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Spaß schaut anders aus: Zwei wasserfeste Radler, die trotz Regens ihre Tour angetreten hatten.

Teilnehmerschwund

36. Pfaffenwinkel-Rundfahrt: Darum blieben diesmal viele Radler zuhause

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Vierstellige Teilnehmerzahlen wies die Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt in den letzten Jahren regelmäßig auf. Die 36. Auflage am vergangenen Wochenende litt jedoch unter dem schlechten Wetter.

Peiting – Der Dauerregen am Vormittag und die eher herbstlichen Temperaturen sorgten dafür, dass viele Radler zuhause blieben und es beim Orga-Team der Radsportfreunde Pfaffenwinkel, dem Zusammenschluss der Vereine RC Altenstadt, RC Peiting, SC Huglfing und SV Söchering, lange Gesichter gab.

Nur knapp 650 Teilnehmer und damit gerade mal die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr wollten sich bei den unfreundlichen Bedingungen in den Sattel schwingen, um auf verschieden langen Routen das Oberland und den Pfaffenwinkel zu durchqueren. „Das ist das erste Mal seit elf Jahren, dass wir schlechtes Wetter haben“, meinte Uwe Flad vom Orga-Team. Statt 1000 wie in den Vorjahren, entschieden sich aufgrund des Regens auch nur 150 für die kurzfristige Teilnahme, die anderen hatten bereits vorab gebucht. „Ich kann es keinem verdenken, bei diesen Bedingungen nicht an den Start zu gehen“, zeigte Flad Verständnis für die vielen nicht abgeholten Startnummern und die minimale Anzahl von Nachmeldungen.

Die 120 Helfer aus den verschiedenen Vereinen, die für die Streckenausschilderung oder die Verpflegung an den Stationen Auerberghalle, Wildsteig und Obersöchering sorgten, bekamen dadurch deutlich weniger zu tun als sonst. „In Obersöchering haben sie ein wirklich tolles Buffet aufgebaut“, erklärte Flad. Nachdem aber für deutlich mehr Teilnehmer eingekauft wurde, blieb viel Essen übrig. „Die Bananen werden wir an Kindergärten verschenken und die Semmeln bekommen halt die Helfer“, meinte Flad.

Nur bei der Anmeldung in der Eishalle gab es eine größere Nachfrage nach Verpflegung. „Wir haben eineinhalb Stunden gefrühstückt“, berichtete Christoph Grelics aus Rott, ehe er sich mit seinem Radpartner bei einer Regenpause dann doch auf den Weg machte. „Wir fahren jetzt aber nur die 80 Kilometer-Runde und nicht wie geplant die 130er“, ergänzte Grelics beim Start.

„Dabei ist das landschaftlich eine der schönsten Touren“, schwärmte ein Radler vom RSV Hachinger Tal, der mit einigen Teamkollegen trotz der unwirtlichen Bedingungen nach Peiting gekommen war. „Wir lassen uns nicht hetzen und sind wetterfest“, zeigte sich ein anderer vom RSV trotzdem gut gelaunt. Am späteren Vormittag ließ sich dann auch die Sonne blicken, die am Nachmittag endgültig das Kommando übernahm.

In den Genuss der Sonnenstrahlen kamen aber nur die Rundfahrt-Radler, die sich auf die lange Tour über 160 Kilometer machten. Diese Tour steuerte die gleichen Orte wie in den letzten Jahren an, nur in der umgekehrten Reihenfolge. „Dann sehen die Radler auch mal was anderes“, erklärte Flad, nachdem bei den drei langen Routen so verfahren wurde.

Die Maxi-Tour ging zunächst in Richtung Birkland, dann weiter nach Forst, Weilheim, Eberfing, Obersöchering, Rottenbuch, Wildsteig, Lechbruck, Bernbeuren und über Sachsenried wieder zurück an die Peitinger Eishalle. Daneben wurden auch die kürzeren Varianten mit 130, 80 und 55 Kilometer angeboten. Nass, aber dennoch zufrieden verstauten die meisten nach der Zielankunft ihr Zweirad im oder am Auto, wohl auch mit dem Gedanken, im nächsten Jahr, zur 37. Auflage, bei dann hoffentlich schönerem Wetter wieder zu kommen. 

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