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Der Weg ist fertig, aber noch nicht freigegeben – die weiche Deckschicht muss sich erst noch setzen.

Freigabe erst im April

Kohlgrabenweg: Fertig, aber noch gesperrt

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Im Vorfeld hatte er die Gemüter erhitzt, jetzt ist er fertig, der neue Kohlgrabenweg. Allerdings darf er die nächsten Wochen noch auf keinen Fall benutzt werden, weder mit Fahrzeugen, noch von Reitern. Freigabe ist voraussichtlich, je nach Witterung, Ende April.

Peiting – Entlang des Kohlgrabens zwischen Peiting und Hohenpeißenberg ist ein ganz neuer Forstweg gebaut worden, der das Waldgebiet nun erstmals gut erschließt. Seit Oktober herrschte dort Baustelle, die Arbeiten sind nun weitgehend abgeschlossen. Aber bis zur Öffnung des Weges werden noch einige Wochen ins Land gehen. Zwar ist eben die Kiesschicht aufgebracht worden, aber „das Deckschichtmaterial ist noch weich und frisch und muss sich erst setzen“, erläutert Sonja Scheurer, die beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim das Revier Schongau-Ost betreut. Wichtig: Damit die neue Erschließung nicht gleich wieder beschädigt wird, darf der Weg derzeit keinesfalls benutzt werden. Scheurer: „Ein Reiten und Befahren der frischen Fahrbahn ist ausdrücklich verboten.“ Und zwar für alle, der Forstweg bleibt bis zur offiziellen Freigabe auch für die Anlieger gesperrt.

Die Arbeiten seien gut vorangegangen, während der Frostperiode, vor dem Auftragen der obersten Kiesschicht, hätten Anlieger den Weg auch schon nutzen können, so Scheurer. Jetzt würde eine Missachtung des Durchfahrverbotes geahndet, eine Beschädigung dem Verursacher in Rechnung gestellt.

Der Weg auf Peitinger Flur an der Schlucht entlang beträgt 1875 Laufmeter. Knapp 80 Waldbesitzer galt es, für die Maßnahme unter einen Hut zu bringen, was in der Planungsphase zu größeren Diskussionen geführt hatte, auch im Peitinger Gemeinderat. Denn nicht alle Anlieger hatten sich beteiligen wollen (wir berichteten).

Komplett neu gebaut wurde der 1,9 Kilometer lange Weg, der nahe Hohenpeißenberg, aber auf Peitinger Flur, liegt.

Bauträger ist die Marktgemeinde Peiting. Die abschließenden Kosten stehen laut Scheurer noch nicht fest. Im Vorfeld stand eine Brutto-Summe von 184 000 Euro im Raum. Ein Betrag, den die Besitzer der angrenzenden Waldflächen jedoch nicht alleine tragen müssen: Der Neubau des Kohlgrabenwegs wird zu 70 Prozent gefördert, die weiteren Kosten werden dann auf die Anlieger je nach Waldbesitz pro Hektar umgelegt.

„Der Kohlgrabenweg ist ein Pilotprojekt zur Waldbewirtschaftung“, so Sonja Scheurer. Gerade im Bereich der Marktgemeinde Peiting sei in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Walderschließung gar nichts passiert. „Peiting hätte dringenden Bedarf, es wären noch drei oder vier Projekte in der Schublade.“

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