Bürgermeister Peter Ostenrieder und Marktbaumeister Fabian Kreitl üin der neuen Offenen Ganztagsschule Peiting.
+
Die große Feier musste zwar wegen der Corona-Pandemie entfallen, die Freude von Bürgermeister Peter Ostenrieder und Marktbaumeister Fabian Kreitl über die Fertigstellung der Offenen Ganztagsschule trübte das nicht.

Neubau wird seit Montag genutzt

Nach Bauverzögerungen: Offene Ganztagsschule in Peiting ist endlich fertig

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
    schließen

Das Warten hat endlich ein Ende: Am Montag durften die Grundschüler der Peitinger Alfons-Peter-Schule zum ersten Mal den Neubau der Offenen Ganztagsschule in Beschlag nehmen. Auch aus dem benachbarten Kindergarten gibt es gute Nachrichten.

Peiting – Eigentlich wäre die Eröffnung der neuen Offenen Ganztagsschule auf dem Gelände der Alfons-Peter-Grundschule durchaus Anlass für eine Feier gewesen. Wegen Corona jedoch fiel die geplante Segnung des Neubaus kurzfristig ins Wasser. Die Freude der Grundschüler, die am Montag zum ersten Mal nach dem Unterricht die Ganztags-einrichtung betraten, trübte das freilich nicht. Nicht nur sie, sondern auch die Mitarbeiter hätten sich schwer begeistert über die neuen Räumlichkeiten gezeigt, berichtete Marktbaumeister Fabian Kreitl zufrieden, als er am Dienstag bei einem Pressetermin gemeinsam mit Bürgermeister Peter Ostenrieder durch die OGTS führte.

Fertigstellungstermin hatte sich mehrfach verschoben

Bis hierhin war es freilich ein weiter und holpriger Weg gewesen. Bereits Ende 2018 hatte sich der Gemeinderat für einen Neubau ausgesprochen, um der Raumnot der Offenen Ganztagsbetreuung zu begegnen. Ein Jahr später beauftragte das Gremium die Schongauer Bürogemeinschaft Baldauf-Prill-Lutz mit der Planung. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass es mit der ursprünglich erhofften Eröffnung zum Schuljahr 2020/21 nichts mehr werden würde. Doch auch der neue Fertigstellungstermin zum Schulhalbjahr 2021 ließ sich bekanntlich nicht halten. Die Lieferschwierigkeiten im Bausektor wegen der Corona-Pandemie machten auch vor der Peitinger Baustelle nicht Halt. „Egal, ob Dämmung, Fenster oder Türen: Da war alles betroffen“, blickte Kreitl zurück.

Der Neubau von außen: Dank aufschiebbarer Glasfront kann die Mensa zum Pausenhof geöffnet werden.

An letzteren lag es auch, weshalb die geplante Eröffnung zum Schuljahresbeginn im September ebenfalls kurzfristig abgesagt werden musste. Im März bestellt, kamen die für den Brandschutz wichtigen Türen erst vor zwei Wochen an. Sie sind nun endlich montiert, auch das Inventar in den einzelnen Räumen ist an Ort und Stelle. Nur in der Küche in der Mensa fehlt noch die bislang nicht gelieferte Spülmaschine, weshalb die Kinder derzeit noch auf ein warmes Mittagessen verzichten müssen.

Mensa mit 100 Quadratmetern

Die Mensa ist mit rund 100 Quadratmeter gleichzeitig der größte Raum der OGTS. Nettes Detail: Dank riesiger Schiebetür lässt sich die Glasfront zum Pausenhof öffnen. Mitgedacht wurde auch bei den Gruppenräumen. Jeweils ein großer (65 Quadratmeter) und ein kleiner Gruppenraum (20 Quadratmeter) bilden eine Einheit. Sie sind über eine Tür verbunden, so können die Kinder je nach Beschäftigung einfach separiert werden. Jede Gruppe verfügt zudem über einen Zugang zum Außenbereich samt eigener Holzterrasse. Für ausreichend Tageslicht sorgen in allen Räumen große Fensterelemente und Oberlichter. Damit sich der Geräuschpegel bei immerhin bis zu 60 Kinder im Rahmen hält, wurden laut Kreitl spezielle Akustikdecken verbaut. Für die Leitung gibt es ein eigenes Büro, das dank Fenster direkten Blick ins Foyer bietet. Geheizt wird das Gebäude durch Nahwärme, die im Biogas-Heizkraftwerk im Eisstadion erzeugt wird. „Alles ist auf dem Stand der Technik“, betonte Kreitl. Nur an den Außenanlagen wird derzeit noch kräftig gearbeitet. Bis die Kinder sie benutzen können, wird es noch dauern. „Angesät wird erst nächstes Jahr.“

2,3 Millionen Euro hat der Neubau gekostet

2,3 Millionen Euro hat die Gemeinde für den Neubau investiert, ursprünglich war man einmal von 1,85 Millionen Euro ausgegangen. Rund eine Million Euro übernimmt der Freistaat. Auch an die Zukunft wurde bereits gedacht. „Sollte in ein paar Jahren der Bedarf da sein, können wir ohne Probleme nochmal anbauen“, sagte Ostenrieder.

So wie es zwischenzeitlich am benachbarten Therese-Peter-Haus für Kinder geschehen ist. Über ein Jahr später als ursprünglich geplant ist dort ebenfalls am Montag der neue Krippenanbau bezogen worden.

Schongau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Schongau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Schongau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare