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Die wiedergewählte Vorstandschaft: (v. li.) Guido Prielmeier (Revisor), Max Wörnzhofer (Kassier), Dieter Meier (Schriftführer), Wolfgang Turansky (Vorsitzender) und Markus Prielmeier (zweiter Vorsitzender).

Jahresversammlung der Peitinger Imker

Im „Jahr der Biene“: Honigkönigin kommt nach Peiting

Bienen brauchen das ganze Jahr über ein vielfältiges Blütenangebot, um gesund und vital zu bleiben. Dies mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, ist Ziel im „Jahr der Biene 2018/19“. Damit schon die Jugend dafür sensibilisiert wird, stehen die Imker derzeit mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß in Kontakt.

Peiting – „Es wäre schön“, so Kreisvorsitzender Norbert Moser, „wenn der Landkreis und die Schulen Freiflächen in Blühflächen umwandeln könnten.“ Da blütenreiche Wiesen und Weiden heute selten geworden sind, sollte beim öffentlichen Grün und in den Gärten ein Ausgleich geschaffen werden. Das Projekt „BEEhappy“ im Diakoniedorf Herzogsägmühle könnte dafür als Vorbild dienen.

Norbert Moser dankte den Peitinger Bienenzüchtern für ihre vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im Museum im Klösterle und dem davor aufgestellten Bienen-Schaukasten. Höhepunkt wird heuer der Besuch der Bayerischen Honigkönigin Katharina I. am 6. Juli beim Jubiläum „25 Jahre Bauernmarkt“ sein.

Die intensive Lehr- und Bildungsarbeit der vergangenen Jahrzehnte durch Vorstand und Fachwart Wolfgang Turansky trägt Früchte. So ist die Zahl der aktiven Bienenzüchter in Peiting von 20 im Jahre 1998 auf nunmehr 38 angestiegen, die Zahl der eingewinterten Völker steigerte sich von 235 auf 310. Auch gegenüber dem Vorjahr konnte ein Zuwachs um zwei Imker und sieben Bienenvölker verzeichnet werden. 

Erfreulich ebenso, dass die Bayerischen Staatsforsten den Freizeit-Imkern die Möglichkeit bieten, auf ihren Flächen kostenfrei Bienenvölker aufzustellen. Leider erfroren im April Blätter und Blüten, so dass es 2017 keinen Blütenhonig gab. „Dafür konnten wir reichlich aromatischen Waldhonig ernten und wurden somit für die vergangenen weniger guten Jahre entschädigt“, stellte Vorstand Wolfgang Turansky in seinem Bericht fest. So konnten von den Imkern im Kreisverein Schongau 260 Gläser Honig im Wert von 1560 Euro für die Tafel gespendet werden. 96 Pfund davon stammen von den Peitingern. Turansky zeigte sich erfreut darüber, dass Franz Rössle bei der Honig-Probeziehung die höchste Bewertung erzielte. Auch enthielt der Honig keinerlei Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln.

Die Bayerische Honigobfrau Susanne Frunder stellte bei einem Vortrag die Vorzüge des Honigs deutlich heraus. Bei allen Fortbildungsabenden konnte man sich über guten Besuch freuen. Zudem fanden die Exkursionen zur Wachsmanufaktur in Herzogsägmühle und zu Franz Höcker nach Riegsee großen Anklang. Dort gab es Tipps und Anregungen für eine erfolgreiche Imkerei. Eine Rekordbeteiligung mit über 97 Teilnehmern innerhalb von vier Stunden verzeichnete Wolfgang Turansky mit dem Honigwabenschätzwettbewerb bei der Museumsnacht. Zum festen Bestandteil im Jahreskreis gehört die Ambrosiusmesse auf dem Hohenpeißenberg, deren 60-jähriges Jubiläum heuer bevorsteht. Abschied nehmen musste man vom langjährigen Imkerkollegen Andreas Baar.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurde die Vorstandschaft für weitere vier Jahre in ihrem Amt bestätigt: 1. Vorsitzender Wolfgang Turansky, Stellvertreter Markus Prielmeier, Schriftführer Dieter Meier, Kassier Max Wörnzhofer und Revisor Guido Prielmeier. 

Gerhard Heiß

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