Die Suche nach einem neuen Standort für das Peitinger Jugendzentrum dürfte bei der Jungbürgerversammlung eines der  Themen werden. 

Jungbürgerversammlung in Peiting

Jetzt haben die Jugendlichen das Wort

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Bürgerversammlungen finden in Peiting jedes Jahr statt, die letzte derartige Veranstaltung speziell für Jugendliche liegt dagegen lange zurück. Jetzt unternimmt man einen neuen Anlauf, um mit dem Nachwuchs ins Gespräch zu kommen.

Peiting – An die letzte Jungbürgerversammlung in Peiting kann sich Alexander Zila noch gut erinnern, auch wenn seitdem fast ein Jahrzehnt vergangen ist. „Damals war ich noch Jugendzentrumsleiter“, sagt Zila, der mittlerweile in der Marktgemeinde den Posten des Jugendreferenten bekleidet. Eingebrannt in sein Gedächtnis hat sich die Veranstaltung allerdings nicht ihres Erfolgs wegen, sondern weil die Beteiligung damals mehr als zu wünschen übrig ließ. „Wir waren da fast unter uns“, erinnert sich Zila. Jugendliche Fehlanzeige. Ähnliche Erfahrungen hatte Bürgermeister Michael Asam auch in den drei Versammlungen davor machen müssen, die der Rathauschef in seiner langjährigen Amtszeit bislang initiiert hatte. „Es war nie viel los.“

Das soll sich diesmal ändern, sagt Zila, der den neuen Anlauf angestoßen hat und für die Veranstaltung am Donnerstag, 19. April, auf ein frisches Konzept setzt. „Uns geht es darum, zu erfahren, was den Jugendlichen wichtig ist, wo der Schuh drückt und welche Ideen und Vorstellungen sie haben“, erklärt der Jugendreferent. Damit das gelingt, sollen die Jugendlichen nach einer kurzen Einführung in kleinen Gruppen statt im großen Plenum zusammensitzen und diskutieren. Angeleitet werden sie dabei von Christina Daisenberger und Annika Seif von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises, die die Veranstaltung moderieren.

Um möglichst viele junge Peitinger auf die Versammlung aufmerksam zu machen, erhält jeder Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren per Post eine Einladung vom Bürgermeister. Auch auf Facebook wird bereits kräftig die Werbetrommel gerührt. Als Anreiz haben sich die Veranstalter zudem ein kleines Zuckerl einfallen lassen. Unter allen Jugendlichen werden an diesem Abend drei Gutscheine im Wert von 15 Euro für den Wellenfreibad-Kiosk oder das Eiscafé Pinocchio verlost. „Wir hoffen, dass wir so eine hohe Beteiligung erreichen“, sagt Asam.

Neben Zila und dem Bürgermeister werden auch jeweils Vertreter der Gemeinderatsfraktionen vor Ort sein. Im besten Falle könne man so gute Vorschläge und deren mögliche Umsetzung gleich besprechen, sagt der Jugendreferent. So soll das Motto „Peitinger Jugend redet mit – Deine Meinung zählt“, mit dem die Veranstaltung überschrieben ist, voll zum Tragen kommen. Zila ist schon gespannt, welche Themen die Jugendlichen bewegen. „Da gibt es sicher einige, die wir als Erwachsene gar nicht so auf dem Schirm haben.“

Auch Michael Asam blickt dem Abend schon erwartungsvoll entgegen. Nicht nur, weil dieser die Gelegenheit bietet, mit der jungen Generation in Kontakt zu treten. Sondern auch, weil man so den Jugendlichen persönlich erklären könne, „wieso das ein oder andere länger dauert“. Als Beispiel nennt der Bürgermeister die Suche nach einem neuen Heim für das Jugendzentrum. Außerdem hat Asam die nächste Kommunalwahl im Blick, die bereits in zwei Jahren stattfindet. Seine Hoffnung: „Es wäre schön, wenn es uns gelänge, bei den Jugendlichen das Interesse für die Lokalpolitik zu wecken.“

Die Veranstaltung

findet am Donnerstag, 19. April, ab 17 Uhr im Sparkassensaal in Peiting statt. Eingeladen sind in erster Linie alle jungen Peitinger zwischen zwölf und 18 Jahren. Kommen kann aber jeder, der an der Jugendarbeit in der Marktgemeinde interessiert ist.

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