So sieht die Planung für den neuen Kindergarten an der Jägerstraße aus.
+
So sieht die Planung für den neuen Kindergarten an der Jägerstraße in Peiting aus.

Marktgemeinderat

Kindergarten-Neubau in Peiting: Wie teuer wird das Großprojekt?

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
    schließen

Der Kindergarten-Neubau an der Jägerstraße in Peiting rückt näher: In der jüngsten Sitzung hat der Corona-Ausschuss den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst und dem Bauantrag zugestimmt. Spannend bleibt die Frage, ob die eingeplanten rund 6,8 Millionen Euro für das Großprojekt ausreichen werden.

Peiting – 15 Seiten umfassten die Bedenken und Anmerkungen, die Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens für den Kindergarten-Neubau an der Jägerstraße eingereicht hatten. Große Stolpersteine verbargen sich darin allerdings nicht, weshalb Planer Bastian Höbel vom Büro Abtplan mit den Gremiumsmitgliedern des Corona-Ausschusses zügig einen Punkt nach dem anderen abhaken konnte.

Nur als es um die beiden Spielfelder ging, die später einmal westlich des Kindergartens anstelle der dortigen Tennisplätze entstehen sollen, ließ eine Änderung die Gemeinderäte aufhorchen. Laut Schallschutzgutachten dürften diese nicht für Streethockey und „Fieseln“ genutzt werden, erklärte Höbel, beides müsste deshalb aus dem Katalog der erlaubten Sportarten gestrichen werden. Bei Norbert Merk (CSU) ließ das freilich die Alarmglocken schrillen. Ein „absoluter Wahnsinn“ sei das, wenn Fieseln nicht erlaubt sei, sagte er mit Blick auf den EC Peiting. Doch Bürgermeister Peter Ostenrieder konnte seinen CSU-Ratskollegen beruhigen. Mit zeitlicher Beschränkung könne man später auch lautere Sportarten erlauben. Generell zugelassen seien Basketball-, Volleyball-, Beachvolleyball- oder Fußballplätze, zählte der Planer auf Nachfrage von Thomas Elste (Grüne) auf. Wobei die Liste nicht abschließend zu sehen sei, sondern vergleichbar laute Sportarten ebenfalls möglich seien. Am Ende fiel der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan einstimmig.

Das erste Ausschreibungspaekt ist fertig

Zuvor hatte das Gremium bereits den Bauantrag für den siebengruppigen Kindergarten durchgewunken. Architekt Franz-Xaver Lutz nutzte die Gelegenheit, um einen Überblick über den aktuellen Stand zu geben. Im Grundriss haben sich seit der Vorstellung der Planung im November nur noch marginale Änderungen ergeben. Das erste Ausschreibungspaket, das Kran und Erdbau sowie die Baumeisterarbeiten umfasse, sei bereits fertig, das zweite mit Holzbau, Schreiner- und Gerüstarbeiten werde in Kürze folgen. Zusammen machen beide Pakete rund 60 Prozent der Baukosten aus, rechnete Lutz vor. „Danach wissen wir genauer, wo die Reise bei den Kosten hingeht.“

Dass der bislang veranschlagte Betrag von rund 6,8 Millionen Euro – 2,8 Millionen Euro davon gibt’s als Zuschuss vom Freistaat – am Ende nicht ausreichen könnte, ist dabei durchaus im Bereich des Möglichen. Handwerksbetriebe würden bereits höhere Preise der Industrie ankündigen, sagte Lutz. Noch sei man aber guter Hoffnung, dass man frühzeitig genug ausgeschrieben habe.

Man versuche auch, im Vorfeld mit den Firmen zu reden, damit diese Kontingente reservieren, so der Architekt. Das betreffe vor allem den Holzbau und die Fenster, wo es Lieferengpässe auf dem Markt gebe. „Wir tun alles, damit wir den Terminplan halten können, es bleibt aber ein sehr sportliches Ziel“, gab Lutz mit Blick auf die geplante Fertigstellung im Juli 2022 zu bedenken.

Regelemäßiger Jour fixe der Verantwortlichen

Weil man das natürlich auch bei der Gemeinde weiß, will man dort das Projekt wachsam begleiten. Wöchentlich werde es einen Jour fixe mit den Architekten, Vertretern des Marktbauamts und der Kämmerei geben, kündigte Ostenrieder in der Sitzung an. Auch er selbst werde mindestens einmal im Monat dabei sein: „Wir wollen so schnell reagieren können, wenn etwas aus dem Ruder läuft.“

Lesen Sie auch:

Ins neue Peitinger Ärztehaus mitten im Ort kommt Leben. Als erster „Bewohner“ hat jetzt die „Apotheke am Hauptplatz“ ihr neues Quartier bezogen und für Kunden geöffnet. Die Ärzte in den Praxen darüber wollen noch in diesem Monat folgen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare