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Stand heute: Die bestehende Querungshilfe an der Schongauer Straße in Peiting. Richtung Ortseingang sollte eine zusätzliche Insel davor gebaut werden. 

Marktgemeinderat Peiting

Vorläufiges Aus für vierte Insel in Peiting

Im Jahr 2013 hat der Peitinger Marktgemeinderat den Bau von vier Verkehrsinseln zur Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen beschlossen. Drei sind mittlerweile gebaut, die vierte soll aber nicht mehr kommen.

Peiting – Das Inselaufkommen an der Schongauer Straße in Peiting soll nicht mehr erhöht werden. Mit 13 von 23 Stimmen wurde der im Jahr 2013 gefasste Beschluss jetzt aufgehoben. Grund ist eine bereits bestehende Querungsinsel auf Höhe des REWE-Markts in Peiting. Die verkehrsberuhigende Insel hätte nur wenige Meter davor gelegen. Das warf, auch aus Kostengründen, die Frage auf, ob eine weitere Insel an dieser Stelle überhaupt sinnvoll ist.

Deshalb präsentierte Gerhard Habersetzer vom Marktbauamt in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Alternativ-Lösung, die eine Verengung der Fahrbahn aus Schongau kommend vom Ortsschild bis zur Schloßbergstraße vorsah. Den Vorschlag an sich fand Thomas Elste hervorragend, gab aber zu Bedenken, dass die Benutzer des Radwegs, der an der Kanenstraße einmündet, durch die Verengung gefährdet seien.

Sein Vorschlag: Die Verengung nördlich der Einmündung Drosselstraße zu legen. Das ist laut Gerhard Habersetzer aber nicht möglich, da der Bereich vor dem Ortsschild liegt. „Ich tät da gar nichts machen“, war die Meinung von Franz Seidel. Er wünschte sich dagegen von Schongau kommend eine Links-Abbieger-Spur in die Kanenstraße.

Peter Osternrieder erinnerte daran, dass der Bau der Verkehrsinsel beschlossen worden war und plädierte dafür, im Zuge der Kontinuität eine Veränderung so vorzunehmen, wie es beschlossen wurde. Er könne sich aber auch vorstellen, es bei der Querungshilfe zu belassen.

Für Michael Deibler ist der aktuelle Zustand allerdings nicht tragbar. „Zu gewissen Zeiten gibt es keine Chance, aus dem REWE-Parkplatz rauszufahren. Ich würde es so machen, wie geplant“, meinte er. Dazu Andreas Barnsteiner: „Verkehrsberuhigende Maßnahmen funktionieren hinten und vorne nicht. Der Verkehrsfluss wird nicht langsamer.“

Christian Lory sah keine Notwendigkeit für eine Insel: „Die Bedenken gegenüber der Nase (Verengung) teile ich. Es sollte lieber so bleiben, wie es ist.“ Norbert Merk fasste zusammen: „Entweder wollen wir die Insel, dann kostet es Geld. Oder man macht gar nichts.“

Bürgermeister Michael Asam fand alle Inseln notwendig und gut, befürchtete aber Kritik, wenn unmittelbar vor die Querungshilfe noch eine zusätzliche Verkehrsinsel gesetzt würde. Beschlossen wurde letztendlich, den Baubeschluss für die besagte Insel aufzuheben – und eine Planung für eine Linksabbiegerspur zur Kanenstraße vorzulegen. Ob diese dann allerdings zur gewünschten Verkehrsberuhigung führt, wird noch diskutiert werden müssen.

Ursula Fröhlich

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