So sieht der Anbau aus, dem der Bauausschuss nach längerer Diskussion zugestimmt hat.  Grafik: Marktbauamt
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So sieht der Anbau aus, dem der Bauausschuss nach längerer Diskussion zugestimmt hat.

Bauantrag für Anbau an Doppelhaushälfte sorgt für Diskussion

Modern kontra Peitinger Ortsbild

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Mit mehreren Bauanträgen hat sich der Bauausschuss der Gemeinde Peiting in seiner vergangenen Sitzung befasst. Während der Großteil ohne längere Diskussion durchgewunken wurde, sorgten die Erweiterungspläne für eine Doppelhaushälfte in der Frühlingstraße für Bauchschmerzen bei den Räten.

Peiting – Wie Marktbaumeister Fabian Kreitl erläuterte, plante der Antragssteller die bestehende Doppelhaushälfte mit einem Anbau zu erweitern. Das Problem: Dieser sollte ein Flachdach und große Fensterfronten bekommen. „Ich sehe das kritisch, das passt nicht ins Ortsbild“, sagte Kreitl, der mit dieser Einschätzung nicht allein stand. Man könne optisch über alles reden, aber hier sei eine Grenze überschritten, sagte etwa Franz Seidel (BVP). „Das muss anders gehen.“

Unterstützung erhielt er von seinem Fraktionskollegen Andreas Barnsteiner. „Der Architekt muss seine Hausaufgaben nochmal machen.“ Auch Norbert Merk (CSU) befand, dass das Vorhaben nur bedingt zur umliegenden Bebauung passe. Er werde aber dennoch zustimmen, unter der Bedingung, dass mit dem Planer nochmal über eine andere Lösung gesprochen werde.

Keine Vorbehalte hatte indes Thomas Elste (Grüne). Man solle doch möglich machen, was möglich sei, forderte er. Außerdem gebe es in der Frühlingstraße bereits eine ganze Reihe von Veränderungen an der Bebauung, dass der Verweis auf die Nachbarschaft seiner Meinung nach hier nicht greife. Dem pflichtete auch Christian Lory (Unabhängige) bei. Ein altes Gebäude mit einem modernen Neubau zu kombinieren, sei architektonisch spannend.

Seine Zustimmung signalisierte auch Michael Deibler (CSU), wenn man mit dem Planer noch einmal spreche. Dass sich dadurch etwas ändere, könne man nicht garantieren, gab Kreitl zu bedenken. „Wenn wir zustimmen, dann ist das so genehmigt.“ Das taten die Räte dann auch – gegen die Stimmen von Seidel und Barnsteiner.  chpe

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