Pfarrer Siegfried Bleichner feiert morgen seinen 80. Geburtstag.
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Pfarrer Siegfried Bleichner feiert morgen seinen 80. Geburtstag.

Peitings Ruhestandspfarrer Siegfried Bleichner feiert am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag

Mit herzhaftem Humor und tatkräftigem Einsatz

Froh und dankbar kann der Peitinger Ruhestandspriester Siegfried Bleichner am morgigen Sonntag, 25. April, seinen 80. Geburtstag feiern. Corona-bedingt ist ein großer Dankgottesdienst mit anschließendem Empfang aber natürlich leider nicht möglich.

Peiting - Zusammen mit dem emeritierten Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter freuen sich alle Gläubigen in Peiting und Neubiberg, dass der Seelsorger mit Leib und Seele nach gesundheitlich sehr schwierigen Jahren wieder in der Lage ist, Eucharistie feiern zu können. „Nicht Herren Eures Glaubens sind wir, sondern Diener Eurer Freude“. Seinem Primizspruch ist Pfarrer Siegfried Bleichner treu geblieben. Das ist auch zu spüren im 2016 fertiggestellten Führer über die Peitinger Riedschaftskapellen – einem Herzensanliegen des Geistlichen Rats.

Der 1941 als Sohn der Bergmannsfamilie Xaver und Mina Bleichner geborene Seelsorger, hat im Jahre 1969 am Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus im Freisinger Dom durch den damaligen Kardinal Julius Döpfner die Priesterweihe erhalten. Die Primiz in seiner Heimatgemeinde mit rund 5000 Mitfeiernden war ein Großereignis, das bis heute unübertroffen blieb.

Nach seinen Kaplansjahren in Velden an der Vils und St. Ulrich in Berg am Laim wurde Bleichner ab dem 1. Oktober 1979 Pfarrer in Neubiberg. Und dieses Neubiberg ist ihm wie kein anderer Ort ans Herz gewachsen: Mit seinem typischen herzhaften Humor und seinem tatkräftigen Einsatz hat er in der Pfarrei Rosenkranzkönigin Spuren hinterlassen.

Zu diesen zählen sein Engagement für die sozial Schwachen, die Hilfsprojekte der Pfarrei und der Einsatz eines eigenen Pfarreibusses, der ältere und nicht mehr mobile Gemeindemitglieder zum Sonntagsgottesdienst bringt.

Eine Pionierarbeit war ebenso der erste Pfarrbrief im Jahr 1980, die erste Eltern-Kind-Gruppe im Jahr 1987 und die Gründung der Kolpingsfamilie im Jahr 1988. Ein großes Wunschziel ging für Bleichner im Jahr 1998 mit der Grundsteinlegung für einen eigenen Friedhof auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Erfüllung.

Ein Bindeglied zu seinem Geburtsort Peiting waren in Neubiberg über all’ die Jahre hinweg die Armen Schulschwestern aus der Marktgemeinde, die im Maria-Theresia-Heim ihren Lebensabend verbrachten. Mit Eintritt in den Ruhestand kehrte Siegfried Bleichner im Herbst des Jahres 2008 in seine Heimatgemeinde zurück. Gerne feierte er auch Gottesdienste in Hohenpeißenberg und mit großer Freude in den Riedschaftskapellen.

Leider konnte er nur knapp vier Jahre seinen Ruhestand genießen: Zwei geplatzte Aneurysmen im Kopf und mehrere Schlaganfälle wendeten sein Leben. Dank seines eisernen Willens, der sorgvollen Unterstützung Tag und Nacht von Margarete Treiber und nicht zuletzt dank Gottes Hilfe mit der Fürsprache Mariens, ist es ihm nach dieser schweren Erkrankung wieder möglich, Messen zu feiern. Denn Seelsorge und Liturgie waren und sind für Bleichner das Höchste. So wünscht er sich auch, dass ihm Gott weiter die Kraft dazu schenkt und nach Corona in der Herzogsägmühle ein Gottesdienst mit der von ihm gegründeten Jugendband „Neubiberg“ gefeiert werden kann.  

Gerhard Heiß

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