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Marktgemeinderat Peiting

„Ja“ zum Landschaftspflegeverband

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Der geplante Landschaftspflegeverband stößt nicht in allen Gemeinden auf Gegenliebe. In Peiting besteht dagegen kein Zweifel an der Notwendigkeit. Einstimmig hat der Marktgemeinderat sein Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet.

Peiting – Treibende Kraft hinter dem geplanten Landschaftspflegeverband ist der Landkreis. Das Ziel: Der Verband soll nicht nur der Unteren Naturschutzbehörde Arbeit bei der Betreuung von Naturschutz- und Brachflächen abnehmen, sondern auch die Kommunen bei der Umsetzung und fachgerechten Erledigung von Ausgleichs- oder Pflegemaßnahmen unterstützen. Noch steht allerdings nicht fest, ob und wann es zur Gründung kommt, denn zuvor will der Landkreis das Interesse der Gemeinden abklopfen. Am Dienstag hat sich jetzt der Peitinger Marktgemeinderat mit dem Thema befasst.

Aus Verwaltungssicht sei der Vorstoß des Landkreises zu begrüßen, sagte Bürgermeister Michael Asam. Man habe viele Flächen, die bewirtschaftet werden müssen. „Bislang hat der Bauhof das einigermaßen hinbekommen, aber es ist noch lange nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Die Verwaltung befürworte eine Mitgliedschaft, auch wenn man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen könne, wie hoch die Kosten seien.

Im Gremium folgten die Räte einstimmig dieser Einschätzung. Peiting sei die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis, wies Norbert Merk (CSU) hin. „Da wäre es ein gutes Beispiel, wenn wir mitmachen.“ Ähnlich sah es Herbert Salzmann (SPD), der neben der Vorbild-Rolle an die vielen FFH-Gebiete erinnerte und den Verband als wichtigen Vermittler zwischen den Beteiligten bezeichnete. Gerhard Heiß (CSU) nutzte die Gelegenheit, um allen zu danken, die sich schon jetzt ehrenamtlich um die Pflege der Naturschutzflächen kümmern würden.

Etwas skeptischer äußerte sich Hermann Mödl. „Es ist die Frage, ob ein Verband für uns überhaupt Entlastung bringt“, sagte der BVP-Rat. Doch daran ließ der neue Bauhofchef Tim Osterhaus keinen Zweifel. Der Bauhof allein schaffe es personell schon jetzt nicht, alle Flächen wie eigentlich vorgeschrieben zu pflegen, betonte er. Das liege unter anderem an der Topografie vieler Grundstücke, deren aufwändige Pflege zwar wenig Material- aber umso höheren Personalaufwand erfordere. „Wir brauchen da die Landwirte und Unternehmen vor Ort, die das übernehmen.“ Diese müssten im Übrigen nicht befürchten, dass sie durch den geplanten Pflegeverband nicht mehr zum Zug kommen – im Gegenteil, ergänzte Michael Deibler (CSU). „Die Aufträge bleiben vor Ort.“

Schon jetzt vergebe die Gemeinde Aufgaben etwa an den Maschinenring, allerdings ohne prüfen zu können, ob es dafür möglicherweise Fördergelder gebe, erklärte Osterhaus. Auch das sei ein Vorteil des Landschaftspflegeverbands, fügte Asam hinzu. „Durch ihn haben wir die Möglichkeit, Fördermittel zu generieren, an die wir sonst nicht herankommen.“ Eine gute Sache sei das, fand Pankratia Holl (CSU). „Hier wird die Landwirtschaft eingebunden.“ Pragmatisch sah es Franz Seidel (BVP): „Die Alternative wäre, nichts zu machen. Wir brauchen Externe, die dem Bauhof Arbeit abnehmen.“

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