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Öder Dorfplatz in Herzogsägmühle: Nur anlässlich des Dorffestes, des Weihnachtsmarktes und der beiden jährlichen Flohmärkte ist der Platz so richtig belebt. Er soll dieses Jahr von Grund auf saniert werden.

Neue Pläne in Herzogsägmühle

Dorfplatz bekommt Backhäusel und Döner-Bude

Die Sanierung und Neugestaltung des Dorfplatzes wirft im Blick auf die 125-Jahr-Feier von Herzogsägmühle im kommenden Jahr ihren Schatten voraus. Zwei Einrichtungen haben sogar ihren besonderen Stellenwert: ein Brotbackhäusel für die Lindenhof-Bewohner und eine Döner-Bude.

Herzogsägmühle – Der Dorfrat, der jetzt sein einjähriges Bestehen begeht, hat beiden Projekten seine Zustimmung gegeben. Dorfrat-Vorsitzender Ulrich Wallheim informierte das Gremium in seiner Februar-Sitzung über eine Besprechung mit dem Direktor von Herzogsägmühle, Wilfried Knorr, wonach das Brotbackhaus als Stüberl für die Bewohner genutzt werden soll.

Zum Jahresauftakt hatte der Dorfrat Rückschau auf das erste Jahr seines Bestehens gehalten. Das Engagement des Gremiums gilt als bemerkenswert. Es nutzt intensiv und mit wachsender Kompetenz seine Rechte der Anhörung und der Mitentscheidung. Dass man sich als vom Unternehmen gewünscht fühlt, wird mit Genugtuung betrachtet. Als notwendig wird ein guter Informationsfluss und die Unterstützung aus der Leitungsebene bezeichnet.

Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr betonte gegenüber dieser Zeitung, mit dem Dorfrat sei „eine klare Interessenvertretung der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort gegenüber dem Unternehmen gegeben“. Ein Unternehmen habe oft anders gelagerte Interessen als die hier wohnenden Menschen. Während in der ersten Phase der Herzogsägmühler Geschichte die Interessen der Bewohner keine Rolle spielten, seien in den Siebziger- und Achtziger-Jahren Anliegen ausschließlich als Bedürfnisse von Hilfeberechtigten gesehen, also immer durch die Brille des Unternehmens definiert worden. „Nunmehr emanzipiert sich das Dorf mehr und mehr vom Unternehmen,“ stellt Knorr fest.

Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, gleich ob Mitarbeitende, Familienangehörige oder Hilfeberechtigte rückten in den Mittelpunkt der Arbeit des Dorfrates, dessen Stellenwert der Direktor hoch einschätzt: „Gleichzeitig wirkt der Dorfrat als wertvolles Beratungsgremium der Unternehmensleitung – derzeit beispielsweise bei den Planungen um die Sanierung des Dorfplatzes.“

Das Beratungsgremium will, wie in der Februar-Sitzung deutlich wurde, seine Arbeit weiter professionalisieren. So betrachtet es etwa als wichtig, konkrete Zahlen über die Weiterführung des Wirtshauses Herzog zu erhalten. Dazu gibt es aus dem Unternehmen die Information, dass es eine Verpachtung des Betriebes nicht geben wird, sondern Herzogsägmühle es behalten will. 

Unterrichtet wurde der Dorfrat ferner darüber, dass Herzogsägmühle von einem eingetragenen Verein in eine GmbH umgewandelt werden solle. Dies würde unter anderem bedeuten, dass die Geschäftsberichte des Unternehmens öffentlich wären.

Zufrieden äußerte sich der Dorfrat darüber, dass die Sparkasse Oberland im Laufe dieses Jahres einen Kontoauszug-Automaten in Herzogsägmühle aufstellen will. Der Automat soll angeblich im Zuge von Umstrukturierungen im Zusammenhang mit der Fusion der Sparkassen Weilheim und Schongau andernorts überzählig werden. Er soll im Eingangsbereich des Mühlenmarktes platziert werden, wo seit Längerem der Geldautomat der Sparkasse steht. Damit würde einem vielfach beklagten Mangel abgeholfen.

Dorfrat-Vorsitzender Ulrich Wallheim, der auch nach der elften Sitzung des Gremiums überhaupt in diesem Monat auf ein Protokoll mit einer Fülle abgearbeiteter und angerissener Diskussionspunkte verwies, weiß, dass noch viel zu tun bleibt, bis man die selbstgesteckten Ziele erreicht haben wird. Aber er sagte auch im Gespräch über die bisher geleistete Arbeit: „Wir werden ernst genommen und unterstützt!“ Und auch darüber freute man sich im Dorfrat: anlässlich des Jubiläums im nächsten Jahr sollen an allen Herzogsägmühler Standorten insgesamt 125 Bäume gepflanzt werden.

Von Rüdiger Matt

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