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Die Besucher bei der Jubiläumsfeier; vorne die Schulleitung mit den Ehrengästen (von links): Roman Riedl und Bernhard Ditschek (Gemeindeverwaltung), Pfarrer Dirk Wollenweber, Kämmerer Christian Hollrieder, Schulleiter Jochen Böhm mit Stellvertreterin Sabine Track, Bürgermeister Markus Bader (Rottenbuch) und Michael Asam (Peiting).

Jubiläum der Mittelschule Peiting 

Spannende Zeitreise durch 50 Schuljahre

50 Jahre müssen gefeiert werden. So alt wurde die Mittelschule Peiting dieses Jahr. Zum Jubiläum hatte sich die ganze Schule auf eine Zeitreise begeben.

Peiting Im Jahrzehnt der Liebe und des Aufbruchs“, nämlich 1967, wurde die Mittelschule Peiting, damals noch Hauptschule, gegründet. Zum Festakt in der Turnhalle gab es deshalb den 60er-Jahre Hit „I’m a believer“ von den Monkeys, den die Schulband unter der Leitung von Clemens Heuberger interpretierte. Für jedes Schuljahrzehnt hatten die Schüler zusammen mit dem Lehrerinnenchor einen Hit vorbereitet. Dazu fuhren Schülerinnen auf Einrädern durch die Publikumsreihen und präsentierten das jeweilige Jahres-Schild.

Ein Roboter lud die Besucher der 50-Jahr-Feier zum Science Fiction-Hörspiel ein.

„50 Jahre, das ging ganz schön schnell vorbei“, meinte Schulleiter Jochen Böhm. Die Arbeits- und Berufswelt habe sich grundlegend verändert, ebenso die Kommunikation. Bei der Schuleröffnung habe der damalige Bürgermeister Karl Fliegauf zu dem aufwändigen Neubau festgestellt: „Die Jugend ist unsere Zukunft, alles was wir in sie investieren, ist unsere eigene Zukunftssicherung.“ Ein Satz, der auch heute noch Bestand hat, auch wenn sich das Schulhaus inzwischen zu einem „alten Gebäude mit Charme“, so Böhm, verwandelt hat. „Es geht uns sehr gut, und wir finden immer einen Weg, wenn es um Neuerungen geht“, richtete Böhm ein Dankeschön an die Gemeindeverwaltung. Ebenso an die Hausmeister und den aktiven, engagierten und hilfsbereiten Elternbeirat.

Etwa 5000 Menschen hätten in den vergangenen 50 Jahren die Schule verlassen. „Im Charakter gestärkt und gefestigt und befähigt, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen“, so Jochen Böhm. Damals wie heute stellen die „moderne Entwicklung und Geschwindigkeit uns ältere Menschen vor Probleme“, schmunzelte Böhm. Einst waren es Fernsehen und Telefon, heute sind es Instagram, Snapchat oder Whatsapp. „Auch wir müssen weiter lernen, reflektieren und uns Fragen stellen, damit unsere Jugend zu mündigen Bürgern in einer freien Gesellschaft heranwachsen kann“, so der Schulleiter.

Witzige Einlage: Die Schüler präsentierten eine selbstproduzierte „Dingsda“-Folge zum mitraten.

„Ein bewegender Moment“ war das Schuljubiläum auch für Bürgermeister Michael Asam. Er lobte den „guten Geist in der Schule“ und die hervorragende Arbeit, die alle Mitarbeiter in all den Jahren geleistet haben. „Die Schulfamilie funktioniert. Genauso wie das gute Miteinander mit der Gemeinde, die versucht, das Gebäude auf einen modernen Stand zu bringen“, so Asam, der sich stolz zeigte, die Mittelschule zu haben. Da er seine Redezeit von drei Minuten überschritten hatte, schloss er kurzerhand Bürgermeister Markus Bader aus Rottenbuch in sein Grußwort mit ein, um den Festakt abzukürzen. Draußen wartete nämlich schon der gemütliche Teil mit Kaffee und Kuchen, sowie Schmankerln vom Grill.

Da es am Nachmittag einen Regenguss gegeben hatte, waren die Feierlichkeiten ins Schulgebäude verlegt worden, wo sich die Schüler viel Mühe gegeben und zu jedem Jahrzehnt eine besondere Aktion vorbereitet hatten. Neben zahlreichen Quiz-Spielen, an denen jeder teilnehmen konnte, gab es eine selbstproduzierte „Dingsda“-Folge zum mitraten, oder die Besucher konnten „Hits der 90er gurgeln“. Natürlich präsentierten die Schüler auch ihr Hörspiel, für das sie in der Kategorie „Geräusche“ einen ersten Preis gewonnen hatten. Zudem konnten sich die Besucher von den handwerklichen Fähigkeiten der Schüler überzeugen, die im Werkunterricht gefördert werden. Besonders in der Metall- und Schreinerwerkstatt entstehen beachtliche Produkte. Am späteren Nachmittag zeigte sich doch noch die Sonne und es konnte, wie geplant, auch draußen gegessen werden.

Ursula Fröhlich

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