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Markt der Ideen im Gasthof Buchberger: Links an der Tafel Vorsitzende Claudia Steindorf, rechts Moderatorin und Bürgermeisterkandidatin Annette Luckner. 

Peitinger SPD

„Markt der Ideen“: Das wünschen sich Peitinger Bürger für die Zukunft

Zum „Markt der Ideen“ mit Brotzeit hatte Bürgermeisterkandidatin Annette Luckner mit dem Peitinger SPD-Ortsverein in den Gasthof Buchberger geladen. Rund 30 Bürger waren der Einladung gefolgt und diskutierten eifrig Ideen für die Zukunft der Marktgemeinde.

Peiting– Die Peitinger Bürger sind aufgefordert, aktiv an der Zukunft der Marktgemeinde mitzugestalten. Nachdem der CSU-Ortsverein schon eine Zukunftswerkstatt veranstaltet hatte, zog der SPD-Ortsverein jetzt mit dem „Markt der Ideen“ nach. „Es wird doch jeder etwas Ähnliches machen. Wichtig ist es, dass die Bürger mitentscheiden“, wischte Annette Luckner Plagiatsvorwürfe vom Tisch. Für die (noch) nicht ortsansässige Bürgermeisterkandidatin ist es vielmehr wichtig, sich einen Eindruck zu bilden, was die Menschen vor Ort sich für ein gutes Leben in Peiting wünschen. Begonnen hat sie damit bei Ortsteilgesprächen, weiter ging es mit dem „Markt der Ideen“. Auch Ortsbegehungen sind geplant, die ersten bereits am kommenden Wochenende. Da erfahrungsgemäß nicht alle am vereinbarten Termin Zeit haben, war es ihr auch wichtig, Vorschläge von nicht Anwesenden zu berücksichtigen.

Bürger sollen sich einbringen

So hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin im Vorfeld die Vereine angeschrieben und sie gebeten, Anregungen zu schicken. Einige waren der Aufforderung gefolgt, einer hatte sogar eine umfangreiche „Mind-Map“ geschickt. „Daraus allein hätte man ein ganzes Wahlprogramm machen können“, fand Annette Luckner. Die „großen“ Themen in Peiting, wie Tourismus, Verkehr oder Vereinsarbeit sind für sie sowieso unstrittig. Bei allen anderen sollen die Bürger sich einbringen.

In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden beim „Markt der Ideen“ die Fragen „Was ist gut in Peiting?“ und „Was kann man in Peiting besser machen?“ behandelt und diskutiert. Die Ergebnisse wurden farbig nach Themengruppen sortiert auf Klebezetteln festgehalten und anschließend in großer Runde diskutiert.

Besonders die erste Frage fand Luckner entscheidend: „Es ist sehr wichtig, sich bewusst zu machen, mit welchen Pfunden man wuchern kann und wertschätzt, was man hat!“ Da wäre die schöne Natur rund um den Ort zu nennen, das rege Vereinsleben, das Bürgerfest oder das harmonische Miteinander im Ort. „Ich komme aus einer wesentlich kleineren Gemeinde und finde es faszinierend, dass das Ortsleben in Peiting genauso gut funktioniert“, so Annette Luckner.

Natürlich gab es auch viele Wünsche und Anregungen. Von geteerten Wegen zum Nordbahnhof und Fahrradwegen bis hin zum Ortsbus im 15-Minutentakt und einer besseren Bahnanbindung nach Augsburg, von der Modernisierung des Museums im Klösterle bis hin zu mehr Unterstützung fürs Ehrenamt und zum Leerstandsmanagement für Gebäude.

Ergebnis fließt ins Wahlprogramm ein

Die Ergebnisse sollen laut SPD-Ortsvorsitzender Claudia Steindorf per E-Mail allen Teilnehmern zugeschickt werden und auch ins Wahlprogramm einfließen. Festzuhalten ist, dass bei beiden Veranstaltungen von CSU und SPD mit 45 beziehungsweise 30 Teilnehmern gemessen an der Einwohnerzahl der Wunsch nach Mitgestaltung eher gering war. Man darf also gespannt sein auf die weiteren SPD-Termine.

VON URSULA FRÖHLICH

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