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Viele Raser erwischten die Kontrolleure im vergangenen Jahr in Peiting in der Bergwerk- und Kapellenstraße.

Messungen in Peiting zahlen sich aus

Rasern das Handwerk gelegt: Mehr Kontrollstellen, weniger Sünder

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Um Rasern das Handwerk zu legen, hat die Marktgemeinde Peiting auch im vergangenen Jahr wieder Geschwindigkeitskontrollen im Ort durchführen lassen. Dabei wurde erstmals in Birkland gemessen. Das Ergebnis fällt aus Sicht der Verwaltung insgesamt erfreulich aus.

Peiting – Betraut mit den Geschwindigkeitskontrollen ist in Peiting der Zweckverband Kommunale Dienstleistungen Oberland (KDO). An acht Standorten bauten dessen Mitarbeiter im vergangenen Jahr ihr Messgerät auf. 27 Mal wurde insgesamt kontrolliert – zwei Mal weniger als 2018. Entsprechend sank auch die Zahl der überprüften Fahrzeuge von rund 16 000 auf 12 657. „Sehr erfreulich“ findet Peitings Geschäftsleiter Stefan Kort das Ergebnis. Die Beanstandungsquote sank erneut von 6,9 auf 5,9 Prozent. 2016 war noch jedes zehnte kontrollierte Auto zu schnell unterwegs gewesen. Insgesamt registrierten die Kontrolleure 594 Verstöße gegen das geltende Tempolimit.

Am häufigsten kontrolliert wurde erneut in der Kapellenstraße, die in den vergangenen Jahren regelmäßig den unrühmlichen Spitzenplatz in der Raserstatistik einnahm. Das zeigt offenbar Wirkung: Bei sieben Kontrollen verstießen nur 31 der 396 überprüften Verkehrsteilnehmer gegen das geltende Tempolimit von 30 Stundenkilometer. Die Quote sank damit von 13,8 auf 8,1 Prozent.

Auf der Bergwerkstraße wird mehr gerast

Gegenläufig ist die Entwicklung dagegen in der Bergwerkstraße. 29 von 327 kontrollierten Autos fuhren schneller als die erlaubten 30 km/h, was einer Verdoppelung der Quote gegenüber 2018 auf 8,9 Prozent entspricht. An keiner anderen Messstelle wurden prozentual mehr Raser erwischt.

Meiste Temposünder in Kurzenried

Die meisten Temposünder gingen den Kontrolleuren erneut im Ortsteil Kurzenried ins Netz. 292 Verkehrsteilnehmer hielten sich nicht an die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, knapp 40 mehr als 2018. Allerdings lag die Zahl der kontrollierten Fahrzeuge mit knapp 5000 diesmal deutlich höher, weshalb die Beanstandungsquote unterm Strich sogar stark sank von neun auf 6,2 Prozent.

Reduziert wurden im vergangenen Jahr die Messungen im Tempo 50-Bereich an der Münchener Straße, Füssener Straße und Ammergauer Straße, entsprechend weniger Verstöße registrierte man an den viel befahrenen Straßen. Die Beanstandungsquoten sanken jedoch in allen drei Fällen bzw. blieben nahezu unverändert auf niedrigem Niveau.

Situation auf der Angermoosstraße hat sich verbessert

Verbessert hat sich auch die Situation in der Angermoosstraße. Bei zwei Kontrollen wurden 243 Fahrzeuge überprüft. Nur 13 missachteten das Tempolimit von 30 km/h. Die Quote sank damit von 6,5 auf 5,1 Prozent.

Erstmals auch Kontrollen an Ortsdurchfahrt von Birkland

Auf Bitten von Anwohnern hat die Gemeinde laut Kort im vergangenen Jahr auch erstmals an der Ortsdurchfahrt von Birkland Geschwindigkeitskontrollen durchführen lassen. An drei Terminen wurden 858 Fahrzeuge überprüft, immerhin 46 waren zu schnell unterwegs – eine Quote von 4,9 Prozent. Ein Verkehrsteilnehmer hatte dabei besonders eilig. Er war zwischen 41 und 50 km/h zu schnell unterwegs – eine traurige Bestmarke, die er sich mit einem Autofahrer in der Münchener Straße teilt. Doch diese Werte bildeten 2019 freilich die Ausnahme: Knapp 70 Prozent der Geschwindigkeitsverstöße bewegten sich zwischen sechs und zehn Stundenkilometern.

Kontrollen bleiben ein Zuschussgeschäft

Auch im vergangenen Jahr hat die Gemeinde nicht nur den fließenden Verkehr durch den Zweckverband überwachen lassen, sondern betraute ihn auch mit dem Verteilen von Knöllchen an Falschparker. Rund 16 Stunden im Monat waren dazu Kontrolleure im Ort unterwegs. Finanziell seien die Kontrollen des fließenden und ruhenden Verkehrs im vergangenen Jahr ein Zuschussgeschäft für die Gemeinde gewesen, sagt Kort. Die Einnahmen aus den Bußgeldern lagen rund 2350 Euro unter den Kosten, die man für die Dienste des Zweckverbands aufbringen muss. Für den Geschäftsleiter des Marktes ist das jedoch ein gutes Zeichen. „Je weniger wir verwarnen müssen, umso mehr halten sich die Autofahrer an die geltenden Regeln. Und das ist es ja, was wir erreichen wollen.“

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