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Auf dem ehemaligen Barnsteiner-Gelände laufen bereits die Vorbereitungen für den Bau des Wohn- und Geschäftshauses.

Bauausschuss

Neues Wohn- und Geschäftshaus in Peitings Ortsmitte: Gegenwind aus dem Landratsamt

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Am ehemaligen Barnsteiner-Gelände in der Peitinger Ortsmitte soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Im April hatte die Schongauer Baufirma Haseitl entsprechende Pläne erstmals der Öffentlichkeit präsentiert (wir berichteten). Doch nicht nur aus dem Landratsamt kommt Gegenwind – wegen eines ungewöhnlichen Details im Entwurf.

Peiting – Räume für eine Arztpraxis, dazu bis zu acht Wohnungen in den beiden oberen Etagen, dazu eine öffentlich nutzbare Tiefgarage: Was auf dem bislang als Parkplatz genutzten Areal an der Poststraße entstehen soll, ist ein wichtiges Vorhaben für die Peitinger Ortsmitte. Darüber war sich auch der Gemeinderat einig, als die Pläne im April der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Nur an der Optik des Neubaus schieden sich die Geister. 

Der moderne Stil mit viel Glas, den der Entwurf des Murnauer Architekturbüros Hiesinger vorsah, gefiel längst nicht jedem. Auch Marktbaumeister Fabian Kreitl machte in der damaligen Sitzung keinen Hehl daraus, dass die moderne Architektur aus städtebaulicher Sicht nicht ins Zentrum passe. Vor allem ein Detail störte ihn. Im obersten Stockwerk hatte der Architekt eine negative Dachgaube vorgesehen, die eine Art Dachterrasse ermöglichen sollte.

Ob die negative Dachgaube wie im ersten Entwurf geplant umgesetzt wird, hängt von der Entscheidung des Landratsamts ab.

Trotz der Bedenken des Marktbaumeisters billigte der Gemeinderat mehrheitlich den Entwurf. Ob er allerdings eins zu eins umgesetzt wird, ist noch offen, wie sich am Dienstag in der Sitzung des Bauausschusses zeigte, als es um den Bauantrag ging. Wie Kreitl berichtete, stehe er mit seinen Vorbehalten nicht allein da. So hätte auch die Sanierungsarchitektin der Gemeinde, Petra Asanger-Strobl, gegen die Planung protestiert. „Sie warnt davor, dass wir einen Präzedenzfall schaffen würden.“ 

Und auch das Landratsamt habe zwischenzeitlich signalisiert, dass es Zweifel an der Genehmigungsfähigkeit sehe, so der Marktbaumeister. Tatsächlich habe man über viele Jahrzehnte ähnliche Vorhaben mit Verweis auf das Ortsbild abgelehnt, räumte Bürgermeister Michael Asam ein, der selbst den Entwurf im April als „gut und schön“ bezeichnet hatte.

Um das Problem zu lösen, habe man das Gespräch mit dem Architekten gesucht, berichtete Kreitl. Dieser habe daraufhin eine Alternativplanung angefertigt. In dieser sei der negative Dacheinschnitt verglast, womit der Kritikpunkt aus der Welt geschafft sei. Gegen das Gebäude an sich gebe es aus seiner Sicht ansonsten nichts einzuwenden. „Es fügt sich ein.“

Die Tür für die ursprüngliche Planung komplett schließen, wollte der Bürgermeister aber nicht – auch wenn der Architekt selbst den Entwurf im Nachgang als „wagemutig“ bezeichnet habe, wie Asam anfügte. „Aber wir haben einen gültigen Beschluss.“ Sein Vorschlag: Man werde beide Entwürfe an das Landratsamt weitergeben. So verliere man auch keine Zeit, sollte die Behörde den ursprünglichen Plan tatsächlich ablehnen. Dem folgte der Bauausschuss einstimmig.

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