Vor dem Münchner Rathaus steht der Christbaum, der aus Peiting stammt.
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Vor dem Münchner Rathaus steht der Christbaum, der aus Peiting stammt.

Christbaum aus Peiting

Münchner Christkindlmarkt: Wieder keine Stände für den Landkreis - dafür offizielle Baumübergabe am Montag

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Weil der Christbaum für den Münchner Weihnachtsmarkt heuer aus Peiting stammt, hätte der Landkreis eigentlich zwei Stände dort betrieben. Nach der Absage des Markts gibt es nun Gespräche zu einem Ersatztermin. Immerhin die offizielle Baumübergabe findet am Montag noch statt.

Landkreis – Der Landkreis Weilheim-Schongau sollte heuer auf dem Weihnachtsmarkt in München groß vertreten sein. Schließlich stammt der Christbaum aus dem Landkreis. Damit einher geht das Recht, in der Landeshauptstadt Marktstände zu betreiben. So sollte im Prunkhof des Münchner Rathauses ein Infostand des Tourismusverbands Pfaffenwinkel Werbung für den Landkreis und seine 34 Gemeinden machen.

Außerdem war ein Glühweinstand geplant. Diesen sollte laut Landratsamt jeden Tag einen andere Gemeinde betreiben und Glühwein, Punsch und Schnaps sowie regionalen Speisen verkaufen. „Alles war bis ins kleinste Detail vorbereitet und organisiert“, heißt es seitens des Landratsamtes. „Von der Dekoration über Speisen, Getränke inclusive der Standbesetzung mit ehrenamtlichen Helfern.“ Aus Schwabbruck hatten sich beispielsweise alle Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung bereit erklärt, einen Tag lang am Stand zu bedienen. Ähnliche Entscheidungen gab es in anderen Gemeinden.

Die erneute Absage ist „traurig für den ganzen Landkreis“

Kleine Einlagen des Obersöcheringer Männergesangsvereins, der Schwabbrucker Blechbläser und der Knappschaftskapelle Peiting auf dem Münchener Christkindlmarkt waren vorgesehen.

Nach der Absage des Christkindlmarktes wird aus all’ dem freilich nichts. „Es ist traurig für den ganzen Landkreis“, sagt Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder, dessen Gemeinde den Weihnachtsbaum stellt. Aber: „Die Entscheidung, den Weihnachtsmarkt abzusagen, ist vollkommen richtig“. Die Corona-Lage sei dramatisch. Die Zahlen lägen weit über allem, was man bisher verkraften musste. Er könne in diesem Zusammenhang nur erneut dazu aufrufen, sich impfen zu lassen und Eigenverantwortung zu übernehmen.

Auch ohne Markt soll es feierlich werden: Bei der „Christbaumübergabe an die Münchner Bevölkerung“

Immerhin: „Der zu verkaufende Glühwein wurde auf Kommission bestellt und bereitgestellt. Dadurch entsteht uns kein finanzieller Schaden“, erklärt Erika Breu, Pressesprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Und in sehr abgespeckter Form wird es zumindest die „Christbaumübergabe an die Münchner Bevölkerung“ dennoch geben. Dabei werden die Lichter des Christbaums eingeschaltet und die Weihnachtszeit eingeläutet. Auch ohne Markt soll es feierlich werden, erklärt Ostenrieder, der voraussichtlich mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Karin Habenschaden, zweite Bürgermeisterin der Stadt München, die Aufgabe übernehmen wird. Bei der Übergabe am Montag, 22. November, um 17 Uhr, nach dem Glockenläuten der Kirche St. Peter und Paul, werden die Politiker eine kurze Ansprache halten, so Erika Breu.

Über einen Ersatztermin will man im kommenden Jahr sprechen

Ansonsten werde nur „eine überschaubare Anzahl Beteiligter mit dabei sein“, sagt Ostenrieder. Für eine festliche Umrahmung der Übergabe werde die Knappschafts- und Trachtenkapelle Peiting in Minimalbesetzung sorgen. Sie werden ein paar weihnachtliche Lieder unterm Christbaum spielen. „Wir wollen Peiting präsentieren. Aber es wird kein Riesenbrimborium. Alle Corona-Regeln werden eingehalten“.

Nun hatte der Landkreis also erneut Pech mit dem Christkindlmarkt in München. Bereits im vergangenen Jahr, als der Weihnachtsbaum aus Steingaden kam, entfiel der Markt. Ob der Landkreis dafür ausnahmsweise im kommenden Jahr auf dem Münchener Christkindlmarkt vertreten sein darf? „Bezüglich eines Ersatztermins werden voraussichtlich im kommenden Jahr Gespräche mit dem Protokollamt der Landeshauptstadt München sowie mit Oberbürgermeister Dieter Reiter geführt“, heißt es im Landratsamt.

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