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Acker statt Grün: Mit schwerem Gerät wird der Fußballplatz neben der Schloßberghalle auf Vordermann gebracht. 

Arbeiten haben begonnen

Neues Grün für Peitings Kicker - das TSV-Großprojekt

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Hinter der Peitinger Schloßberghalle ist schweres Gerät im Einsatz. Im Auftrag des TSV Peiting wird der vereinseigene Fußballplatz neu hergerichtet.

PeitingWo vor kurzem noch sattes Grün war, ist jetzt nur noch brauner Acker. Die große Raupe hat in der vergangenen Woche ganze Arbeit geleistet und den einstigen Fußballrasen neben der Schloßberghalle komplett umgepflügt. Die Erdarbeiten sind Teil der umfassenden Sanierung, die der TSV Peiting als Besitzer der Fläche in Auftrag gegeben hat.

Die sei bitter nötig, sagt Günther Neureuther. Denn ein Aushängeschild, das Kickerherzen höherschlagen lässt, war der Fußballplatz schon länger nicht mehr. In die Jahre gekommen, sei zuletzt nur noch das Notwendigste an der Anlage gemacht worden, so der TSV-Präsident. Seit längerem liefen deshalb bereits die Planungen für eine umfassende Instandsetzung.

120.000 Euro veranschlagt

Und die lässt sich der TSV einiges kosten. 120 000 Euro sind laut Neureuther für die Maßnahme veranschlagt, die der Verein komplett aus Eigenmitteln stemmt. „Das Gelände wird eingeebnet und eine neue Entwässerungsdrainage verlegt“, erklärt er. Wegen der hohen Summe, die auch in einem großen Verein wie dem TSV nicht alltäglich bewegt wird, brauchte der Präsident freilich das Okay der Delegierten. Doch das war angesichts der Corona-Krise gar nicht so einfach. „Das ging nur per Online-Verfahren“, so Neureuther.

Wegen der aktuellen Situation konnten die Bauarbeiten zudem früher als geplant beginnen. „Ursprünglich wollten wir die Marktmeisterschaft Mitte Juni abwarten“, sagt der Präsident. Doch da diese aus bekannten Gründen nicht stattfinden kann, legten die schweren Maschinen bereits nach dem Pfingstwochenende los. Sechs Wochen, schätzt der Präsident, werde es dauern, bis die Sanierung abgeschlossen und der Platz hergerichtet sei.

Zaun soll Platz schützen

Damit die dann perfekten Verhältnisse künftig möglichst wenig beeinträchtigt werden, soll die Anlage auch noch mit einem Zaun gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. In der Vergangenheit nämlich sei der Fußballplatz oft von Fußgängern und sogar Radfahrern als Abkürzung von der Jahnstraße zur Schloßberghalle genutzt worden, weiß Neureuther. Dem soll mit der Einhausung ein Riegel vorgeschoben werden.

Eine Flutlicht-Anlage sei dagegen nicht geplant, erteilt der Präsident entsprechenden Gerüchten eine klare Absage. „Das ist bei einem Platz im Wohngebiet einfach nicht möglich. Da würde ich mich als Nachbar sonst bedanken.“

Neue Umkleiden dauern noch

Während an der Schloßberghalle also eifrig gearbeitet wird, ist es an den beiden neuen Fußballplätzen in der ehemaligen Kiesgrube derzeit noch ruhig. Dort sollen eigentlich heuer die neuen Umkleiden entstehen, deren Bau die Gemeinde übernimmt. „Eigentlich wollten wir bis zum Sommer fertig sein“, sagt Bürgermeister Peter Ostenrieder auf Nachfrage der SN. Doch wegen der vielen Bauprojekte der Gemeinde, bei denen die Zeit drängt, habe das Projekt bislang noch nicht angegangen werden können. „Wir hoffen, dass wir es dieses Jahr aber noch hinbekommen.“

Lesen Sie auch: Im Peitinger Stadion Birkenried liefen schon namhafte Bundesliga-Stars auf.

Ebenfalls interessant: Breite Zustimmung und eine Prise Kritik in der Region.

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