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Janine Prinzing-Sesar aus Peiting (34) hat es beim Model-Wettbewerb „Fräulein Kurvig“ 2019 unter die letzt en 16 geschafft. Beim Finale geht es um den Sieg. 

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Kurvenreich schön: Peitingerin (34) bei Model-Wettbewerb unter den letzen 16

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Aufmunternde Nachricht für alle Frauen mit Kurven: Janine Prinzing-Sesar (34) aus Peiting hat es beim Plus-Size-Model-Wettbewerb aus 2300 Bewerberinnen unter die letzten 16 geschafft – ein sagenhafter Erfolg für die zweifache Mutter.

PeitingBlonde lange Wallemähne, tiefblaue Augen, puppenhafte Gesichtszüge, eine wohldefinierte Figur: Janine Prinzing-Sesar ist eine attraktive Frau, zweifelsohne. Die Tatsache, dass sie nicht ganz schlank ist, das hat die Peitingerin jetzt in Kombination mit ihrer umwerfenden Optik sogar beim Model-Wettbewerb „Fräulein Kurvig“ bis ins Finale katapultiert.

„Ich kann’s immer noch nicht glauben, für mich ist das noch nicht greifbar.“ Janine sitzt mit einer Tasse Tee am gemütlichen Küchentisch. Blonde Haare, roter Pulli, blaue Augen. Die Kombination passt. Die 34-Jährige weiß ihre Vorzüge in Szene zu setzen.

Peitingerin mit persönlicher Botschaft an die Jury

Tatsächlich wäre es oberflächlich zu sagen, dass es die Erzieherin nur deshalb bis ins Finale geschafft hat, das am 14. Dezember als „Fashiongala“ in einem Zirkuszelt in Krefeld steigt. Im Halbfinale hat Janine nicht nur auf Optik und den elegant-sicheren „Walk“ auf dem Laufsteg gesetzt, sondern in einer Präsentation ihre ganz persönliche Botschaft an die Jury übermittelt: „Jeder Mensch ist wertvoll.“ Losgelöst von Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung und auch der Konfektionsgröße.

Viele Dinge an sich selbst entdeckt, die wertvoll sind

„Ich wünsche mir mehr Wertschätzung untereinander“, betont die Peitingerin im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten. Eine Thematik, die sie sehr beschäftigt. „Vielleicht auch, weil es eigene Erfahrungen gibt, Dinge, die man erlebt hat, die nicht schön waren. Es gab Situationen im Leben, da musste ich mich selbst wieder aufrichten, besonders in der Jugend.“ Immer wieder habe sie sich dann gefragt: „Was ist an mir eigentlich wertvoll?“ Inzwischen hat Janine Prinzing-Sesar neben ihrer wichtigsten Rolle als Mutter und Ehefrau viele Dinge an sich selbst entdeckt, die wertvoll sind. Eigenschaften, bei denen eine Konfektionsgröße keine Rolle spielt. Eine Botschaft, die der „Fräulein Kurvig“-Jury offenbar so gut gefallen hat, dass Janine es als eine von 100 Teilnehmerinnen unter die letzten 16 in diesem Model-Wettbewerb geschafft hat.

Die Chancen auf den Sieg stehen gut

Janine Prinzing-Sesar ist furchtbar aufgeregt. Klar: Wenn man es mal so weit geschafft hat, dann will man weiterkommen. Gewinnen. „Ich bin total gespannt. Sowas hab ich mir schon immer mal gewünscht.“ Die Chancen stehen gut. Denn offenbar hat Janine nicht nur beim „Walk“ auf dem Laufsteg ein angeborenes Talent. Ganz ohne Üben.

Sogar die Oma fährt mit zum Finale nach Krefeld

Wenn am Samstag, 14. Dezember, Deutschlands „Fräulein Kurvig“ gekürt wird, dann sind nicht nur Freunde, der Ehemann und Janines super-stolze achtjährige Tochter mit von der Partie. Sogar die 81-jährige Oma fährt mit nach Krefeld.

„Es ist so schön, dass so viele hinter mir stehen.“ Die Rührung ist der Erzieherin und Fachkraft für eine Sprachkita bereits jetzt deutlich anzumerken.

Nicht nur, weil ein großer Traum in Erfüllung gehen könnte. Es geht um Wertschätzung. Etwas, das Janine selbst in ihrem Leben vielleicht nicht immer erfahren hat – und jetzt dafür verdienterweise um so mehr. „Meiner Seele tut es gut, so wertschätzend behandelt zu werden – so möchte ich das auch gerne in meinem Leben an andere Menschen weitergeben.“

Es geht um weit mehr als nur um Kurven

Und das passt dann wiederum auch gut zum Motto des „Fräulein Kurvig“-ModelWettbewerbs, wo es um weit mehr als nur um Kurven geht. Die mutmachende, offizielle Botschaft: „thinkBODYpositive“ – also immer körper-positiv denken!

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