Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Wie die Zukunft klingt haben die Peitinger Mittelschüler in ihrem Hörspiel 3571 festgehalten.

Mittelschule Peiting

Im Hörspiel-Fieber zur Endausscheidung

„Wie klingt die Zukunft?“ heißt ein Hörspiel-Wettbewerb der Stiftung Zuhören. Die Klasse 7M der Mittelschule Peiting hat daran teilgenommen und ist tatsächlich in die Endausscheidung gekommen. Im Juni reisen fünf Schüler zur Preisverleihung nach Frankfurt.

Peiting Eine Woche lang war die Klasse 7M im Hörspiel-Fieber. Herausgekommen ist eine gut fünf Minuten lange Geschichte mit dem Titel „3571“ – eine Jahreszahl in der Zukunft. Die Geschichte von den Schwestern Sarah und Vanessa, die in fernen, hoch technisierten Zeiten leben, haben die Schüler an einem Tag zusammen erarbeitet. Die heile Welt von Sarah und Vanessa bricht zusammen, als alle Geräte abstürzen, Häuser einstürzen, viele Menschen sterben. Zu den wenigen Überlebenden gehören die beiden Schwestern und einige ihrer Mitschüler.

Jetzt sind Überlebensstrategien gefragt. Wie war das noch mal in der Steinzeit? „Es war ein Problem, die vielen Ideen kurz zu fassen. Wir hätten einen ganzen Kinofilm damit füllen können“, erzählte Sina. So wurde an der Geschichte erst einmal so lange herumgefeilt, bis sie kurz und prägnant erzählt war. Den vorgegebenen Zeitrahmen von fünf Minuten haben die Schüler trotzdem knapp überschritten.

Die Rollen und Manuskripte wurden verteilt und geübt. „Es war eine Herausforderung, sich in die Rollen hineinzudenken. Was wäre, wenn uns das alles passieren würde“, berichtete Anastasia. Was wäre, wenn die Eltern plötzlich nicht mehr da wären und alles in Schutt und Asche liegen würde? Und was würden erst Kinder wie Sarah und Vanessa, die Essen nur noch in Pulverform und Pillen kennen und sich in die Schule „beatmen“ lassen in so einer Situation tun? Eine spannende Frage, der die 7M auf ihre eigene Art und Weise auf den Grund ging.

Auch alle Melodien und Geräusche mit denen das Hörspiel untermalt ist, haben die Schüler selbst aufgenommen. „Wir haben im Pausenhof die anderen Schüler erschreckt, als wir die Geräusche für die Massenpanik aufgenommen und laut herumgeschrien haben“, lachte Kerstin. Aufgenommen wurde mit fünf schuleigenen Aufnahmegeräten und einem, das der Bayerische Rundfunk gestellt hatte. Zudem durften die Schüler einen Tag lang im Tonstudio des Bayerischen Rundfunk unter Anleitung von Constanze Alvarez und einem Tontechniker die Feinarbeiten zum Hörspiel machen. Da konnten die „Schnittmeister“ aus der 7M Ayke und Fabio noch einige Tricks abschauen. „Das Tonstudio war schon wahnsinnig beeindruckend. Die Schüler durften dort wie Profis am Mikro stehen“, meint Lehrerin Sabine Track und zeigt Fotos von riesigen Mischpulten.

Mit dem Hörspiel-Fieber hatten die Schüler auch ihre Eltern angesteckt. Alle warteten gespannt auf das Ergebnis der Vorentscheidung. „Wir sind dabei!“ – diese knappen Worte von Sabine Track an die Tafel geschrieben, lösten Woche regelrechte Begeisterungsstürme aus. „Es gab 25 Bewerber. Darunter Hochbegabten- und Radio-AGs und Gymnasien. Zehn davon kamen in die engere Auswahl“, fasste Sina zusammen.

Und die Peitinger Mittelschüler sind dabei. Das Fiebern geht also weiter bis zum Juni. Dann dürfen fünf Schüler mit Sabine Track zur Preisverleihung ins Funkhaus nach Frankfurt fahren. Und vielleicht gibt es ja sogar einen Hauptpreis. Die Schüler machen sich jedenfalls große Hoffnungen. „Das ist richtig gut geworden“, finden sie alle.

Ursula Fröhlich

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