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Am Therese-Peter-Haus für Kinder in Peiting wird derzeit kräftig gearbeitet. Bis Oktober soll der Anbau für eine vierte Krippengruppe fertig sein. 

Nicht jeder Betreuungswunsch kann erfüllt werden

Peitinger Krippe: Noch im Bau, aber schon voll belegt

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Der Bedarf an Kitaplätzen in Peiting ist nach wie vor groß. Das zeigen die aktuellen Anmeldezahlen. Demnach sind sowohl Kindergärten als auch die gemeindliche Krippe, die gerade erweitert wird, für das nächste Kindergartenjahr voll belegt. Nicht jeder Betreuungswunsch kann erfüllt werden.

Peiting – Seit März wird am Therese-Peter-Haus für Kinder in Peiting eifrig gewerkelt. Direkt im Anschluss an das bestehende Gebäude entsteht der Anbau für eine vierte Krippengruppe. Im vergangenen Jahr hatte der Marktgemeinderat grünes Licht für die Erweiterung gegeben, nachdem sich abgezeichnet hatte, dass die vorhandenen 36 Plätze nicht mehr ausreichten, um den Bedarf zu decken.

Derzeit läuft laut Marktbaumeister Fabian Kreitl alles nach Plan, im Oktober, pünktlich zum neuen Kindergartenjahr, soll die neue Gruppe eingeweiht werden. Das ist auch bitter nötig, wie jetzt die aktuellen Anmeldezahlen zeigen. Denn noch während die Arbeiten am Anbau laufen, sind die zusätzlichen zwölf Krippenplätze bereits vergeben. „Die Krippe ist voll“, bestätigt Wolfgang Schweiger, der in der Marktverwaltung für die Kitas zuständig ist.

Erstmals hatten die Eltern in den vergangenen Wochen ihren Nachwuchs online für das kommende Kindergartenjahr anmelden können. Das neue System ersetzte den Tag der offenen Tür, der heuer wegen der Corona-Krise nicht hatte durchgeführt werden können. Bis auf ein paar „technische Kinderkrankheiten“ sei die Premiere gut über die Bühne gegangen, zieht Schweiger ein positives Fazit. Probleme gab es etwa, wenn Eltern versuchten, das Portal per Mobiltelefon aufzurufen. Manch einer vergaß zudem, den zugeteilten Kitaplatz im System zu bestätigen, weil eine gesonderte Erinnerung per Mail fehlte. „In dem Fall haben die Einrichtungen nachtelefoniert“, so Schweiger.

Die gute Nachricht: Anders als im vergangenen Jahr, als nach dem Tag der offenen Tür 28 Kitaplätze fehlten, kann die Gemeinde heuer fast alle Anfragen befriedigen. Absagen für einen Krippenplatz bekamen laut Schweiger vor allem auswärtige Familien, die keinen Anspruch auf eine Betreuung in der Marktgemeinde haben. Bei den Kindergärten reichten die vorhandenen 387 Plätze ebenfalls fast aus. Es gebe noch zwei bis drei Kinder, die man unterbringen müsse, sagt Schweiger. Dies gehe notfalls mit einer Überbelegung, die allerdings bei einer solch kleinen Zahl „nicht tragisch“ sei.

Freilich ließen sich nicht alle Wünsche nach einer bestimmten Einrichtung berücksichtigen. Drei Wunsch-Kitas hatten die Eltern im System angeben können, geordnet nach Priorität. Tatsächlich sei es vorgekommen, dass jemand dennoch leer ausgegangen sei, sagt Schweiger. In dem Fall habe man einen freien Platz in einer anderen Einrichtung angeboten.

Nicht mehr zurückgreifen kann die Gemeinde für das kommende Kindergartenjahr auf die Übergangsgruppe im Kindergarten St. Michael. Diese war im vergangenen Jahr befristet für zwölf Monate eingerichtet worden, um zehn zusätzliche Kinder unter drei Jahren unterbringen zu können. Dass es dennoch zu keinem größeren Engpass kommt, liegt daran, dass im Therese-Peter-Haus für Kinder künftig 50 und damit zehn Kindergartenplätze mehr als bisher zur Verfügung stehen. Für diese Zahl sei die Einrichtung ursprünglich ausgelegt gewesen, erklärt Schweiger. Warum sie im Zuge des Krippenneubaus reduziert worden sei, könne er nicht sagen. „Für uns ist das jetzt natürlich eine gute Lösung.“ Das nötige Personal sei vorhanden.

Im Kindergarten St. Michael wird dagegen auch künftig alles beim Alten bleiben. Die im vergangenen Jahr im Raum gestandene bauliche Erweiterung um zwei Gruppen wird laut Bürgermeister Peter Ostenrieder von der Kirche im Moment nicht weiterverfolgt.

Umso wichtiger ist daher für die Gemeinde ein weiteres Bauprojekt. Jüngst wurden die Planungen für den neuen Kindergarten an der Jägerstraße im Gemeinderat vorgestellt. Er soll im Herbst kommenden Jahres in Betrieb gehen und Platz für fünf Gruppen bieten. Auf eine weiter steigende Nachfrage nach Kitaplätzen wäre die Gemeinde damit bestens vorbereitet.

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