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Die Ufermauern der Peitnach im Bereich der Bachstraße sollen heuer saniert werden.

Nach CSU-Antrag

Mehr Geld für Peitnach und Friedhof

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Die Peitnach prägt das Peitinger Ortsbild, doch um den Bach ist es nicht zum Besten bestellt. Auf Antrag der CSU hat der Marktgemeinderat jetzt beschlossen, jährlich 30 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen vorzusehen. Auch für die Friedhöfe gibt es zusätzliche Finanzmittel.

Peiting – Im vergangenen Sommer hatte die CSU-Fraktion den innerörtlichen Peitnach-Verlauf bei einer Besichtigung genauer unter die Lupe genommen. Dabei habe man feststellen müssen, heißt es im Antrag der Christsozialen, dass in großen Bereichen nicht nur der Bachlauf selbst durch Veralgung und Verschmutzung, sondern auch die in den Bachlauf begleitenden Bauwerke wie Mauern, Stufen und Uferbereiche über die Jahre arg in Mitleidenschaft gezogen worden seien. „Wir kennen das Thema seit Jahren, leider ist da seit langer Zeit nichts passiert“, sagte Fraktionschef Peter Ostenrieder in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei sei die Peitnach ein „entscheidendes Element“ für den Ortskern, betonte er. „Unser Ziel muss es sein, den Bach wieder touristisch erlebbar zu machen.“

Dafür braucht es Geld, und zwar, so die CSU, nicht nur einmal, sondern regelmäßig. Zwar habe man sich darüber gefreut, dass im Haushalt 2018 40 000 Euro für die Sanierung der Ufermauern an der Bachstraße und des Uferbereichs am Gumpen vorgesehen seien. Doch eine echte Verbesserung der Gesamtsituation könne nur erreicht werden, wenn man auch für die kommenden Jahre jährlich einen Betrag von 30 000 Euro zur Sanierung vorsehe.

Im Gremium stieß der Vorschlag auf geteiltes Echo. Bürgermeister Michael Asam zeigte sich skeptisch, ob es Sinn mache, einen Betrag im Haushalt einzuplanen, „von dem man gar nicht weiß, ob man ihn tatsächlich nutzen kann.“ 30 000 Euro seien schließlich eine Stange Geld. Dieser Meinung schloss sich auch Thomas Elste (Grüne) an. Gelder dürfe es nur für konkrete Maßnahmen geben, forderte er.

Doch das ließ Ostenrieder nicht gelten. Wenn man die volle Summe nicht brauche, sei dies ja „kein Beinbruch“. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen, pflichtete Michael Deibler seinem Fraktionskollegen bei. Für ihn sei die Peitnach eine Herzensangelegenheit. „Wir haben in Peiting nun mal keine Schlösser und Burgen, deshalb müssen wir mit etwas anderem glänzen.“ Und da sei der prägende Bach nun einmal prädestiniert.

Dass generell Handlungsbedarf besteht, was den Zustand der Peitnach angeht, räumte freilich auch Asam ein. Allerdings verwies der Bürgermeister auf das immer noch fehlende Hochwasserschutzkonzept. „Bevor wir Sanierungsmaßnahmen in Angriff nehmen, sollten wir abwarten, was da genau auf uns zukommt.“ Auch Herbert Salzmann warnte vor vorschnellen Investitionen, ohne zu wissen, wie es mit dem Hochwasserschutz weitergehe. Das gelte insbesondere für den Bachlauf an der Ammergauer Straße. „Es wäre Unsinn, etwas zu bauen, was man dann später wieder abreißen müsste.“ Dass in den vergangenen beiden Jahren allerdings nur jeweils 2500 Euro für Unterhaltsmaßnahmen an der Peitnach vorgesehen waren, hielt auch der SPD-Rat für deutlich zu wenig.

Am Ende setzte sich die CSU mit ihrer Forderung durch: Gegen sieben Stimmen wurde beschlossen, jährlich 30 000 Euro für die Bachsanierung im Haushalt zu berücksichtigen.

Deutlich weniger Einwände gab es gegen den zweiten Vorschlag der CSU, jährlich zusätzlich 20 000 Euro im Haushalt für die Friedhöfe einzuplanen. Der Betrag soll laut CSU für Verbesserungen genutzt werden, die nicht im eigentlichen Pflichtbereich des Friedhofbetriebs liegen „Das macht Sinn“, fand nicht nur 2. Bürgermeister Franz Seidel (BVP). Mit zwei Gegenstimmen wurde dem Antrag zugestimmt.

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