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Ehrungen bei der Mitarbeitendenversammlung in Herzogsägmühle: Von links Direktor Wilfried Knorr mit Robert Domes, Michael Asam, Erich Mühlberger, Willi Fichtner, Andreas Bonnmüller (Aufsichtsrat), Alfons Breyer und Hans Rock.

Mitarbeiterversammlung in Herzogsägmühle

Medaillen für Verdienste ums Diakoniedorf

Herzogsägmühle – Zusammen mit Peitings Bürgermeister Michael Asam haben die Vorstandsmitglieder der Herzogsägmühle, Hans Rock und Wilfried Knorr, bei der Mitarbeitendenversammlung (siehe Text unten) wieder Herzogsägmühler Verdienstmedaillen verliehen. Zum Beispiel an Professor Anette Eberle.

Sie hatte bereits im Jahr 1992 im Rahmen ihrer Magisterarbeit die Grundlagenforschung über die Herzogsägmühler Geschichte von 1894 bis 1936 und von 1936 bis 1945 vorangetrieben – und für das 100-jährige Jubiläum des Ortes aufbereitet. Im Rahmen des Projektes „Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle“ nahm sie 2013 dieses Engagement wieder auf, jetzt auch im Rahmen ihrer Tätigkeit als Professorin an der Katholischen Hochschule für Sonderpädagogik in Benediktbeuern. Aktuell begleitet sie das Dorf bei einem Projekt im Bereich der Erinnerungskultur, dem am 21. November zu eröffnenden neuen „Ort der Erinnerung“.

Diakon Willi Fichtner war von 1971 bis 2006 in verschiedenen Bereichen als Innovator und leitender Mitarbeiter in Herzogsägmühle tätig, zuletzt als Fachbereichsleiter Altenhilfe. Bereits seit 2012 engagiert sich Fichtner im Arbeitskreis Dorfgeschichte. Ihm ist es zu verdanken, dass die Sammlung, Aufarbeitung, Systematisierung und jetzt auch Digitalisierung des umfangreichen Bildmaterials möglich wurde und in einem digitalen Archivsystem zur Verfügung steht.

Diakon Erich Mühlberger war als „Vater der fachlichen Differenzierung der sozialen Arbeit“ in Herzogsägmühle bis 2001 über 23 Jahre lang in leitender Funktion tätig. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Diakon der Kirchengemeinde und für die Geschichtsarbeit, arbeitete er im Ruhestand die Geschichte der Martinskirche in Herzogsägmühle auf. Mit der Errichtung einer multimedialen und barrierefreien Informationsstation steht sein Wissen nun Besuchern zur Verfügung.

Robert Domes ist Autor der Romanbiografie „Nebel im August“. Das ist die Geschichte des Jungen Ernst Lossa, der 1944 in der „Heil- und Pflegeanstalt Irsee“ von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Im Roman taucht ein Friedrich Goller auf, der während des NS-Regimes auch Verantwortung im damaligen „Zentralwanderhof HSM“ trägt und später Direktor der „Herzogsägmühler Heime“ wird. Die Romanbiografie ist mittlerweile Pflichtlektüre im Deutschunterricht der Fachschulen für Heilerziehungspflege und -pflegehilfe im Dorf.

Zudem begleitet Domes als Pate die „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Auch mit seiner neuen Dokumentation „Wir waren wie eine große Familie“ stellt er die Verbindung mit der Geschichte und den möglichen Auswüchsen sozialpflegerischer Berufe her.

Alfons Breyer war 34 Jahre lang aktiv in Herzogsägmühle, zuletzt als Betriebeleiter, und engagiert sich seit fast 50 Jahren ehrenamtlich für das Dorf. Mit seinem Dienstantritt wurde er Mitglied der Werkfeuerwehr und war 22 Jahre lang ihr Kommandant. Er stieg bis zum Kreisbrandmeister auf und war maßgeblicher Motor bei der Gründung der Feuerwehr-Notfallseelsorge. MYRJAM C. TRUNK

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