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Ein guter Anfang seien die bereits vorhandenen Blumenflächen wie hier am Peitinger Hauptplatz, findet Grünen-Rat Thomas Elste. Doch die Gemeinde müsse m ehr tun, um den Kampf gegen das Insektensterben zu unterstützen. 

Marktgemeinderat Peiting

Mehr Blumen? Nein, danke! 

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Mehr Blumenflächen an Feldrändern, an öffentlichen Wegen und Flächen wünscht sich Thomas Elste. Doch im Marktgemeinderat kamen die Anträge des Grünen-Rats nicht gut an.

Peiting– Das Insektensterben, es treibt Thomas Elste um. In den letzten Jahrzehnten sei ein extremer Rückgang insbesondere der Bienen zu beobachten, heißt es in den beiden Anträgen des Grünen-Rats, die auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung standen. In ersterem beantragte Elste, dass die Gemeinde die Möglichkeit prüfen sollte, wie Landwirte bei ihrer Verantwortung, die Lebensgrundlage für die Pflanzen und Tierwelt zu erhalten, durch finanzielle Anreize unterstützt werden könnten. Als Beispiel führte Elste die Bereitstellung von Blumensamen oder Ausgleichszahlungen für entgangene Einnahmen aus Blumenpufferflächen an. Ziel müsse sein, die Landwirte dahingehend zu motivieren, Feldrandstreifen aus der Nutzung zu nehmen und durch eine späte Mahd das Aussamen von Blumen zu ermöglichen. Auch Hecken zwischen den Feldern als Lebensraum für Tiere seien wünschenswert.

Doch sein Vorstoß stieß im Gremium auf wenig Gegenliebe. Er halte nichts davon, so etwas per Beschluss zu regeln, sagte Bürgermeister Michael Asam. „Ich wehre mich auch dagegen, den Landwirten da etwas aufzuoktroyieren.“ Herwig Skalitza (CSU) blies ins gleiche Horn. Er erinnerte an den Besuch der bayerischen Honigkönigin am Bauernmarkt, wo es zu dem Thema eine große Diskussion mit den Landwirten gegeben habe – mit gutem Ergebnis. „Das geht nur auf freiwilliger Basis.“

Er habe mitnichten von einer Pflicht gesprochen, wehrte sich Elste gegen die „Aggressivität aus dem CSU-Lager und vom Bürgermeister“. Aber nur Prospekte auslegen, reiche nicht aus.

Da platzte Michael Deibler (CSU) der Kragen. Die Verwaltung sei beschäftigt bis zum Anschlag, „da verwahre ich mich gegen solche unsinnigen Arbeitsaufträge“. Der Antrag habe viel positives, sprang dagegen Alfred Jocher Elste bei. „Aber wenn man es nicht sehen mag, ist nicht zu helfen.“

Christian Lory versuchte,die Wogen zu glätten, indem er auf den Landschaftspflegeverband verwies, für den sich die Marktgemeinde ausgesprochen hatte (wir berichteten). Dort sei das Thema gut aufgehoben, was auch Herbert Salzmann (SPD) unterstrich. Das sah auch Elste ein. Als er den Antrag gestellt habe, habe er vom Pflegeverband noch nichts gewusst, sagte er und zog den Antrag zurück.

Abgestimmt dagegen wurde über den zweiten Antrag des Grünen-Rats für mehr Blumenflächen an öffentlichen Wegen. Die blühende Pracht würde nicht nur den Bienen zugute kommen, sondern auch die touristische Attraktivität des Ortes steigern, begründete Elste seinen Vorstoß. Doch auch in diesem Fall musste er klein beigeben. Schon jetzt, so der Tenor der Räte, blühe es an vielen Stellen in der Gemeinde, wofür der Bauhof einen „enormen Pflegeaufwand“ leiste. Beste Beispiele habe Elste gleich selbst mitgeliefert. Seinem Antrag lagen Fotos von den Blumenbeeten am Café Sesar und vor dem Rathaus bei. Mehr sei nur mit mehr Personal zu stemmen, ein Schritt, vor dem nicht nur Salzmann warnte. Wenn man diesen Schritt gehe, fehle in finanzschwächeren Zeiten dann womöglich das Geld, um die örtlichen Vereine zu unterstützen.

Gerhard Heiß (CSU) regte an, darüber nachzudenken, statt auf pflegeintensive Bepflanzungen zu setzen mehr Heublumensamen auszubringen. „Das wächst von selbst und ist wenig Aufwand.“ Diese Entscheidung müsse man schon den Fachleuten überlassen, entgegnete Asam. Mit 19:4-Stimmen wurde entschieden, am bisherigen Vorgehen nichts zu ändern.

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