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Bei der offiziellen Übergabe: (v. li.) Aco Evtimov, Fatema Abodahab, Renate Hagel-Kräutle (alle drei Regierung von Oberbayern), Bürgermeister Michael Asam, Peter Aumann (Staatliches Bauamt) und Generaltunernehmer Klaus Plenk.

Wohnanlage an der Föhrenstraße

Offizielle Übergabe: Sozialwohnungen werden im Mai bezogen

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Aktuell stehen sie leer, doch schon bald wird Leben einkehren in die elf neuen Sozialwohnungen an der Föhrenstraße in Peiting: Am Freitag wurde die fertig gestellte Wohnanlage offiziell an die Regierung von Oberbayern übergeben.

Peiting– Noch wirkt die Umgebung der drei Wohngebäude, in deren Mitte ein Spielplatz auf die ersten Kinder wartet, etwas kahl. „Die Begrünung der Außenanlagen kommt noch“, sagte Peter Aumann. Ansonsten gebe es nur noch einige kleinere Restarbeiten zu erledigen. „Die Wohnungen sind alle einzugsfertig.“ Entsprechend gut aufgelegt zeigte sich der Hochbau-Chef des Staatlichen Bauamts in Weilheim am Freitag vor der offiziellen Übergabe der Anlage an die Regierung von Oberbayern. 

Seine Behörde hat die Anlage im Rahmen des Sofortprogramms Wohnungspakt Bayern für den Freistaat errichtet. 2,2 Millionen Euro sind in das Projekt geflossen, an dem auch die Gemeinde Peiting einen entscheidenden Anteil hat. Denn sie stellte den Grund zur Verfügung. Als gelungene Kooperation zwischen Freistaat und Kommune lobte denn auch Aumann die Zusammenarbeit, die freilich aus Sicht der Marktgemeinde nicht ganz uneigennützig ist. Denn im Gegenzug darf sie ein Drittel der elf Wohnungen selbst belegen, der Bedarf an preiswerten Unterkünften für sozial Schwache ist auch in Peiting hoch. „Wir haben zwei Familien, die wir sofort unterbringen müssen“, sagte Bürgermeister Michael Asam. Und auch sonst sei die Liste lang.

Gleiches gilt natürlich ebenso für anerkannte Flüchtlinge, deren Unterbringung der eigentliche Anlass für den Bau der Wohnanlage war. Viele wohnen als sogenannte Fehlbeleger in Asylunterkünften, denn Wohnraum auf dem freien Markt zu finden, ist oft nahezu unmöglich. Besonders, wenn es sich um Großfamilien handelt. Dies habe man deshalb auch bei der Raumplanung berücksichtigt, erklärte Aumann. So seien am Anfang nur kleine Wohnungen mit 45 Quadratmetern vorgesehen gewesen. „In Gesprächen hat sich dann schnell herausgestellt, dass das nicht zielführend ist.“ 

Den Großteil der Unterkünfte machen nun Wohnungen mit 62 Quadratmeter aus, die über drei Schlafzimmer und einen Wohn-Essbereich verfügen. Das größte Apartment erstreckt sich über 90 Quadratmeter mit vier Schlafräumen und zwei Bädern. Für sie hatte Asam bei der Besichtigung gleich einen passenden Mieter im Blick. „Die wäre perfekt geeignet für unsere neunköpfige Familie“, sagte der Rathauschef und erntete zustimmendes Nicken von Gabriele Sanktjohanser-Pfeffer. Die Flüchtlingsfamilie lebe derzeit unter widrigen Bedingungen in ehemaligen Geschäftsräumen in Peiting, erklärte die Asylhelferin. „Die Kinder haben dort keine Möglichkeit, sich mal für Hausaufgaben zurückzuziehen. Alle Anläufe, eine geeignete Unterkunft zu finden, seien bislang gescheitert. „Es will niemand vermieten.“

Zuständig für die Belegung der neuen Wohnanlage in Sachen Asyl ist freilich die Sozialverwaltung der Regierung von Oberbayern. Deren Vertreter Aco Evtimov signalisierte am Freitag schon einmal, dass man in diesem Fall sicher eine Lösung finden werde. Schließlich sei man froh, die Gemeinde als Partner gewonnen zu haben. „Bei dem Thema hat sich nicht jede Kommune so offen für ein solches Projekt gezeigt.“

Mit der offiziellen Übergabe ist auch der Weg frei für die Mieter. Die ersten sollen Mitte Mai einziehen.

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