Doppeltes Mesner-Jubiläum in Peiting: Mit Urkunden, Gutscheinen und Blumen bedankte sich die Pfarrei St. Michael bei ihren Mesnersleuten. Unser Bild zeigt von links Josef und Sophie Schleich, Pfarrer Robert Kröpfl, Kirchenpfleger Erwin Walk sowie Lucia und Markus Jocher.  Foto: heiss
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Doppeltes Mesner-Jubiläum in Peiting: Mit Urkunden, Gutscheinen und Blumen bedankte sich die Pfarrei St. Michael bei ihren Mesnersleuten. Unser Bild zeigt von links Josef und Sophie Schleich, Pfarrer Robert Kröpfl, Kirchenpfleger Erwin Walk sowie Lucia und Markus Jocher.

Josef Schleich und Markus Jocher seit 20 Jahren im Dienst der Kirche

Doppeltes Mesner-Jubiläum in Peiting

Dreikönig war heuer ein besonderer Fest- und Freudentag in Peiting: Epiphanie, die Erscheinung des Herrn, das Offenbarwerden des göttlichen Glanzes in Jesus. Der entsprechende Gottesdienst war der würdige Rahmen, um Dank zu sagen bei den Mesnern Markus Jocher und Josef Schleich für 20 Jahre treuen Dienst in der Kirche.

Peiting – „Herr, ich liebe die Zier Deines Hauses, den Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt“: Mit diesen Worten bringt der Psalmist im Alten Testament zum Ausdruck, dass Gottes Herrlichkeit für den Menschen in der Schönheit des Gotteshauses sinnfällig wird. Ganz in diesem Sinne wenden die Mesner Markus Jocher und Josef Schleich, tatkräftig unterstützt von ihren Ehefrauen, jahrein jahraus viel Zeit und Mühe für die Peitinger Kirchen Maria Egg (Markus Jocher) und St. Michael (Josef Schleich) auf. Und das nicht nur für den liebevoll arrangierten Blumenschmuck.

„Große Erfahrung und Verantwortlichkeit zeichnet die beiden aus. Sie sind die rechte Hand des Pfarrers und der gute Geist der Gemeinde“, sagte Peitings Kirchenpfleger Erwin Walk in seiner Laudatio. „Routiniert und zuverlässig bereiten die beiden Gottesdienste, Taufen, Firmungen, Hochzeiten und Beerdigungen vor. Da passt einfach alles, vom Bereitlegen der Bücher, den Altarkerzen, dem Bereitstellen von Weihrauch, Hostien und besonders gerne dem Messwein“, so Walk weiter.

Besonderes Gespür

„Sie kennen die überlieferten Bräuche und liturgischen Abläufe und sind so den Pfarrern und Ministranten eine unverzichtbare Stütze. Das geht manchmal soweit“, wie Walk humorvoll anfügte, „dass sich der ,Dommesner’ für die Festigkeit im katholischen Glauben eines Bischofs verantwortlich fühlt.“

Hoch in Ehren gehalten werden alte Paramente und historische Kelche: „Besonders ausgeprägt ist bei unseren Mesnern ihr Gespür, aus den kleinsten Gesten oder Blicken des Pfarrers seinen Wunsch abzulesen und raschen Schrittes das Gewünschte aus der Sakristei herbeizuholen.“

Auch als Hausmeister tätig

Zu den Aufgaben von Markus Jocher gehören zusätzlich die Hausmeisterdienste in den Kirchen, im Pfarrzentrum, Verwalterhaus, Benefizium und dem St. Michael-Kindergarten. „Er kümmert sich zuverlässig um die vielen Wartungsarbeiten, die Glocken, Lautsprecheranlagen und Heizung“, hob Walk lobend hervor. Um kleinere Reparaturen selbst vornehmen zu können, greife der gelernte Schreiner immer wieder erfolgreich auf sein handwerkliches Geschick zurück.

Für die tiefe Verbundenheit mit ihren Kirchen und dem dabei gelebten Glauben sagten Walk und Pfarrer Robert Kröpfl den beiden Jubiläums-Mesnern im Namen der gesamten Pfarrei St. Michael ein herzliches „Vergelt’s Gott“. Da der Kirchenchor Corona-bedingt nicht singen konnte, begleitete Elena Häuserer auf der Klarinette den Organisten Hermann Mergler. Sie spielten weihnachtliche Festmusik von Henry Purcell, Maurice Greene und Georg Friedrich Händel sowie Hirtenlieder aus Jämtland und die „Suite Miniature“ von Alexander Gretchaninoff.

Gerhard Heiß

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