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Die alten Schießstände im Peitinger Schützenhaus haben bald ausgedient. Sie werden im nächsten Jahr bis zur neuen Saison durch elektronische Varianten ersetzt. 

Marktgemeinderat genehmigt Zuschuss

Elektronische Schießstände für Peitings Schützen

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Sportlich liegen die Peitinger Schützen auf Erfolgskurs. Die Luftpistolen-Mannschaft tritt diese Saison in der 1. Bundesliga an, misst sich mit Weltmeistern und Olympiasiegern. Was bislang fehlt, ist eine moderne Schießanlage. Die will der Verein nun in Angriff nehmen und bat dafür die Gemeinde um einen Zuschuss – mit Erfolg.

Peiting – Rund 230 Mitglieder zählt der SV Peiting, zwischn 70 und 80 davon greifen laut 1. Schützenmeister Martin Fischer regelmäßig zur Sportwaffe, um im Schützenhaus am Sonnenbichl ihr Können zu beweisen oder zu trainieren. Geschossen wird dabei bislang an althergebrachten Scheibenzuganlagen, die Auswertung erfolgt maschinell. Was jahrzehntelang Standard war, gilt mittlerweile als überholt. Die technologische Revolution hat längst auch den Schießsport erreicht. Immer mehr Vereine setzen auf elektronische Schießstände. Bei höherklassigen Wettbewerben wie der Bundesliga sind sie sogar Vorschrift. „Um antreten zu dürfen, müssen wir für unseren Heimwettkampf in der Schloßberghalle bislang immer entsprechende Schießstände vom Hersteller ausleihen“, erklärt Fischer.

Mehr als der finanzielle Aufwand fürs Mieten macht den Peitinger Schützen jedoch die fehlende Trainingsmöglichkeit auf den modernen Anlagen zu schaffen. Um unter Wettkampfbedingungen üben zu können, müsse man bislang nach Dießen, Scheuring oder München ausweichen, sagt Fischer, der zudem auf die Vorteile der elektronischen Schießstände verweist. So lassen sich Wettkämpfe deutlich besser publikumswirksam präsentieren. Und auch im Training böten sie viel mehr Möglichkeiten, erläutert Fischer. So sei es beispielsweise möglich, nachzuvollziehen, wie der Schütze die Waffe bewegt habe.

Schon seit längerem liebäugelt der Verein deshalb mit einer Modernisierung seiner Schießanlage. „Ursprünglich wollten wir das schon bei der Sanierung 2014 angehen, aber beides auf einmal war finanziell nicht möglich“, blickt der Schützenmeister zurück. Mit viel ehrenamtlichem Einsatz brachte der SV damals sein Schützenhaus energetisch auf Vordermann. 10 000 Euro der insgesamt 95 000 Euro teuren Maßnahme übernahm die Gemeinde.

Ohne ihre Hilfe geht es auch diesmal nicht. Im Juli wandte sich Fischer mit einem Antrag an die Gemeinde, in dem er um einen Zuschuss in Höhe von 22 000 Euro für die Modernisierung der Schießanlage bat. Die Gesamtkosten für die Anschaffung der zwölf neuen Stände belaufen sich auf rund 43 000 Euro. 12 000 Euro stemmt der Verein aus Eigenmitteln, 9000 Euro kommen voraussichtlich vom Verband. „Wir haben uns die Situation genau angeschaut“, sagte Bürgermeister Michael Asam in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Angesichts der „enormen Eigenleistungen“, die die Schützen in den vergangenen Jahren geleistet hätten, sei es „nur recht und billig“, dem Antrag zuzustimmen, erklärte der Rathauschef. Dieser Einschätzung folgten auch die übrigen Gremiumsmitglieder. Einstimmig wurde der Zuschuss genehmigt.

„Ich bin natürlich sehr froh über die Entscheidung“, kommentierte Fischer die Nachricht vom positiven Beschluss erleichtert. Damit könne man nun die Planungen weiter vorantreiben. Und da gibt es für den Schützenmeister noch allerhand zu tun. Ziel sei, nach dem Saisonende im Mai nächsten Jahres mit der Installation der neuen Stände zu beginnen. Im September vor dem Start der neuen Runde soll alles fertig sein. Ein wichtiges Kriterium bei der Anschaffung: Die neuen Stände sollen mobil sein, um bei Bedarf in die Schloßberghalle ausweichen zu können.

Doch mit der Inbetriebnahme allein ist es nicht getan. Um die neue Anlage auch bedienen zu können, braucht es geschultes Personal. Aber da ist Fischer nicht bange: „Wir haben genug junge Leute, die sich mit Computern auskennen.“

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