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Maschinenring-Vorstand Stephan Palkowitsch (li.) überreichte Minister Helmut Brunner ein historisches Plakat.

50 Jähriges Jubiläum

Maschinenring Oberland ist bayernweit vorn

„Der Virus Maschinenring war ansteckend“, so Vorstand Stephan Palkowitsch. Das 50-jährige Jubiläum in der Schloßberghalle wurde mit vielen Ehrengästen, allen voran Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, gefeiert.

Peiting Vor 50 Jahren gründeten 14 Bauern unter dem Vorsitz von Johann Gerold in Steingaden den Maschinenring Oberland. Mittlerweile nehmen Betriebe im gesamten Oberland die Leistungen von Beratung über Betriebshilfe bis hin zu Abrechnungsservice sowie Futtermittel- und Maschinenvermittlung in Anspruch.

Pionier und langjähriger Vorstand Xaver Wörle stieß 1982 zum Maschinenring. In seiner Ära, die bis 2010 dauerte, erhöhte sich die Mitgliederzahl entscheidend, die Dienstleistungen wurden ausgeweitet, die Betriebshilfen eingeführt und Verbindungen zu Urlaub auf dem Bauernhof geknüpft. Zudem wurden jährlich Studienreisen angeboten. In den vergangenen 20 Jahren hat sich laut Palkowitsch der Maschinenring Oberland zu dem landwirtschaftlichen Dienstleister in der Region entwickelt.

Georg Saur, ab 1998 Geschäftsführer, habe mit Menschlichkeit und Empathie die Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Familienberatung und landwirtschaftliche Beratung im Verein stark ausgebaut. Insgesamt sei die „Zusammenarbeit in der Landwirtschaft ein Erfolgsmodell“, so Palkowitsch. Hinzu kommen viele kleine Unternehmen in der Region, die im Maschinenring ihren Ursprung haben. Mit Blick auf die immer mehr technisierte und globalisierte Zukunft meinte Palkowitsch: „Wenn sich alles ändert, braucht es noch mehr Mut und Unerschrockenheit und ganz viel Herz. Die Ringe im Eigentum der Bäuerinnen und Bauern müssen noch mehr zusammenarbeiten.“

Voll gefüllt war die Peitinger Schloßberghalle beim Maschinenring-Festakt. Vorne links der langjährige Vorstand Xaver Wörle.

„50 Jahre Maschinenring Oberland bedeuten 50 Jahre gelebte Solidarität, Ideenreichtum und kreative Problemlösungskompetenz, die nicht nur Landwirte, sondern den gesamten ländlichen Raum überzeugt hat“, fasste Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zusammen. Mit 70 000 Stunden pro Jahr in der Betriebshilfe sei der Maschinenring Oberland, der als erster Ring in Bayern eine gewerbliche Dienstleistungstochter gegründet hat, auch bayernweit Spitze in der Beratung. „Kein anderer Ring in Bayern ist so aktiv und erfolgreich bei Arbeitswirtschaft, Betriebsorganisation oder Familiencoaching“, so Brunner.

Als klassische Win-Win-Situation bezeichnete er die MR-Personaldienste, die nicht nur die Landwirte unterstützen, sondern auch Wirtschaft und Kommunen mit engagierten und zuverlässigen Arbeitskräften unterstützen.

Nach diesen zwei umfangreichen und gehaltvollen Reden fasste sich Vize-Landrat Karl-Heinz Grehl kurz: „Ich bin beeindruckt von dem, was Sie in den letzten Jahren geleistet haben“, und verließ unter tosendem Applaus das Rednerpult. Der Garmisch-Partenkirchner Landrat Anton Speer fand lobende Worte für das Fachpersonal vor Ort und forderte eine Agrarpolitik, die den Fortbestand möglichst zahlreicher Betriebe unterstützt. Er lud die Anwesenden zur Landesausstellung 2018 nach Ettal ein.

Mit bayerischem Buffet aus der Zechenschenke an von den Gartenbäuerinnen liebevoll dekorierten Tischen, von der Maxbrauerei gebrautem Festbier, Musik von der Schwindlig Blos, musikalischen Scherzen mit der Gruppe Viloria und der Verlosung einer Isar-Floßfahrt klang der Abend gemütlich aus.

Ursula Fröhlich

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