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Tolle Oldtimer waren am Peitinger Hauptplatz zu bestaunen.
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oldtimertreffen in Peiting

Ohne technisches Geschick geht gar nichts

Am Peitinger Hauptplatz schien am Samstagvormittag die Zeit zurückgedreht zu sein. Schnittige Autos und Motorräder aus mehreren Jahrzehnten waren zu bestaunen und lockten zahlreiche Zuschauer an, bevor es auf große Fahrt ging.

Peiting Zum mittlerweile 27. Oldtimertreffen mit Ausfahrt hatten die Oldtimerfreunde im MSC Peiting geladen, und Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung zwischen München und Augsburg waren mit ihren Liebhaberstücken gekommen. Vor der Eisdiele am Hauptplatz parkte so eine Ansammlung von schicken Schlitten in der Sonne, dass man sich fast an der Cote d’Azur wähnen konnte. Leider rauschte hier statt des Meers nur der Rathausbrunnen. Damen mit Sonnenhüten auf dem Kopf genossen einen Cappuccino, während die Herren der Schöpfung über Hubraum und Pferdestärken fachsimpelten.

Etwa 70 Oldtimer-Autos und fast ebenso viele Motorräder waren zu sehen, wie Josef Mayr, Vorsitzender des MSC Peiting, schätzte. Zur Rundfahrt, die über Rott, Issing, Schwabsoien, Altenstadt und Schongau zurück nach Peiting führte, hatten sich rund 40 Fahrzeuge angemeldet. Wer Glück hatte, konnte noch kurzfristig eine Mitfahrgelegenheit ergattern. Einige Fahrer waren nämlich noch auf der Suche nach Beifahrern.

Dass es gar nicht so einfach sein kann, mit einem antiquierten Gefährt vorzufahren, erzählte Hans Piehler, der mehrere Karossen besitzt und seinen Opel Kapitän, Baujahr 1952, am Hauptplatz geparkt hatte. „Das war der einzige, der ansprang“, lachte er. Grade so schaffte er es mit seinem Kapitän und Hilfe seines „Matrosen“ und Mechanikers in allen Lebenslagen, Sönke Tetzlaff, bis an die Tankstelle, wo sie dann feststellten, dass sie die Nummernschilder vergessen hatten. Also noch einmal zurück zur Garage.

Das älteste Gefährt präsentierte Josef Sepp aus Peiting, der mit einem Opel P4 aus dem Jahre 1934 an der Ausfahrt teilnahm. „So einen hat mein Vater gehabt. Da bin i scho als kloana Bua mitg’fahrn“, erzählte er. Den Opel P4 hat er aus Moosburg und nahm zum dritten Mal damit an der Rundfahrt des MSC Peiting teil.

Toni Ihsen hält es da lieber mit den zweirädrigen Gefährten und war mit einem Motorrad der Marke Adler samt Gespann dabei. Das schöne Stück hatte er einst in Einzelteilen gekauft und eigenhändig zusammengebaut. Eine technische Begabung und Freude am Basteln braucht es schon, wenn man ein Liebhaberstück sein eigen nennen will. „Ohne minimales Geschick geht hier gar nichts“, sagen Daniela Schrödel und Stefan Pantel aus Schwabbruck lachend. Sie nennen einen knallroten ehemaligen Feuerwehr-Bus ihr Eigen, mit dem sie auch zum Campen fahren. Walter Rodriguez aus Merching legt Wert auf Details. Die farblich passende Klorollen-Haube auf der Ablage seines knallrorangen Fiesta aus dem Jahr 1976, den er im Urlaub in Frankreich entdeckt hatte, hat seine Mutter gehäkelt.

Um punkt 13 Uhr rief Willi Heumos, Vize-Vorsitzender des MSC, die Teilnehmer zum Start. Nicht jeder legte so einen Kavalierstart mit quietschenden Reifen hin wie Reiner Bartmann, der die 380 PS seines Ford Mercury Cougar XR-7 Convertible genüsslich ausschöpfte. Trotzdem gab es für die Zuschauer viel zu sehen, als es auf die hoffentlich pannenfreie Ausfahrt ging.

Ursula Fröhlich

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