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In den Ruhestand gesungen wurde Helmut Halas (vorne Mitte) von Tochter Bernadette (2.v.re). 

Lawaschkiri in Herzogsägmühle

„Lachende Kuh“ auf klangvoller Weltreise

Die 33. Herzogsägmühler Kulturtage sind eröffnet. Am Samstagabend begeisterte die Gruppe Lawaschkiri mit Power-Folk aus der ganzen Welt die Besucher im voll besetzten Rainer-Endisch-Saal.

Herzogsägmühle – Obwohl oder gerade weil die Gruppe Lawaschkiri in Herzogsägmühle schon wiederholt aufgetreten ist, war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Sängerin Bernadette Halas, die selbst zwei Jahre im Diakoniedorf gearbeitet hat, konnte sogar einige bekannte Gesichter ausmachen. Aber nicht nur die ehemalige Arbeitsstätte verbindet sie mit Herzogasägmühle. Immerhin ist ihr Vater Helmut Halas seit Jahren Heimleiter am Lindenhof. Er stiftete auch das Konzert, bei dem die Künstler, wie Vorstandsmitglied Hans Rock betonte, ohne Gage auftraten.

Die Gruppe Lawaschkiri, deren Name soviel wie „lachende Kuh“ bedeutet, revanchierte sich bei Helmut Halas mit einem „Abgesang“. Da dieser zum 31. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand geht, gab es ein kleines Lied zum „Hinauswerfen“, wie seine Tochter es formulierte. Dazu wurde er in ein Leintuch gehüllt und mit einem goldenen Lorbeerkranz samt Weinglas dekoriert, um schließlich an der Hand von Bernadette Halas aus dem Saal zu tanzen. Die Besucher durften dazu ein klagendes „Oyoyoy“ singen.

Aber auch sonst wurde zumindest, nachdem eine CD für die ersten Tänzer ausgelobt wurde, beim Konzert getanzt. Den eingangs als zum Mittanzen ausgelobten Walzer hatten die Zuhörer ungenutzt verstreichen lassen. Immerhin kamen die Ohren bei den musikalischen Streifzügen durch die Folklore aus aller Welt voll auf ihre Kosten. Mit immenser Spielfreude und virtuosem Können auf den verschiedensten Instrumenten lieferten die Musiker authentische Lieder, die den Bogen von Russland über Frankreich und die Türkei bis nach Amerika spannten.

In frischer Lawaschkiri-Bearbeitung oder gleich als Eigenkomposition begeisterten die Musikstücke durch landestypische Klänge und flotte Rhythmen. Vom fröhlichen Trinklied bis hin zum leidenschaftlichen Liebeslied oder überschwänglichen Klezmer-Melodie, von himmelhochjauchzender Freude bis hin zu leichter Melancholie war fast alles geboten. Und natürlich wurden die Texte in der jeweiligen Landessprache gesungen. Auch wenn Bernadette Halas zugab, für das Auswendiglernen eines finnischen Textes einmal eine „ganze Elternzeit“ gebraucht zu haben.

Sie begeisterte mit sprachfertigem Gesang ebenso wie Sonja Sanktjohanser. Natürlich war die erstere auf den Instrumenten Akkordeon, Geige oder Ukulele genauso zu Hause, wie letztere auf der Querflöte. Bassist Sebastian Voigts, ebenfalls ein Meister auf Melodika, Cajon und Akkordeon lieferte noch zum Teil selbst gesungene, bewegende Kompositionen, während Gitarrist Raimund Bauer eher im Hintergrund den akustischen Boden bereitete. Für den nötigen Pep sorgte glänzend „Swingmaster“ Manuel Haas, der Klarinette und Saxophon mitreißende Töne abverlangte.

Und auch wenn die Moderation von Bernadette Halas zugunsten der musikalischen Überzeugungskraft der Gruppe eher verhalten ausfiel, begaben sich die Besucher doch gerne mit Lawaschkiri auf die klangvolle Weltreise, die zudem eine positive Botschaft enthielt: „Das Gute soll siegen auf der Menschen Erde. Wir wollen die Schönheit unserer Welt bewahren und die Wärme. So, als ob wir ein kleines Kind in unseren Händen wiegen“, hieß es in einem Text.

Von Ursula Fröhlich

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