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Mit Auktionshammer und Überredungskunst: Petra Asanger-Strobl (links) und Susann Tabatabei-Schweizer.

Versteigerung für einen guten Zweck

Kunstauktion brachte 13 160 Euro

Stolze 13 160 Euro erbrachte die Kunstauktion zugunsten iranischer Waisenkinder, zu der die Peitinger Kunst-Therapeutin Susann Tabatabei-Schweizer in den Sparkassensaal in Peiting geladen hatte.

Peiting – „Ich bin sprachlos. Ich hatte nicht soviel Anteilnahme für iranische Waisenkinder erwartet“, freute sich Susann-Tabatabei-Schweizer. Bei der Versteigerung wurden in Peiting 7300 Euro erzielt, 5860 Euro wurden zusätzlich gespendet.

Mit Charme, Überredungskunst und Auktionshammer hatten Tabatabei-Schweizer und ihre „Protokollführerin“ Petra Asanger-Strobl die Auktion geführt, bei der immerhin 16 der 19 zur Versteigerung stehenden Kunstwerke an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden konnten.

Den höchsten Preis, nämlich jeweils 1050 Euro, erzielten dabei die Werke zweier iranischer Künstlerinnen, nämlich das in Acrylfarben ausgeführte Bild „Schlafend im Reisfeld“ von Abameh M. Habibi und die Collage „Sonnenwende“ von Mithra Maschouf.

Aber auch die gespendeten Bilder der heimischen Künstler erzielten hohe Preise. Für 550 Euro ging ein Gockel-Gemälde von Theo Hadiak über den Auktionstisch, „Dragonfly I“ von Peter Mayr brachte 500 Euro und ein Hinterglas-Bild von Friede Wirtl-Walser 450 Euro.

Dabei boten nicht nur die über 100 Besucher im Saal, sondern auch einige „Agenten“. Die Bilder waren nämlich schon vorab im Internet vorgestellt worden und Bieter, die nicht an dem Abend anwesend waren, konnten Gebote dazu abgeben.

Um den Anwesenden die Kunstwerke „schmackhaft“ zu machen, hatte Susann Tabatabei-Schweizer Freunde aus London und Slowenien eingeladen. Der Professor für Orientalistik. Dr. Nima Mina, ein Jugendfreund der Auktionatorin, hielt einen Vortrag über den Iran, und der slowenische Musical-Star Tomaz Domicelj sorgte für die musikalische Umrahmung des Abends. Für das leibliche Wohl der Gäste hatten Schülerinnen der Mittelschule unter der Leitung von Josefine Huber gesorgt. Die Aufbauarbeiten hatten afghanische Asylbewerber in Zusammenarbeit mit einer Herzogsägmühler Wohngruppe ehrenamtlich erledigt.

Blick auf die Besucher im Sparkassensaal in Peiting. Sie verfolgten aufmerksam die Versteigerung und boten auch mit.

Um die Bilder zu einem möglichst guten Preis zu versteigern, hatten sich Susann Tabatabei-Schweizer und Petra Asanger-Strobl allerhand einfallen lassen. So wurde zu dem Bild „Sultan der Herzen“ gemeinsam ein gleichnamiges persisches Lied gesungen. Das ergab Immerhin ein Gebot von 450 Euro. Die an dem Abend erzielte Geldsumme kommt in vollem Umfang einem Hilfsprojekt für Waisenkinder in Kashan im Iran, der Geburtsstadt von Susann Tabatabei-Schweizers Vater, zugute.

„Die Kinder werden mit sehr viel Liebe so lange gefördert, bis sie einen guten Platz im Leben gefunden haben“, so die Veranstalterin, die sich anlässlich einer Iran-Reise vor zwei Jahren persönlich von der Arbeit der Negin-Stiftung überzeugen konnte.

Die Versteigerung von Kunstwerken zugunsten eines wohltätigen Zwecks führt Susann Tabatabei-Schweizer mittlerweile seit 15 Jahren in der Marktgemeinde Peiting durch. Die Idee geht zurück auf ihre Arbeit bei der BR-Kindersendung Schlawinerplatz, wo ein Kind den Wunsch äußerte, Gutes zu tun. Während anfangs nur Kinderbilder unter den Hammer kamen, unterstützen mittlerweile zahlreiche Künstler die Idee mit Bilderspenden.

Ursula Fröhlich

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