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Am Peitinger Bachfeld entstehen 20 neue Bauplätze

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Von: Christoph Peters

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So sieht der erste Entwurf für das neue Baugebiet am Bachfeld in Peiting aus. Möglich sind sowohl Einzel- als auch Doppelhäuser. © Marktbauamt

Lange tat sich nichts in Sachen Baugrundstücke, doch jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nach dem kürzlich erfolgten Startschuss für das Baugebiet am Hochweg hat der Marktgemeinderat am Dienstag den Bebauungsplan für das Bachfeld auf den Weg gebracht. Und auch für das nächste Vorhaben ist das Grundstücksgeschäft bereits unter Dach und Fach.

Peiting – Im September hatte sich Geschäftsleiter Stefan Kort bereits zuversichtlich gezeigt. Der Notartermin für den Kauf des Areals an der Bachfeldstraße, das die Gemeinde für ein neues Baugebiet im Auge hatte, sei bereits arrangiert, sagte Kort im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten. Am Dienstag in der Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Michael Asam jetzt froh Vollzug vermelden. „Es ist kein riesiges Baugebiet, aber ein nettes“, schickte er vorweg, ehe Marktbaumeister Fabian Kreitl den ersten vorliegenden Entwurf näher vorstellte.

Die 20 Parzellen – die Hälfte davon vermarktet die Gemeinde, die andere Hälfte der bisherige Eigentümer – sind zwischen 617 und 947 Quadratmeter groß, was für ein heutiges Wohngebiet durchaus überdurchschnittlich sei, räumte Kreitl ein. Allerdings seien Doppelhäuser zulässig. Das ging Thomas Elste allerdings nicht weit genug. „Für mich sind die Grundstücke zu groß, wenn Doppelhäuser keine Pflicht sind“, sagte der Grünen-Gemeinderat. Elste vermisste auch ein Mehrparteienhaus in der Planung. „Wir denken nur an Einfamilien- und Doppelhäuser, aber nicht an Leute, die bezahlbare Wohnungen suchen“, kritisierte er.

Das freilich wollte Herwig Skalitza nicht so stehen lassen. Im Gegenteil habe man in jüngster Zeit viel getan, um Wohnungen zu schaffen, sagte der CSU-Rat mit Blick auf den Wohnbau am Ostbahnhof. In Sachen Bauplätze sei dagegen seit Jahren nichts passiert, davon zeuge die „kilometerlange Liste“ von Bauwerbern. „Es ist Zeit, dass wir etwas für diese Familien schaffen.“

Eine weitere Frage aus dem Gremium war, warum sich das Baugebiet nicht noch weiter östlich bis hin zur Peitnach erstrecke. Das liege am Hochwasserschutz, den man einhalten müsse, erklärte Kreitl. Das Gebiet soll aber nicht ungenutzt bleiben, versicherte Asam auf Nachfrage von Herbert Salzmann, der sich nach einer Alternative für den durch das Baugebiet wegfallenden Fußballplatz stark machte. Dieser sei nämlich auch von den Kindern des Wohngebiets als Bolzplatz genutzt worden, so der SPD-Fraktionschef. „Wir können dafür das Überschwemmungsgebiet nutzen“, sagte der Bürgermeister.

Verbindungsstraße zur Ammergauer Straße weiter möglich

Hermann Mödl lenkte die Diskussion schließlich auf die in jüngster Zeit immer wieder geforderte Verbindungsstraße vom Bachfeld zum Gewerbegebiet an der Ammergauer Straße, die das Ortszentrum vom Verkehr entlasten soll. Sei die denn überhaupt noch möglich, wenn man das Baugebiet in der gezeigten Form realisiere, wollte der BVP-Rat wissen. Tatsächlich habe man die Spange bei der Planung im Hinterkopf, so der Rathauschef. Momentan liefen entsprechende Grundstücksverhandlungen. Bei positivem Ausgang müsste man den Bebauungsplan-Entwurf zwar wohl noch einmal ändern. Man habe das Verfahren aber schon jetzt auf den Weg bringen wollen, um Verzögerungen zu vermeiden, begründete Asam.

Dahinter steckt auch eine Frist im Baugesetzbuch, die es Gemeinden nur noch bis Ende des Jahres erlaubt, Bebauungspläne im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Aus dem gleichen Grund drückt die Bauverwaltung deshalb auch im Fall des geplanten Baugebiets am Starenweg aufs Tempo. Schon in der nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag steht der Aufstellungsbeschluss auf der Tagesordnung. Das Grundstücksgeschäft ist laut Kämmerer Christian Hollrieder bereits unter Dach und Fach. 32 Bauplätze sollen bekanntlich zwischen Drosselstraße und Unterfeldweg entstehen.

Bis die Bagger rollen können, müssen sich Häuslebauer in beiden Fällen freilich noch eine Weile gedulden. Am Starenweg soll es frühestens 2021 soweit sein, erst anschließend will die Gemeinde am Bachfeld loslegen. Schneller geht’s am Hochweg: Dort soll schon im nächsten Jahr die Vergabe starten.

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