Auch im Therese-Peter Haus für Kinder wird eine Notbetreuung angeboten.
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Auch im Therese-Peter Haus für Kinder wird eine Notbetreuung angeboten.

Kurz vor Weihnachten

Nach Lockdown-Start: So läuft die Notbetreuung in den Peitinger Kitas

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Seit vergangenen Mittwoch sind auch in Peiting alle Kitas wegen des Lockdowns geschlossen, nur eine Notbetreuung ist möglich. Die wird von den einzelnen Trägern durchaus unterschiedlich gehandhabt.

Peiting – Viel los war am gestrigen Freitag nicht im Rathaus-Kindergarten. Nur eine Handvoll Kinder habe man in der Notbetreuung gehabt, berichtete Leiterin Sylvia Wladar, ähnlich sei es an den beiden Tagen zuvor gewesen. Nur, wo die Eltern kurzfristig keine andere Möglichkeit gefunden hätten, sei das Betreuungsangebot genutzt worden. 53 Kinder besuchen die Einrichtung im Normalfall. Ein wenig mehr Betrieb herrschte in den vergangenen Tagen im Therese-Peter-Haus für Kinder. Rund ein Viertel der rund 100 Kinder hätten die Notbetreuung besucht, hieß es gestern aus der Einrichtung.

Offiziell war der Freitag der letzte Kindergartentag für dieses Jahr im Therese-Peter Haus für Kinder und im Rathauskindergarten. Ursprünglich wäre dieser erst am kommenden Dienstag gewesen, doch für ihre beiden Einrichtungen hat die Gemeinde in der vergangenen Woche entschieden, den Beginn der Weihnachtsferien vorzuziehen. Damit endet auch die Möglichkeit der Notbetreuung, denn die ist für Schließtage nicht vorgesehen. Von den Eltern hätte es viel Verständnis gegeben, heißt es aus den beiden Einrichtungen, viele hätten sich bereits im Vorfeld Gedanken über eine anderweitige Betreuung gemacht.

Vorzeitige Weihnachtsferien stellt Eltern vor Probleme

Doch es gibt auch Eltern, die hat die Entscheidung der Gemeinde kalt erwischt. Wie Geschäftsleiter Stefan Kort auf Nachfrage der Schongauer Nachrichten bestätigt, hätten sich Eltern gemeldet, die auch in der kommenden Woche auf eine Notbetreuung angewiesen seien. „Es geht um vier bis fünf Kinder.“ Für sie habe man in den vergangenen Tagen eine Lösung gesucht. Sie sollen am Montag und Dienstag im Therese-Peter-Haus betreut werden. Dass es sich um echte Notfälle handelt, hatten die Eltern zuvor der Gemeinde gegenüber glaubhaft versichern müssen. Schließlich habe man die Weihnachtsferien nicht ohne Grund vorgezogen, betont Kort. Zum einen folge man damit dem Gedanken hinter dem Lockdown, die Zahl der Kontakte möglichst gering zu halten. Zum anderen wolle man auch dem Personal durch die zusätzlichen freien Tage mehr Zeit geben, sich von der Belastung der vergangenen Monate zu erholen.

Dass die Entscheidung, die Weihnachtsferien früher beginnen zu lassen, so kurzfristig gefallen war, erklärt der Geschäftsleiter mit dem neuen Lockdown, der seit Mittwoch gilt. Schon Ende November sei man als Kommune vom Freistaat auf die Möglichkeit zusätzlicher Schließtage hingewiesen worden. „Ohne die zusätzlichen Verschärfungen hätten wir davon aber keinen Gebrauch gemacht.“

Im Caritas-Kindergarten St. Michael hat man einen anderen Weg gewählt. Die Einrichtung bietet bis Mittwoch, 23. Dezember, ganz offiziell eine Notbetreuung an. Zwischen drei und sieben Kindern habe man in den vergangenen drei Tagen von Eltern betreut, die ihren Urlaub bereits aufgebraucht haben und nicht auf anderweitige Hilfe zurückgreifen können, sagt die stellvertretende Leiterin Martina Vöst. Normal besuchen den Kindergarten knapp 80 Kinder. Auch sie sagt, dass viele Eltern sich in den vergangenen Monaten sehr gut organisiert haben und sich entsprechend schnell auf die neue Situation hatten einstellen können.

Im engen Austausch mit den Eltern stand in den vergangenen Tagen auch die Kinderhilfe Oberland, die bekanntlich Träger mehrerer Kitas in Peiting ist. Wo es Bedarf für eine Notbetreuung gebe, seien die Einrichtungen auch in der kommenden Woche geöffnet, sagt Geschäftsführerin Anja Erndtmann. Das gelte auch, wenn wie im Kindergarten am Forsthaus nur ein Kind betreut werden müsse.

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