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Erinnert an die Bergwerkschließung vor 50 Jahren: Das Kunstwerk auf dem Kreisverkehr in der Bahnhofstraße, welches im Juni mit einer großen Feier eingeweiht wurde.

Marktgemeinderat Peiting

Denkmal für die Landwirtschaft fällt durch

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Seit Ende Juni ziert das Bergbau-Denkmal den Kreisel in der Peitinger Bahnhofstraße. Das Kunstwerk hat Grünen-Rat Thomas Elste so beeindruckt, dass er jetzt ein weiteres Denkmal anregte: zu Ehren der Landwirtschaft.

Peiting– Die Idee sei ihm bei der Einweihung des neuen Bergbau-Denkmals gekommen. Nicht nur der Bergbau, sondern auch die Landwirtschaft habe Peiting maßgeblich geprägt und tue das heute noch, erläuterte Thomas Elste in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Warum also nicht auch die Landwirtschaft mit einem touristisch ansprechenden Kunstwerk würdigen? Schließlich trügen die Landwirte eine große Verantwortung für den Natur- und Klimaschutz, würden mit der Produktion von Nahrungsmitteln die Lebensgrundlage der Bevölkerung liefern und das Land kultivieren. Als Standort schlug Elste in seinem Antrag den Bereich um die Pfarrkirche oder den Kreisverkehr am Weilheimer Hof vor. Verfahren und Finanzrahmen sollten sich am Bergwerk-Denkmal orientieren. Hierfür hatte die Marktgemeinde bekanntlich einen Kunst-Wettbewerb durchgeführt. Der Sieg war mit 50 000 Euro dotiert. Den Zuschlag bekam der Peitinger Künstler Marinus Wirtl mit seiner Idee zweier halbversunkener Förderräder.

Doch mit seinem Ansinnen biss Elste im Gremium auf Granit. Anders als die Landwirtschaft sei der Bergbau ein herausragendes Merkmal für die Gemeinde, schließlich gebe es in Bayern nur wenige Orte mit vergleichbarer Geschichte, betonte Peter Ostenrieder, der sich auch einen Seitenhieb auf den Grünen-Rat nicht verkneifen konnte. Es sei schon interessant, dass Elste auf einmal sein Herz für die Landwirtschaft entdeckt habe, wunderte sich der CSU-Fraktionschef. Vor drei Jahren, als es um den Internetausbau gegangen sei, sei es der Grünen-Rat gewesen, der nicht jedem Landwirt einen Breitbandanschluss zugestehen habe wollen, erinnerte Ostenrieder. Das freilich wies Elste entrüstet zurück. Aus der damaligen Diskussion zu schlussfolgern, er habe eine Abneigung gegen die Landwirtschaft, sei „völlig aus der Luft gegriffen“.

Ostenrieder war allerdings nicht der einzige, der Elstes Vorschlag skeptisch gegenüberstand. Die Landwirte bräuchten kein Denkmal, sondern Unterstützung durch die Gemeinde, sagte Pankratia Holl (CSU). Und ihr Fraktionskollege Herwig Skalitza wunderte sich, dass es der Antrag überhaupt auf die Tagesordnung geschafft hatte. Es gebe schließlich anders als beim Bergbau-Jubiläum gar keinen Anlass für ein Denkmal. „Ich wüsste gar nicht, was man da darstellen sollte“, warf Hans Schleich (BVP) ein, selbst Landwirt.

Es gehe ihm bei seinem Bestreben nicht allein um die Landwirtschaft, sondern auch darum, etwas für die Kunst in Peiting zu tun, versuchte Elste einen weiteren Anlauf. Dafür brauche es keinen direkten Anlass.

Unterstützung erhielt der Grünen-Rat von Gerhard Heiß (CSU), der fand, dass man durchaus an die Veränderungen in der Landwirtschaft erinnern könne. Allerdings brauche es dafür nicht unbedingt einen Kunst-Wettbewerb unter Federführung der Gemeinde. Auch eine Privatinitiative sei möglich wie das Wallfahrer-Denkmal vor der Kirche Maria Egg beweise. Heiß schlug vor, dass Elste und Asam beim kürzlich eingeweihten Grünen Zentrum vorstellig werden könnten. Ein künstlerisch gestalteter Brunnen würde sich dort wunderbar einfügen.

Heiß blieb neben Silvia Ruhfaß-Bückle (Grüne) und dem Antragssteller allerdings das einzige Gremiumsmitglied, dass sich mit einem weiteren Denkmal anfreunden konnte. Der Rest der Räte hielt es wie Herbert Salzmann (SPD): „Kein Bedarf.“ So wurde der Antrag mit 20:3-Stimmen abgelehnt.

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