kaum vorhanden sei, habe ihm keine Ruhe gelassen. Doch bei näherem Hinsehen sei ihm klar geworden, dass man dieses Ergebnis nicht zu hoch hängen dürfe. Die Jugendlichen seien sozial engagiert, „sie stehen für ihre Interessen ein“, so seine Erfahrungen. Sie darin zu bestärken und hinzuführen, sei die grundlegende Aufgabe der Jugendarbeit, sowohl im Jugendzentrum als auch in den Vereinen, betonte Schaffarczik. „Wenn die Gemeinde dafür den Rahmen schafft, dann leistet sie einen wesentlichen Beitrag.“

Im Gemeinderat gab es Lob von allen Seiten für den Jugendzentrumsleiter. „Man sieht, dass Sie kontinuierliche gute Arbeit machen“, sagte Norbert Merk (CSU). Alexander Zila (SPD) fand es „total schön zu sehen, wie das Juze lebt. Die Jugendlichen gehen gern in das Haus.“ Peter Ostenrieder (CSU) hob den guten Ruf hervor, den das Juze in und außerhalb von Peiting genieße. Sei die Einrichtung in den 90er Jahren noch kritisch als eine Art Parallelwelt betrachtet worden, „ist das Juze in der Mitte des Ortes angekommen“.

Fehlt zum perfekten Glück nur noch das passende Dach über dem Kopf. Allen Räten war wichtig zu betonen, dass man alles dafür tue, möglichst bald einen Ersatz für die marode Bleibe in der Lorystraße zu schaffen. Bürgermeister Michael Asam warb deshalb um Geduld und vor allem Durchhaltevermögen: „Wie Sie mit der Situation umgehen, rechnen wir Ihnen hoch an.“

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