Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Im direkten Kontakt mit dem Publikum: Kabarettistin Alexandra Stiglmeier (rechts) bei der Premiere ihres neuen Programms „Stubenrein“ im Eggerstadl des Gasthauses Zechenschenke in Peiting.

Kabarett in der Zechenschenke

Stiglmeier macht die Männer „stubenrein“

Ihr neues Programm „Stubenrein“ hat Alexandra Stiglmeier, auch bekannt als „Gradraus Solo“, bei der Premiere im Eggerstadl der Zechenschenke vorgestellt. 80 Besucher amüsierten sich blendend.

Peiting – Eine Hausfrau hat es nicht leicht: Die Kinder lassen es sich in der „Pension Mutti“ gutgehen, und im Wohnzimmer hängt der Herr des Hauses herum und schmutzt. Zeit, die Stube rein zu machen. Eigentlich hat die gestresste Putzfee sich in ihre Stube rein „an Mo an’schafft“, weil sie dachte, der wäre „einfach zum halten“. Kanapee, Fernseher und Bier, mehr braucht es nicht, um ihm ein artgerechtes Ambiente zu schaffen. Noch nicht mal einen Kleiderschrank: „Dem g’langt ein Badewannenrand!“, so Alexandra Stiglmeier. 

Das kommt davon, wenn man als Kind nur mit Barbie-Männern gespielt hat, die „nix in der Hose“ hatten und sich die Aufklärung auf mystische Vergleiche beschränkte: „Männer sind wie Geranien. Da gibt es hängende und stehende.“ Was also tun, wenn ER sich vom Kanapee aus flächendeckend mit seinem Kram ausbreitet und bröselt und gedanklich schon ins betreute Wohnen abgeglitten ist? Da helfen nur konspirative Treffen mit den „Strickerfrauen“, der Tarnname für den Club der genervten Hausfrauen. 

„Mann is faule Sau!“, weiß Freundin Olga über das „Gammelfleisch auf dem Sofa“. Sie gab einst den heißen Feger für SEIN Haus, er entpuppte sich als „Lappen“. Und die resolute Waltraud lässt sich von ihrem Mann im Schlafanzug im tiefsten Winter zum Arzt kutschieren, weil sie keine Lust hatte, IHN anzuziehen. Zu dumm, dass sie anschließend noch heimlich shoppen ging und er bei ihrer Rückkehr nach Stunden im Schlafanzug hinter dem Steuer festgefroren war. Nichts als Ärger mit den Typen. 

Und erst die Kinder: Wenn Mama die Tochter mit Freundinnen spät nachts von der Disco abholt, wollen sie im Auto hinten sitzen, um Abstand zum Personal zu halten. Und der Sohn macht sich derweil in ihrem Bett breit. Kein Wunder, dass sich die Stiglmeier entnervt fragt: „Warum hab’ ich mir die eigentlich alle in’d Stuben rein geholt?“ Olga meint dazu nur kryptisch: „Kinder sind wie Uhrwerk. Wenn du die nicht richtig aufziehen tust, dann ticken die nicht mehr richtig.“ 

In ihrem neuen Soloprogramm schlüpft Alexandra Stiglmeier zum Vergnügen ihres Publikums in die verschiedensten Kostüme, wechselt blitzschnell die Rollen und erzählt in verschiedenen Dialekten die aberwitzigsten Geschichten. Wie die vom Ausflug der Strickerfrauen nach St. Pauli, wo „oa Boaza neba da anderen“ liegt und leicht bekleidete Damen im Hämorrhoiden-Hobel merkwürdige Stangentänze vorführen.

 Dann doch lieber das „Dirty Tatsching“ mit dem Gatten im Bett, wo er mit schmutzigen Wörtern wie „Küche“ aufwartet. Ja, die Männer kommen schlecht weg bei Alexandra Stiglmeier. Doch es spricht für ihre Kunst, dass die Männer im Publikum trotzdem lachen können. Für die Frauen hat sie folgende Weisheit auf Lager: „Genießt’s Euer Leben, und wenn einer mal nicht stubenrein ist, dann ist das halt so!“

Weitere Auftritts-Termine von Alexandra Stiglmeier sind: 

Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr im Eggerstadl der Zechenschenke in Peiting; Samstag, 30. Dezember, um 20 Uhr in der Maxbrauerei in Altenstadt und am 12. Januar 2018 im Bergwerk in Peiting.

Ursula Fröhlich

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